motiv der aktuellen anti-aids-kampagne: www.stopaids.ch.

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bern. – die hiv-infektionen in der schweiz sind erstmals seit jahren zurückgegangen. im ersten halbjahr 2009 hat das Bundesamt für Gesundheit (bag) “deutlich weniger” HIV-Diagnosen bei schwulen registriert. auch bei anderen personengruppen war die zahl der neuinfektionen rückläufig oder stabil. für eine entwarnung ist es nach einschätzung des amtes allerdings noch zu früh.

für das gesamte jahr 2009 prognostiziert das bag auf basis einer hochrechnung weniger als 300 HIV-Diagnosen bei männern, die sex mit männern haben. das wäre ein rückgang um zehn prozent. im vergangenen jahr hatten sich noch 331 männer mit dem tödlichen virus infiziert. damit ginge die zahl der neuinfektionen 2009 auf den stand von 2006 zurück.

Das bag weist allerdings darauf hin, dass diese zahl immer noch dramatisch über den zahlen in den Jahren 1999 bis 2004 mit etwa 160 Neudiagnosen pro Jahr liegt. Unerfreulich sei zudem der Umstand, dass es sich bei 55 prozent der HIV-Diagnosen in den ersten sechs monaten 2009 um “frische” handelt, also um Männer, die sich wenige Monate vor dem Test mit HIV angesteckt haben. Für die öffentliche Gesundheit bedeute es zwar einen Vorteil, wenn HIV-Infektionen früh diagnostiziert werden. Doch es ist sei Zeichen dafür, “dass in diesen Fällen die Prävention versagt hat”, schreibt das amt.

mehr frauen infiziert
Die Zahl der HIV-Diagnosen bei heterosexuellen hat sich mit 137 stabilisiert. Allerdings ist der Anteil der Frauen auf 57 prozent gestiegen. Insgesamt hat das bag im ersten halbjahr 301 positive HIV-Test registriert. Mit 124 Fällen machen die durch schwulen sex übertragenen 40 Prozent aus.

infos zu hiv und aids und wie man sich schützen kann, findest du auf www.stopaids.ch. (wfr)

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30.07.2009, 05:41 uhr / 0 Kommentare / diskutiere darüber im forum
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