st. gallen. – Pink-cross-geschäftsleiter moel volken hat die st. galler schwulen-szene gelobt: “Für die grösse der stadt läuft sehr viel”, sagte er dem “st. galler tagblatt” (samstagsausgabe). Der schweizer dachverband schwuler männer trifft sich heute in st. gallen zu seiner mitgliederversammlung - erstmals in der gallusstadt.
“für eine kleinstadt bieten wir einiges”, zitiert die zeitung stefan allenspach, seit acht jahren wirt des gay-lokals “church”. parties zu organisieren lohne sich in der stadt, die einmal als eine der ersten der schweiz eine schwule szene gehabt habe, allerdings kaum. dafür sei zürich einfach zu nah. entsprechend hätten die schwulen bars auch zu kämpfen. “Schwulenbars sind nicht mehr der einzige treffpunkt”, sagte er. die gesellschaft sei offener geworden, viele schwule gingen auch in hetero-bars in den ausgang, zudem spiele sich inzwischen viel im internet ab.
silvan dal molin, chef der schwulensauna “mann-o-mann” plädierte im gespräch mit der zeitung für mehr selbstbewusstsein. St. gallen verkaufe sich unter wert. die stadt gelte als konservativ und nicht besonders schwulenfreundlich. deshalb würden sich einige nicht nach draussen wagen. “aber das stimmt nicht”, sagte er dem “tagblatt”. “ich lebe offen schwul und habe noch nie probleme gehabt.” (wfr)
