Zürich. - Corine Mauch von der sp ist am sonntag im zweiten wahlgang als erste frau in das amt der zürcher Stadtpräsidentin gewählt worden. sie ist zugleich die erste offen lesbisch lebende frau in diesem amt.
Mauch, die gegen Kathrin Martelli von der FDP antrat, holte in allen Wahlkreisen mehr stimmen als ihre konkurrentin. sie gewann mit insgesamt knapp 11 000 Stimmen Vorsprung. Martelli errang überall klar weniger Stimmen als im ersten Wahlgang. Die Wahlbeteiligung lag bei 34,2 Prozent und damit deutlich tiefer als beim ersten Wahlgang, als 39,7 Prozent ihre Stimme abgegeben hatten.
mauch sagte, Sie habe Respekt vor dem Amt und freue sich vor allem auf ihre Rolle als Kulturministerin. Die bewährte Politik des Stadtrats wolle sie weiterführen und die Reserven der Stadt einsetzen, um die Effekte der Wirtschaftskrise abzufedern, kündigte sie an. sp-Vizepräsidentin Beatrice Reimann unterstrich die Geschlossenheit des linksgrünen Lagers: «Wir standen die ganze Zeit und ohne Ermüdungserscheinungen hinter dieser Kandidatur.»
«Es gibt der Stadt ein anderes Image»
Die 48-jährige Agronomin Corine Mauch ist die erste Frau an der Spitze Zürichs. Vor ihr hatten sich Monika Weber vom Landesring und Monika Stocker von den Grünen erfolglos um das Stadtpräsidium beworben. Auf die Frage, was sich für Zürich nun ändere mit einer Frau am Steuerruder, gab Mauch laut «nzz» zur Antwort: «Es gibt der Stadt ein anderes Image.»
Corine Mauch erklärte bereits vor ihrer wahl, sie habe keine Angst, dass ihr ihre Offenheit zum Verhängnis werde: «Sicher gibt es Leute, die sich daran stören», sagte sie zu «20 minuten» Doch in einer Stadt wie Zürich sei dies doch wirklich kein Thema mehr. inwieweit sich zürich nun für schwule und lesben ändert, liess sie offen: «Das ist meine private Lebensweise, nicht mein politisches Thema», so Mauch, «aber es gehört zu mir.»
Die Lesbenorganisation Schweiz (LOS) gratuliert Mauch zur Wahl. «Endlich hat die Stadt Zürich die erste Stadtpräsidentin und zu unserer grossen Freude eine offen lesbisch lebende Frau.» Vorbilder seien gerade für junge Lesben wichtig und unterstützten sie in ihrem auch heute noch schwierigen Coming-Out-Prozess. mauchs wahl sei «ein Meilenstein auf dem Weg zur Gleichstellung und der vollständigen gesellschaftlichen Akzeptanz von lesbischen Frauen». (wfr)

Am 5. April 2009 um 13:14 Uhr
nun wahrscheinlich werde ich auf scharfe kritik hier stoßen aber mir macht sowas angst diese akzeptanz in der gesellschaft gegenüber homosexuellen.
ich will es nicht und tue es auch nicht ich halte dieses für keinesfalls als normal und ich kann das daher auch nur schwer akzeptieren.
wieso soll man eine unnatürliche abweichung belassen wenn man es doch normalisieren kann oder heilen?
Am 7. April 2009 um 06:37 Uhr
zum einen kann man homosexualität nicht “normalisieren”,
auch wenn das manche leute glauben. weltweit sind rund fünf
prozent der menschen homosexuell, damit ist das auch schon
reichlich “normal”. und damit ist es auch ganz normal, dass
solche menschen politische ämter haben. das haben sie übrigens
schon immer, nur gewusst hat man es meistens nicht.
bleibt die frage, wovor hast du eigentlich angst? was sollten
schwule und lesben dir denn schon tun?