katholiken auf der flucht


unbelehrbar: ein inserat für wagner.

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feldkirch/linz. - immer mehr katholiken wehren sich mit austritten gegen die erzkonservative hetze exponierter kirchenvertreter gegen schwule und juden. wie der “orf” meldet, sind allein im bundesland vorarlberg im Februar knapp 380 Menschen aus der Kirche ausgetreten. Im Bezirk Feldkirch, wo Bischof Elmar fischer homosexualität kürzlich in einem atemzug mit “psychischen erkrankungen” wie alkoholismus und angstneurosen nannte, habe sich die Zahl vervierfacht. unterdessen lassen die unterstützer des rückwärtsgewandten kurses von papst benedikt xvi., der kürzlich den holocaust-leugner richard williamson rehabilitiert hatte, in ihrer agitation nicht nach.

laut “orf” kehrten der katholischen kirche in Vorarlberg im vergangenen monat 376 Menschen den rücken, das seien zweieinhalb Mal mehr als in einem durchschnittlichen Monat. Im Februar 2008 habe es lediglich 145 Austritte gegeben. Die Bezirkshauptmannschaft Feldkirch habe 120 Austritte gemeldet, sonst seien es im Monat etwa 30. Rainer Juriatti,  Pressesprecher der Diözese, habe von einer Katastrophe gesprochen.

Fischer hatte sich zwar für seine aussagen “entschuldigt”, das besänftigte die katholiken in der region offenbar aber nicht. Wie fischer outete sich jetzt auch der Pfarrer von St. Gallenkirch, Eberhard Amann, als unterstützer von Gerhard Maria Wagner, der homosexualität als krank und heilbar bezeichnet hatte und nach dem willen des vatikans neuer bischof von linz werden sollte. inzwischen hat er das amt bekanntlich ausgeschlagen.

inserate für wagner
nun tritt Amann (77) auf den plan. er will wagners kurs offenbar ungeachtet der austrittswelle doch noch zum durchbruch verhelfen. dazu schaltete er diese woche laut “kath.net” Inserate in den “Vorarlberger Nachrichten” und in der “Neuen Vorarlberger Tageszeitung”. darin übte Amann Kritik an der “Homoehe” und an “Harry Potter”. Die Hurrikans und die Wirtschaftskrise seien eine “Warnung Gottes”. Den Rückzug Wagners vom posten des Linzer Weihbischofs nannte er eine “kirchliche Fehlentscheidung”. (wfr)



ein beitrag vom 28.02.2009 / diskutiere darüber im forum /





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