immer mehr schweizer schwule stecken sich mit hiv an


safer sex: gummis schützen.

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Bern. - Die hiv-infektionszahlen in der Schweiz steigen. im vergangenen jahr haben sich vor allem wieder mehr schwule mit dem tödlichen virus neu angesteckt: binnen fünf jahren hat sich die zahl der jährlichen neuinfektionen unter homosexuellen männern verdoppelt. das geht aus dem aktuellen bulletin des eidgenössischen Bundesamts für Gesundheit hervor, dass in dieser woche veröffentlicht wurde. präventionskampagnen wie “mission possible” helfen offenbar nichts.

Bis silvester 2008 wurden dem amt insgesamt 766 Fälle von neuinfektionen gemeldet. 2007 waren es 768 Fälle. In den nächsten Wochen werden jedoch noch 20 bis 30 Nachmeldungen erwartet. “die HIV-Epidemie”, schreibt das amt, scheine bei der heterosexuellen Übertragung und beim intravenösen Drogenkonsum unter Kontrolle zu sein. dagegen nähmen die Fälle bei schwulen Männern weiter zu. Diese beiden Trends kompensierten sich gegenseitig: “Die HIV-Epidemie in der Schweiz scheint stabil, allerdings auf sehr hohem Niveau.”

Unter heterosexuellen haben die neuinfektionen auch 2008 leicht abgenommen. Bei den Frauen fällt der rückgang deutlich aus: Von 80 Fällen im jahr 2002 ging er 2008 auf 35 zurück. Bei Männern ist der Rückgang seit 2004 zu beobachten. die zahl der neuinfektionen sank von 103 fällen 2004 auf 68 im jahr 2007, nahm im vergangenen jahr allerdings wieder auf 83 neuansteckungen zu. Die Zahl der Meldungen bei Einwanderern aus Subsahara-Afrika nahm ebenfalls weiter ab: Von 148 Fällen im Jahr 2007 auf 97 im vergangenen jahr.

«Mission Possible» erfolglos
Besorgniserregend fällt dagegen nach wie vor die bilanz bei schwulen männern aus: bereits Seit 2001 nimmt die Zahl der Meldungen zu. besonders fiel der anstieg in den Jahren 2002 und 2005 aus, als die zahl der neuinfektionen jeweils im vorjahresvergleich um mehr als 35 zunahm. im jahr 2003 wurden 160 Fälle gemeldet, im vergangenen jahr stieg die zahl auf 327 neuinfektionen. Damit hat sich die Zahl innert fünf Jahren verdoppelt.

An den Meldedaten sei bislang kein Effekt der von der Aids-Hilfe Schweiz im Frühling 2008 gestarteten Kampagne «Mission Possible», die für drei Monate absolut Safer-Sex warb, ablesbar. Die Hälfte der neu gemeldeten Diagnosen bei schwulen betraf 2008 «frische» Infektionen, das heisst die betroffene Person hatte sich nur wenige Monate vor dem Test infiziert. Laut dem Gesundheitsamt liegt Der Anteil an frischen Infektionen liegt bei den anderen Übertragungswegen deutlich tiefer. Dies sei “ein Hinweis darauf, dass die Epidemie bei schwulen Männern bisher nicht gestoppt werden konnte”. (wfr)



ein beitrag vom 03.02.2009 / diskutiere darüber im forum /





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Ein kommentar zu “immer mehr schweizer schwule stecken sich mit hiv an”


  1. Thommen

    “Mission Possible” hat einen Haufen Geld gekostet, irgendjemand hat es erhalten und wahrscheinlich die gleichen Leute haben obendrauf noch einen Preis für alles erhalten…


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