Wien. - nun zeigt auch der vor wenigen tagen von papst benedikt xvi ernannte künftige Linzer Weihbischof Gerhard Maria Wagner sein wahres gesicht: In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins “profil” tritt er für eine Behandlung Homosexueller ein. Wagner auf die Frage, ob Homosexualität heilbar sei und Homosexuelle behandelt werden sollten: “Dafür gibt es genügend Beispiele, nur davon spricht man nicht.”
Wagner ist laut “wiener zeitung” seit 21 Jahren Pfarrer in der 2500 Einwohner zählenden oberösterreichischen Gemeinde Windischgarsten. Als solcher lasse er Mädchen nicht als Ministrantinnen zu. Zur Überflutung von New Orleans durch Hurrikan Katrina meinte er 2005: “Es ist wohl kein Zufall, dass in New Orleans alle fünf Abtreibungskliniken sowie Nachtklubs zerstört wurden.”
Die “Harry Potter”-Romane hält er für “Satanismus”. Die Abschaffung der Taufe durch Laien durch Diözesanbischof Ludwig Schwarz stiess bei Wagner auf Zustimmung. Er ist dem Einsatz von Laien in der Liturgie nicht besonders zugänglich: “Der Priester soll Priester sein und der gläubige Laie gläubiger Laie.”
“Zeichen eines Rückschritts”
die Ernennung von wagner hat in österreich eine welle der kritik ausgelöst. auch die Katholische Aktion in der Steiermark kritisiert die Bestellung, wie der “orf” meldet. Sabine Pelzmann-Knafl, Präsidentin der katholischen Aktion Steiermark, nannte als grund, “weil es ein Zeichen eines Rückschritts ist, einen Mann auszuwählen, der inhaltliche Positionen aus dem 19. Jahrhundert hat. Ich glaube, mit solchen Männern, mit solchen Ansichten, macht die Kirche einen Schritt zurück vor das Zweite Vatikanische Konzil”.
Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer sprach davon, dass Rom ein falsches Bild von der Kirche in Oberösterreich habe. bisher galt die Diözese Linz als eher liberal. „Mit dem Windischgarstener Pfarrer wird ein sehr konservativer Geistlicher berufen“, sagte Pühringer am Sonntag im “ORF”.
“Schlag ins Gesicht”
“Erschüttert“ zeigte sich der Pfarrer von Traun, Generaldechant Franz Wild. Medienberichten zufolge sei Wagners Ernennung weder mit seinem künftigen Vorgesetzten, dem Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz, noch mit Kardinal Christoph Schönborn abgesprochen gewesen. Walter Wimmer, Mitglied des bischöflichen Konsistoriums, bezeichnete Wagners Berufung als einen “Schlag ins Gesicht für die Linzer Diözese“. Er warf Papst Benedikt XVI, der kürzlich erst ein den holocaust leugnendes mitglieder der ultrakonservativen, antisemitischen und homophoben pius-bruderschaft rehabilitiert hatte, die “Fortsetzung einer konservativen und restaurativen Tendenz“ vor. (wfr)
[bild: pfarrei st. jakob]

Am 20. März 2010 um 10:41 Uhr
ich selbst möchte unsere taufe auch nicht durch einen laien haben wollen. durch die seite http://www.taufoase.de bin ich auf diesen artikel über den weihbischof auf sie aufmerksam geworden. es ist immer die art und weise wie man dinge verkündet. die taufe - egal ob evangelisch oder katholisch soll immer ein fest bleiben und nicht von einem laien gemacht werden. aber das ist nur meine persönliche meinung über das fest der taufe. wir freuen uns schon unsere hilde bald taufen zu lassen. lg sabrina