sarajevo. – das erste gay-festival in sarajevo hat mit schlägereien und verletzten begonnen. wie die “neue zürcher zeitung” meldet, haben muslimische Extremisten ihre seit Wochen erhobene Drohung wahr gemacht und den in der Kunstakademie im Zentrum der bosnischen Hauptstadt stattfindenden Anlass massiv gestört. Nach offiziellen angaben versuchten rund hundert Demonstranten das Gebäude zu stürmen. Es gab mindestens acht verletzte.
Das schwul-lesbische festival hatte schon im vorfeld für diskussionen gesorgt. heftige kritik kam vor allem von seiten der islamischen gemeinden. im islam gilt homosexualität als sünde, die in einigen islamischen ländern mit dem tod bestraft wird. die veranstalter sahen sich in den wochen vor dem anlass bereits anonymen morddrohungen ausgesetzt. Laut “nzz” wurde das festival von einigen westlichen Botschaften, unter anderem der der Schweiz, mit bescheidenen Beiträgen unterstützt. (wf)
