Vaduz. – Die laienbewegung im Erzbistum Vaduz hat den landtag davor gewarnt, dem partnerschaftsgesetz zuzustimmen, das in liechtenstein eine eingetragene partnerschaft für schwule und lesben ermöglichen soll.
“Wir brauchen für gleichgeschlechtliche Paare weder ein Gesetz noch eine Eintragung im Zivilstandsregister Vaduz”, schreibt Hans Gassner, der Vorsitzende der Laienbewegung “Credo”, in einem Leserbrief, der heute in den liechtensteiner landeszeitungen veröffentlicht wurde. Mit diesem Gesetz würde die traditionelle Familie geschwächt.
“Meine Damen und Herren, ist der erste Schritt getan, unternimmt die Freie Liste den zweiten Vorstoss”, so Gassner weiter. “Unser Land braucht Politiker mit Weitsicht. Darum, werte Landtagsabgeordnete, belassen wir es, wie es ist.” auf die freie liste, die kleinste der liechtensteiner parteien im landtag, geht die politische diskussion um das partnerschaftsgesetz zurück.
furcht vor dem nächsten schritt
Gassner fürchtet offenbar, dass “der zweite vorstoss” der freien liste in forderungen nach einem adoptionsrecht bestehen könnte. in seinem beitrag zweifelt er die ergebnisse der kürzlich in deutschland veröffentlichten studie des Instituts für Familienforschung an der Universität Bamberg im auftrag des bundesministeriums der justiz an, die zu dem ergebnis kommt, das schwule und lesben genauso gute eltern seien wie heterosexuelle eltern.
kinder, die in solchen beziehungen aufwüchsen, trügen “einen Schaden davon”, schreibt gassner. während die Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (spd) den Koalitionspartner Union auffordere, gleichgeschlechtlichen Lebenspartnern nun rasch eine gemeinsame Adoption zu erlauben, hätten Die Deutschen “das grosse Glück”, dass es die union gebe, die entsprechende vorstösse bereits in der vergangenheit blockiert habe: “Ich hoffe, dass die Union bei dieser Haltung bleibt und auch nach der Bundestagswahl noch das Sagen hat.”
“nachhaltige” verletzungen
Immerhin gebe es “keinen Zweifel”, dass sich ein jedes Kind eine traditionelle Familie wünsche und “nachhaltig” Verletzungen davontrage, wenn dieser “elementare Wunsch” nicht erfüllt werde. (wfr)
