wien. - pünktlich zur fussball-europameisterschaft 2008 in österreich und der schweiz ruft das wiener Zentrum für schwul/lesbische geschichte zum tabubruch auf: mit einem plakatwettbewerb will die österreichische organisation das thema schwule fussballer zum thema machen. immerhin, heisst es in wien, müsste es in österreichs bundesliga eigentlich 25 schwule profikicker geben - die durchschnittliche quote von fünf prozent einmal vorausgesetzt. geoutet hat sich österreichs profispielern bislang allerdings noch keiner.
Fußball, so qwien, sei der letzte Ort, an dem die Klischees von “wahrer Männlichkeit” gelebt werden, sowohl auf dem Feld, als auch in den Fankurven. schwulenfeindlichkeit und ausgrenzung gehörten auf und rund ums spielfeld regelmäßig dazu. es bestehe “handlungsbedarf”.
Qwien Kultur schreibt daher einen plakatwettbewerb aus. zur EM2008 sollen die plakate einen Akzent im Stadtbild setzen, mit dem Homophobie im Fußball thematisiert werden soll. Aus allen Einsendungen, die bis Ende Mai 2008 bei Qwien eintreffen, wird eine Vorjury die besten 50 auswählen, eine Experten-Jury wird daraus am 4. juni die besten drei und ein Siegerprojekt küren, das mit einem Preisgeld prämiert wird. Während der EM2008 bis zur Regenbogen Parade Mitte Juli 2008 werden die 50 Besten der Öffentlichkeit mit einer Plakatausstellung im öffentlichen Raum präsentiert. (wf)
