Genf. - Die internationale Staatengemeinschaft hat Ugandas Pläne für eine Todesstrafe für Schwule scharf verurteilt. Die Hohe Kommissarin für Menschenrechte der Vereinten Nationen (UN), die Südafrikanerin Navi Pillay, verlangte am Freitag von der Regierung des afrikanischen Staats, die Pläne aufzugeben, wie verschiedene Nachrichtenagenturen berichten.
Pillay nannte die ugandischen Pläne gegen schwul oder lesbisch lebende Menschen am Freitag “offenkundig diskriminierend”. Die Strafen seien “drakonisch”. Das Vorhaben verletzte internationale Menschenrechtsstandards. Pillay forderte Uganda wie zuvor schon die Europäische Union, die USA und verschiedene weitere Staaten auf, die Pläne nicht weiter zu verfolgen.
Strafverschärfung auch für “Helfer”
Das Gesetz, das noch im Januar im Parlament beraten werden soll, sieht für schwul-lesbische Handlungen härtere Strafen als bisher vor. Die Sanktionen reichen für “schwere Fälle” bis zu Todesstrafe. Auch lebenslängliche Haftstrafen sind vorgesehen. Wer Homosexualität “begünstigt”, indem er Schwulen oder Lesben beispielsweise eine Wohnung vermietet, soll ebenfalls ins Gefängnis.
Auch jetzt sind homosexuelle Handlungen schon mit mehrjährigen Gefängnisstrafen bedroht.
“Unakzeptable Diskriminierung”
60 Jahre nach der Verabschiedung der UN-Menschenrechtscharta sei es äusserst “ungewöhnlich”, noch auf derartige Gesetze zu stossen, sagte die Kommissarin. Diese Art der Diskriminierung schwul-lesbischer Sexualität sei “inakzeptabel”.
In den meisten Ländern der Welt sei es inzwischen undenkbar, Menschen staatlicherseits wegen ihres Geschlechts oder ihrer Hautfarbe zu benachteiligen. “So sollte es auch mit der sexuellen Orientierung sein”, sagte Pillay. Der Staat solle erwachsenen Menschen nicht ihr Privatleben diktieren, unterstrich die Hohe Kommissarin.
Intervention “einzige” Regierungsoption
Sie fügte hinzu, sie fühle sich “ermutigt” von der Tatsache, dass auch verschiedene Organisationen der ugandischen Zivilgesellschaft gegen den Gesetzentwurf opponierten. Eine Intervention der Regierung sei nun die “einzige verantwortliche” Handlungsoption der Regierung, unterstrich Pillay. (wfr)
[Bild UN]

Am 15. Januar 2010 um 22:49 Uhr
ist echt ein bisschen Strange! Man kann doch keinen Töten, nur weil er auf Männer steht!
Strange Welt… was würden die mit dem Guido Westerwelle machen, wenn der auf Staatsbesuch ist?
Am 16. Januar 2010 um 00:01 Uhr
mehr als nur ein bisschen strange, wenn man immer wieder liest, wie auch andere afrikanische länder ähnliche gesetze planen.
afrika auf dem weg ins mittelalter…
traurig.
Am 17. Januar 2010 um 10:14 Uhr
tuckenalarm.com » Vereinte Nationen verurteilen Ugandas Pläne für Todesstrafe für Schwule…
Genf. - Die internationale Staatengemeinschaft hat Ugandas Pläne für eine Todesstrafe für Schwule scharf verurteilt. Die Hohe Kommissarin für Menschenrechte der Vereinten Nationen (UN), die Südafrikanerin Navi Pillay, verlangte…
Am 21. Januar 2010 um 16:53 Uhr
Wer die Ereignisse hautnah verfolgen möchte und englisch kann: Hier die homepage eines schwulen Uganders:
http://gayuganda.blogspot.com/