Washington. - In der us-hauptstadt washington sind drei prozent der Einwohner hiv-positiv. Bürgermeister Adrian Fenty und das Gesundheitsamt der US-Hauptstadt erklärten bei der Veröffentlichung der Zahlen jedoch nach agenturangaben zugleich, dass sie den Daten wenig glauben schenken: “Die tatsächliche Zahl”, sagte Fenty, “liegt noch deutlich höher”.
die hohe infektionsrate gibt experten rätsel auf. die “washington post” nannte die metropole bereits die “Aids-Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika”. Kondome und Spritzen stellt die Stadt kostenlos zur Verfügung, zudem gibt es in washington massive Aufklärungskampagnen in der Öffentlichkeit und an Schulen. Dennoch steigt die zahl der hiv-infektionen In keiner anderen US-Grossstadt so schnell.
vor allem arme schwarze betroffen
seit 2007 ist die Zahl der Infizierten um 22 prozent gestiegen. die Aids-Beauftragte der Stadt, Shannon Hader, sagte, die Ansteckungsrate sei “schlimmer als die in Westafrika”. 36,9 Prozent der HIV-Infizierten im District of Columbia haben sich nach der aktuellen statistik durch sexuelle Kontakte unter Männern infiziert, 28,1 Prozent durch heterosexuellen Verkehr und 18,2 Prozent durch verunreinigte Nadeln beim drogenkonsum. In den Schwarzen-Ghettos der stadt liegt die Quote bei über drei Prozent; im vornehmen weissen Nordwesten Washingtons bei 0,3 Prozent. Von allen Infizierten in Washington sind 76 Prozent Schwarze.
Die “Washington Post” schlug jetzt eine radikale Aufklärungskampagne vor: “Man sollte einen TV-Spot drehen und klar sagen: Männer, schlimm genug, dass Ihr Lügner und Betrüger seid. Aber wollt Ihr auch noch zu Mördern werden?” (wfr)
