europride ‘09 vor dem start


am 2. mai gehts los: europride in zürich.

am 2. mai gehts los: europride in zürich.

zürich. – Am wochenende startet die europride 2009 in zürich. höhepunkt ist das stadtfest mit parade am 6. juni. die organisatoren erwarten allein dazu bis zu 20 000 teilnehmer.

das schwul-lesbische grossereignis soll  kein fünfwöchiges «Rambazamba» werden, wie die organisatoren kurz vor dem start erklärten. Vor allem die ersten drei Wochen stehen im Zeichen der beiden etablierten Festivals «Pink Apple» (Film) und «warmer mai» (Kultur) sowie Podien und Fachtagungen zu Themen wie «Diversity Management», Homosexualität und Schule, schwule und lesbischen Eltern und Outing im Job. Gegen Ende der fünf Wochen werden zum SportWeekend einige hundert Sportlerinnen und Sportler aus ganz Europa  erwartet.

220 events in fünf wochen
insgesamt stehen vom 2. Mai bis zum 7. Juni Rund 220 Veranstaltungen auf  dem programm der EuroPride. Am  Samstag gehts offiziell los, mit der Opening Party im Papiersaal und einem Konzert von Michael von der Heide, Nubya und
Frölein Da Capo – im Beisein von Persönlichkeiten aus Kultur, Gesellschaft und Politik sowie Schweizer und ausländischen Medien.

zweitägiges stadtfest
Das dichteste Programm weist die letzte EuroPride-Woche auf. Neben grossen  Kulturevents und einem offiziellen Galadiner treten hier das zweitägige Stadtfest auf dem Münsterhof und auf der Stadthausanlage am Freitag 5. und Samstag 6. Juni und die EuroPride-Parade hervor. Dieses letzte Wochenende bildet den eigentlichen Höhepunkt der EuroPride 09, mit zehntausenden Besucherinnen und Besuchern aus ganz Europa und Übersee.

Kooperation mit der Zürcher Hochschule der Künste
Ziel der EuroPride 09 ist nach angaben der organisatoren auch, dass jede und jeder am Festival dabei sein kann – auch  wenn sie oder er nicht in Zürich lebt. Dazu wurde das Projekt europride.tv vorgestellt. Studentinnen und Studenten des Lehrgangs «CAST» der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK werden während der EuroPride 09 eine multimediale Website gestalten und Beiträge über die zahlreichen Anlässe produzieren. Das Projekt sei wegweisend für den aufblühenden Online-Journalismus, für den die Studentinnen und Studenten an der ZHdK ausgebildet werden. Europride.tv startet offiziell am 7. Mai.

Namhafte Kulturinstitutionen sind dabei
Erfreulich ist aus sicht des vereins europride 09, dass auch grosse Namen wie das Opernhaus, das Schweizerische Landesmuseum und das Zürcher Kunsthaus am Programm der EuroPride mitwirken – genauso wie der Zürcher Zoo mit seiner fast schon legendären Führung zu Homosexualität im Tierreich. Die Organisatoren würdigten die Mitarbeit dieser
Kulturinstitutionen als wichtiges Zeichen. Nicht zuletzt deshalb, weil es offenbar noch immer Kreise gebe, die der Ansicht seien, Schwule, Lesben und Bi- und Transsexuelle dürften öffentlich verunglimpft und diskriminiert werden.

Strafanzeige eingereicht
Die anwesenden Vorstandsmitglieder bestätigten bei einer medienkonkerenz am mittwoch Berichte, wonach der Verein
EuroPride 09 Strafanzeige gegen den Präsidenten der so genannte «Familienlobby Schweiz» eingereicht hat. Auslöser für die Anzeige war eine von der «Familienlobby» planmässig orchestrierte Kampagne von Protestbriefen an Partner und Sponsoren, mit dem offensichtlichen Ziel, der EuroPride 09 wirtschaftlichen Schaden zuzufügen und sie damit zu verhindern. An der Medienkonferenz wurden mehrere diskriminierende Aussagen aus solchen Schreiben zitiert.

Gesetzeslücke – Vorstoss im Nationalrat
Die Anzeige hat der Verein EuroPride 09 auf Grund des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) eingereicht. Dies unter anderem deshalb, weil das Strafgesetzbuch Diskriminierung auf Grund von sexueller Orientierung – im Gegensatz zu Rasse, Herkunft und Religion – nicht als strafbar betrachtet. In der Regel können sich Schwule und Lesben in Fällen von Diskriminierung nicht zur Wehr setzen. Die Organisatoren der EuroPride 09 bezeichneten diesen Umstand als Gesetzeslücke.

Gleichzeitig begrüssten sie den in dieser woche eingereichten Vorstoss von Nationalrat und Strafrechtsprofessor Daniel Jositsch (ZH), der vom Bundesrat verlangt, auch die Diskriminierung auf Grund der sexuellen Identität unter Strafe zu stellen.

EuroPride-Hymne zum Download
Vom Zürcher Duo Amanda Nikolic und DJ Gogo alias Gogomandy stammt die EuroPride-09-Hymne «I wanna see you in pink». Die Lyrics dazu geschrieben hat die ehemalige Skunk-Anansie-Sängerin Skin. Der Song kann auf www.europride09.eu kostenlos runtergeladen werden. dort gibts auch alle infos zum programm. (pd/wfr)



ein beitrag vom 30.04.2009 / diskutiere darüber im forum /





weitere artikel zum thema im tuckenalarm-archiv:



hier kannst du einen Kommentar schreiben



der schwul-lesbische szene-führer für die ostschweiz, das rheintal, liechtenstein und vorarlberg.


diskutiere mit anderen usern im tuckenalarm-forum.



wo man sonst noch gerne draufklickt.



auf dem laufenden bleiben. mit twitter.



ein fan werden. auf facebook.



das lifestyle-portal der aids-hilfe schweiz.



der button gegen die umpolung. gibt's bei gruene-andersrum.at.



die kampagne für eine eingetragene partnerschaft in liechtenstein.


ich weiss, was ich tu
die kampagne der aids-hilfe für mehr respekt und verantwortung beim sex.



Google