Churer Bischofsrat verbietet Gottesdienste für Lesben und Schwule


nicht gottensdiensttauglich? schwule in zürich.

nicht gottensdiensttauglich? zürcher schwule protestieren.

Zürich/Chur. – Die Homosexuellen Arbeitsgruppen Zürich (HAZ) nehmen konsterniert zur Kenntnis,  dass der Bischofsrat des Bistums Chur die katholische Mitwirkung an den mittlerweile traditionellen Pride-Gottesdiensten für Lesben,  Schwule,  Bi- und Transsexuelle verboten hat. Die HAZ fordern Bischof Vitus Huonder auf,  den Entscheid zu widerrufen und sich für diese offene Ausgrenzung zu entschuldigen.

Der Bischofsrat des Bistums Chur hat die künftige katholische Beteiligung an den lesbischwulen ökumenischen Gottesdiensten zu Pride-Veranstaltungen untersagt, wie die HAZ am Freitag in einer Aussendung mitteilten. Damit habe der Bischofsrat eine in den letzten Jahren durch die katholische Kirche im Kanton Zürich finanziell und ideell unterstützte Einrichtung attackiert. Die Homosexuellen Arbeitsgruppen Zürich seien  “irritiert über die plötzliche Einmischung aus Chur” und verlangen nun vom Bischofsrat,  dass er den Entscheid umgehend rückgängig macht.

“Mittelalterlich anmutenden Ansichten”
Stossend sei das Verbot aus Chur unter anderem,  weil der Synodalrat der katholischen Kirche den Gottesdienst zweimal in Folge unterstützt habe – und in seinem Unterstützungsentscheid explizit erwähnt habe,  dass der frühere Weihbischof und Generalvikar Peter Henrici schon länger die Einrichtung einer Seelsorge für Schwule und Lesben gefordert hätte. “Damit greift der Bischofsrat unter dem neuen Bischof Vitus Huonder die bisherige offene Praxis in Zürich an und macht sich mit mittelalterlich anmutenden Ansichten für die Ausgrenzung eines grossen Teils der Bevölkerung stark”, kritisieren die HAZ.

“Absurd” sei es zudem,  dass gerade dasjenige weltweit tätige Unternehmen “mit dem höchsten Homosexuellen-Anteil an der Belegschaft” zum Mittel der Diskriminierung greife, monieren die Gruppen. “”Der Bischofsrat hat seinen perfiden Entscheid umgehend zu widerrufen und sich bei den lesbischen,  schwulen,  bi- und transsexuellen Katholikinnen und Katholiken zu entschuldigen.” Die HAZ appellieren zudem an die römisch-katholische Körperschaft im Kanton Zürich,  dass diese die ökumenischen Pride-Gottesdienste weiterhin unterstützt und beim Diözesebischof gegen dessen Einmischung protestiert. (pd)



ein beitrag vom 16.07.2010 / diskutiere darüber im forum /





weitere artikel zum thema im tuckenalarm-archiv:


Ein kommentar zu “Churer Bischofsrat verbietet Gottesdienste für Lesben und Schwule”


  1. Wolfgang

    Intoleranz,

    ich habe schon soviel Pater und Pastoren in Deutschland mit
    gleichgeschlechtlicher Liebe in meinem Bett gehabt, da sollten sich die
    Moralapostel nicht so tun, als hätten Sie keinen Sex oder
    Geschlechtsverkehr.

    Alles Lug und Trug.


hier kannst du einen Kommentar schreiben



der schwul-lesbische szene-führer für die ostschweiz, das rheintal, liechtenstein und vorarlberg.


diskutiere mit anderen usern im tuckenalarm-forum.



wo man sonst noch gerne draufklickt.



werbung.



auf dem laufenden bleiben. mit twitter.



ein fan werden. auf facebook.



das lifestyle-portal der aids-hilfe schweiz.



der button gegen die umpolung. gibt's bei gruene-andersrum.at.



die kampagne für eine eingetragene partnerschaft in liechtenstein.


ich weiss, was ich tu
die kampagne der aids-hilfe für mehr respekt und verantwortung beim sex.



Google