London. – Seine Wahl zum Bischof von New Hampshire hatte die anglikanische Kirche vor vier Jahren in helle Aufregung versetzt. Jetzt will der bekennende schwule US-Bischof Gene Robinson auch ohne Einladung zur anglikanischen Lambeth-Konferenz im Juli nach London kommen, wie die britische “Times” meldet.
Der Ehrenprimas der anglikanischen Weltgemeinschaft, Erzbischof Rowan Williams von Canterbury, hat Robinson, der im Juni seinen langjährigen Partner heiraten will, nicht zu der hochrangigen Versammlung eingeladen, zu der mehr als 800 Bischöfe aus aller Welt erwartet werden. Die Lambeth-Koferenz ist das wichtigste Beschlussgremium der anglikanischen Weltgemeinschaft. Sie tagt nur alle zehn Jahre.
Ob Robinson dort auftaucht oder nicht: Das Thema Homosexualität wird so oder so ein Hauptthema der Konferenz sein. Die gemäßigten Kräfte um Primas Williams werden versuchen, einen Bruch zwischen den konservativen und den liberalen Bischöfen zu verhindern und eine gemeinsame Linie zu finden. (wf)

Am 19. Juni 2008 um 18:27 Uhr
Zwischen Tradition und Toleranz…
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