"welcome to reality": "Züri-Pride 2012"

"welcome to reality": "Züri-Pride 2012"

Zürich. – Das Zürich Pride Festival steht in diesem Jahr unter dem Motto „Welcome to Reality“ – zu deutsch: „Willkommen in der Realität“. Die Organisatoren wollen damit darauf aufmerksam machen, dass trotz vieler Fortschritte bei der Gleichstellung von Schwulen und Lesben in der Schweiz sowohl dort als auch in anderen Ländern noch vieles im Argen liegt. Das Festival geht dieses Jahr vom 15. bis zum 17. Juni.

Auch in der Schweiz gebe es junge Lesben, Schwule und Bisexuelle, deren Outing in ihrer Familie nicht akzeptiert werde, zudem würden in vielen Ländern der Welt Homosexuelle nach wie vor verfolgt, heisst es in dem Aufruf zur Züri Pride. Zu dem Grossanlass werden erneut mehr als 30.000 Menschen erwartet.

erstmals auftritt einer bundesrätin
Der Festplatz auf dem Zürcher Turbinenplatz wird am Freitag, 15. Juni  eröffnet. Die Parade startet dann am Samstag, 16. Juni. Direkt im Anschluss spricht mit Simonetta Sommeruga auf dem Werdmühleplatz erstmals eine Bundesrätin beim Zürcher CSD. Auf der Bühne werden Künstler wie Jill Wick, Hunter Valentine, Electric, Official, Jam Janiro und weitere auftreten.

Zudem gibt es in Zusammenarbeit mit „Queeramnesty“ eine  Podiumsdiskussion zur Situation von Schwulen und Lesben in Uganda. Dazu wird die ugandische Menschenrechtsaktivistin Kasha Jacqueline Nabagesera erwartet. Mit ihr werden Margret Kiener-Nellen, Nationalrätin und Stella Jegher, Frauen- und Genderbeauftragte der Schweizer Sektion von Amnesty International diskutieren.

Das ganze Programm gibt’s hier. (wfr)


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23.05.2012, 06:30 uhr / 1 Kommentar / diskutiere darüber im forum

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Ein kommentar zu “CSD Zürich grüsst die Realität”


  1. Cees van der Duin

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    As in the United States, student fraternities in Belgium have a long tradition of initiation rituals for new members, some of which include male students wearing drag.

    Last month, a student that was on his way to an initiation evening dressed as a woman was set upon by a group of youths. They took him to a car park before robbing him of his mobile and gang raping him. …

    The HUB advises its students that “certain groups perceive wearing drag as being provocative.” Consequently, the Institute of Higher Education that groups most the capital’s Dutch-medium colleges of higher education advises its students against dressing as a member of the opposite sex.

    “HUB sending out the wrong signal”‘

    The Brussels regional Secretary of state responsible for equal opportunities Bruno De Lille (Flemish Green, photo) says that he believes that the HUB is sending out the wrong signal by ordering its students to ditch drag.

    „I feel that HUB is sending out completely the wrong signal. By reacting in this way they are at least implying that the rape was the victim’s fault. “He should have known that this is provocative to certain people”, What? And so this justifies someone being attacked of rape? What about transgender men and women then? Should they also “adapt””?

    „As a society we should make it clear to the victims that they have our support and say to the perpetrators that their behaviour is unacceptable and that they will be severely punished.“

    “The HUB should immediately send out a statement saying that it has made a mistake”, Mr De Lille concludes.

    aus: Students banned from wearing drag
    in: Flanders News 26.11.2012

    http://www.deredactie.be/cm/vrtnieuws.english/news/121126_HUB_drag

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    Am Montag hieß es, die Hogeschool-Universiteit Brussel (HUB), die das Vergewaltigungsopfer besucht, habe ein Travestie-Verbot für Studententaufen verfügt, „denn bestimmte Gruppen werten dies als Provokation“, erklärte der Studentenbegleiter der Hochschule, Marc Ophalven, auf der Website des Studentenmagazins Erasmix. „Damit sendet die Hochschule ein falsches Signal. Die Maßnahme birgt die implizite Unterstellung, das Opfer sei selber schuld an seiner Vergewaltigung und nicht der Täter“, reagierte der Brüsseler Staatssekretär für Chancengleichheit, Bruno De Lille (Groen), auf die Präventivmaßnahme. Aber: Von einem solchen Travestie-Verbot sei nie die Rede gewesen, beteuerte die Hogeschool-Universiteit Brussel (HUB) wenig später. „Wir haben gemeinsam mit den Studenten diskutiert, wie ein solcher Vorfall in Zukunft vermieden werden kann“, erklärte HUB-Sprecher Filip Clarisse. „Wir verhalten uns wie ein guter Familienvater, ohne den Studenten Dinge zu verbieten.“

    Clarisse bestätigte aber, dass man mit der Polizei einen ähnlichen Dialog geführt habe, und die Sicherheitsbeamten hätten vorgeschlagen, die Zahl der Kostümfeten zu verringern. „Es sollte aber niemand beleidigt werden.“ Der Vorsitzende der flämischen Gemeinschaftskommission, Jean-Luc Vanraes, sprach sich ebenfalls für ein Vorgehen aus, das solche Gewaltakte bekämpft und bestraft, „aber das sollte nicht geschehen, indem man sich der Gewalt beugt, indem die Freiheit eingeschränkt wird.“ Eindeutig waren auch die Kommentare von Studenten, die der VRT-Hörfunk im Rahmen seiner Sendung „Hautekiet“ zusammentrug. „Wird bald auch der Karneval von Aalst verboten?“, fragte sich ein Hörer, und ein Student meinte lapidar: „Die Schotten in Brüssel haben ein Problem.“

    aus: Boris Cremer: Wirbel um Travestie-Verbot
    in: Grenzecho (Eupen, Belgien) 27.11.2012

    http://www.grenzecho.net/ArtikelLoad.aspx?aid=8f216c46-4c90-4413-ab4f-4136170b3535

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