vaduz. – die schwulen- und lesbenfeindlichen schmierereien auf plakaten einer regierungskampagne für mehr respekt gegenüber homosexuellen werden zur polizeiangelegenheit: die schwul-lesbische initiative “flay” hat anzeige gegen unbekannt erstattet. unterdessen verurteilte die regierung die homophoben ausfälle.
nach informationen von tuckenalarm.com hat die landespolizei liechtenstein die plakate bereits sichergestellt. über allfällige erkenntnisse wurde zunächst nichts bekannt. nach offiziellen angaben wird wegen sachbeschädigung ermittelt.
die plakate einer zweiwöchigen kampagne der stabsstelle für chancengleichheit unter dem motto “liebe ist immer zu respektieren” waren in der nacht zum sonntag mit schwulen- und lesbenfeindlichen parolen besprüht worden.
Die Regierung und ihre Stabsstelle für Chancengleichheit, die die plakat-aktion initiiert hatte, verurteilten am freitag die schmierereien und “die Geisteshaltung, die hinter den aufgesprühten Parolen steht” .
schmähungen verurteilt
beide liechtensteiner landeszeitungen hatten das thema bereits am dienstag auf ihren titelseiten aufgegriffen und die schmähungen in kommentaren verurteilt.
schwule und lesben haben es in liechtenstein nicht einfach. eine studie im regierungsauftrag hatte verbreitete homophobe tendenzen 2007 bestätigt. die plakatkampagne sollte die ressentiments abbauen. (wfr)
[aktualisiert am 6. november 2009]
