wien. - östereichs bundespräsident heinz fischer hat in der diskussion um homosexualität als krankheit klar gegen die konservative und homophone haltung einiger katholischer geistlicher stellung bezogen. in einem interview mit dem magazin “profil” sagte er: “Homosexualität ist natürlich keine Krankheit.”
fischer unterstrich, er wünsche sich, “dass wir auch in Österreich die konstruktiven Diskussionen der letzten Jahre fortsetzen und mit konkreten Entscheidungen und Beschlüssen abschließen, und zwar dahingehend, dass die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Beziehungen definitiv beendet” werde.
eingetragene partnerschaften zwischen schwulen und lesen, so fischer weiter, können auch das Standesamt geschlossen werden: “Es gibt aus meiner Sicht kein gewichtiges Argument, diesen Wunsch nicht zu erfüllen.”
noch ist in dieser debatte das letzte wort aber nicht gesprochen. gerade in der in wien mitregierenden övp gibt es teils grossen widerstand gegen die eintragung der partnerschaft im standesamt. Innenministerin Maria Theresia Fekter hatte vergangene woche angekündigt, Homosexuelle Paare könnten in Österreich voraussichtlich ab 1. Jänner 2010 eine Eingetragene Partnerschaft eingehen. noch nicht klar ist allerdings, wie weit die gleichstellung tatsächlich gehen soll. (wfr)
[mehr infos zur aktuellen diskussion in österreich findest du auf dem blog von oliver ritter]
