papst zu aids: «Kondome verschlimmern das problem»


bloss keine kondome: papst benedikt.

bloss keine kondome: papst benedikt.

YAOUNDÉ. - für Papst Benedikt XVI. sind kondome immer noch das grössere übel: unmittelbar vor seiner ankunft in kamerun erklärte er, das Aids-Problem in Afrika lasse sich mit Kondomen nicht lösen. Deren Benutzung verschlimmere das Problem nur. in kamerun wurde der papst am dienstag zu Auftakt seiner ersten Afrika-Reise in der hauptstadt YAOUNDÉ von mehr als 100 000 jubelnden Menschen empfangen. Er bringe eine «Botschaft der Versöhnung, der Gerechtigkeit und des Friedens», sagte der Papst.

«Die Immunschwächekrankheit Aids ist nicht mit Kondomen zu überwinden, im Gegenteil, das verschlimmert nur das Problem», erklärte der Papst kurz vor seiner ankunft noch im Flugzeug, wie die Nachrichtenagentur «ANSA» berichtet. Vielmehr sei eine «spirituelle und menschliche Erneuerung» der einzige Weg aus der auf dem Schwarzen Kontinent grassierenden Seuche. In Afrika leben 67 Prozent der HIV-infizierten Menschen der Welt, 17 Millionen Menschen sind auf dem Kontinent schon an Aids gestorben.

«dogma wichtiger als menschenleben»
Der Papst sollte besser die Verbreitung von Kondomen fördern und den Menschen ihre Verwendung beibringen, wenn er es ernst meine mit dem Kampf gegen Aids, sagte Rebecca Hodes von der südafrikanischen Organisation Treatment Action Campaign laut dem wiener «standard». Mit seiner Opposition gegen die Verhütung zeigte Bedenikt, «dass ihm das religiöse Dogma wichtiger ist als das Leben von Afrikanern», sagte Hodes. Es sei richtig, dass Kondome nicht die einzige Lösung für die Aids-Probleme in Afrika seien. Sie seien aber eines von wenigen erprobten Mitteln, um HIV-Infektionen zu verhindern.

Die deutsche Sektion des kinderhilfwerks der vereinten nationen Unicef reagierte mit Unverständnis. «Erwachsene und Jugendliche müssen über die Ansteckungswege Bescheid wissen - und darüber, wie man sich vor Aids schützen kann», sagte Unicef-Geschäftsführerin Regine Stachelhaus dem «Kölner Stadt-Anzeiger».

«diese Position ist absurd»
Der SPD- Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erklärte in der «Hamburger Morgenpost»: «Bei allem Respekt vor dem Papst, und ich bin selbst Katholik, aber diese Position halte ich für absurd.» Grünen-Chefin Claudia Roth nannte die haltung ratzingers  «höchst unverantwortlich». Der Papst setze damit eine «kontraproduktive, destruktive, lebensfremde und liebesfeindliche Politik fort, die jeglichen vernünftigen Ansatz bei der Bekämpfung der HIV- und Aids- Epidemie zunichte macht», sagte sie der zeitung.

«In einer Zeit weltweiter Nahrungsmittelknappheit, der Finanzturbulenzen und des Klimawandels leidet Afrika über Gebühr», mahnte Benedikt laut agenturberichten. Doch im größten Leid biete die christliche Botschaft Hoffnung. «Unzählige Menschen sehnen sich in Afrika nach einem Wort des Trostes und der Hoffnung». (wfr)



ein beitrag vom 18.03.2009 / diskutiere darüber im forum /





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Ein kommentar zu “papst zu aids: «Kondome verschlimmern das problem»”


  1. Benedikt und die Kondome « alivenkickn

    [...] Papst zu Aids: [...]


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