Wien. – Schwule und Lesben in Österreich bekommen nach der unseligen Debatte um die Einführung der Homo-Ehe im Land Schützenhilfe von der US-Regie- und Schauspiellegende Woody Allen. In der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des österreichischen Nachrichtenmagazins “News” übt er scharfe Kritik an der Diskussion um die Eheschließung Homosexueller.
In einem Interview zum Start des Films “Whatever Works”, in dem es auch um einen spätberufenen Homosexuellen geht, wird Allen deutlich: “Das ist das Blödeste, was einem einfallen kann. Das ist absurd! Warum sollen Homosexuelle nicht heiraten können wie jeder andere auch? Das geht doch keinen was an! Sie sollen dieselben Rechte haben wie Heterosexuelle und auch nach dem gleichen Ritus heiraten dürfen, wenn sie das wollen. Das ist ein Thema auf das sich Leute draufsetzen, die polarisieren wollen. Leute, die selber alle Arten von Problemen haben, psychische oder sexuelle.”
Das österreichische Kabinett der Minister der regierenden Sozialdemokraten und der konservativen Volkspartei hatte in dieser Woche gegen den Protest von mehr als tausend Demonstranten und den Grünen den Gesetzentwurf für eine “Eingetragene Partnerschaft light” verabschiedet. Eine Eintragung auf dem Standesamt ist nicht vorgesehen. Schwule und lesbische Organisationen beklagen zudem die Festschreibung von Diskriminierungen. (wfr)
[Bild David Shankbone]
