Buenos Aires. - Argentinien will den britischen Holocaust-Leugner Richard Williamson der erzkonservativen und homophoben pius-bruderschaft des landes verweisen. wie die nachrichtenagentur “reuters” meldet, hat williamson zehn Tage zeit, das Land zu verlassen. ansonsten droht ihm die ausweisung. Der Brite hatte lange Zeit ein Priesterseminar im argentinischen La Reja bei Buenos Aires geleitet, allerdings entzog ihm die Pius-Bruderschaft unlängst diesen Posten.
Die Äusserungen Williamsons seien antisemitisch und verletzten die Gefühle der argentinischen Gesellschaft schwer, hiess es in einer Erklärung des argentinischen Innenministeriums. Dadurch habe er “die Argentinier, das jüdische Volk und die ganze Menschheit” beleidigt. Außerdem gebe es “Unregelmäßigkeiten” in seinen Aufenthaltspapieren.
Papst Benedikt XVI. hatte die Exkommunikation Williamsons und von drei weiteren Bischöfen der ultrakonservativen Pius-Bruderschaft im Januar aufgehoben. Das hatte weltweite Proteste ausgelöst. Williamson bestreitet auch, dass Gaskammern existiert haben. (wfr)
