wien. - in wien haben am freitag nach augenzeugenberichten mehr als tausend menschen für eine nachbesserung des gesetzentwurfs für eine eingetragene partnerschaft für schwule und lesben protestiert, der derzeit auf regierungsebene diskutiert wird.
Unter dem Motto “Erstklassige Rechte statt letzklassigem Gesetz” forderten die demonstranten die völlige Gleichstellung der eingetragenen partnerschaft für homosexuelle mit der Ehe. aufgerufen zu dem protest hatten die grünen andersrum und weitere organisationen.
“Schämt euch”, steht auf Felix’ Schild, das er durch die strassen der wiener innenstadt trägt: “Das richtet sich an alle Parteien, die den diskriminierenden Gesetzesentwurf unterstützen”, sagte er der “presse“. “Und eben so sehr an alle, die dazu schweigen und zusehen.”
“komplette gleichstellung”
“Wir wollen komplette Gleichstellung, nicht irgend ein Sondergesetz”, riefen die demonstranten. “Der Gesetzesentwurf ist katastrophal, hat nichts mit Gleichberechtigung zu tun”, sagte eine der mitmarschierenden.
gegen 15 Uhr entrollten die teilnehmer vor dem wiener parlament eine 60 Meter lange Regenbogenfahne und zogen damit über die Ringstrasse, über den Heldenplatz zum Ballhausplatz vor das Bundeskanzleramt, wie der wiener blogger oliver ritter schreibt.
Zu den Forderungen der Demonstranten zählte neben der völligen Gleichstellung der Eingetragenen Partnerschaftmit der Ehe auch das bisher nicht vorgesehene Adoptionsrecht. Kommenden Dienstag soll der Gesetzesentwurf im Ministerrat beschlossen werden.
Innerhalb der Bundesregierung besteht noch Uneinigkeit über die Frage, ob die Homosexuellenpartnerschaft wie die Ehe im Standesamt (SPÖ-Wunsch) oder in der Bezirksbehörde (ÖVP-Version und Gesetzesvorlage) geschlossen werden soll. (wfr)
[bild http://thinkoutsideyourbox.wordpress.com]
mehr bilder hier
