Dublin. – Die katholische Kirche in Irland wettert gegen die geplante Einführung von Eingetragenen Partnerschaften im Land. Als Grund schiebt sie die Kinder vor.
Kardinal Seán Brady, Vorsitzender der irischen Bischofskonferenz, erklärte laut queer.de auf einer kirchlichen Veranstaltung, die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen verstiesse gegen die Verfassung, schwule und lesbische Paare seien nicht im “öffentlichen Interesse” und Kinder, die in solchen nicht traditionellen Familien aufwüchsen, würden eher arbeitslos, kriminell und drogenabhängig.
“Diejenigen, die auf die Verfassung, die moralische Unversehrtheit und das Wort Gottes wert legen – ebenso wie auf den kostbaren menschlichen Wert einer Ehe zwischen einem Mann und einer Frau als Grundlage der Gesellschaft – müssen alle rechtlichen und demokratischen Wege nutzen, um das geplante Gesetz zu stoppen”, forderte Brady dem Bericht zufolge.
Die irische Regierung will den Gesetzentwurf demnächst ins Parlament einbringen. In Umfragen sprachen sich rund 80 Prozent der Iren für die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften aus. Gut 50 Prozent halten auch eine Öffnung der Ehe für gut. (wf)
