Liechtensteiner Parlament soll im Sommer über Homo-Ehe debattieren


tempolimit für homo-ehe: liechtenstein.

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Vaduz. – Die eingetragene Partnerschaft für Schwule und Lesben in Liechtenstein kommt voraussichtlich mit ziemlich genau einem Jahr Verspätung. Wie die zuständige Justizministerin Aurelia Frick von der Fortschrittlichen Bürgerpartei heute im Landtag sagte, wird die erste Lesung des entsprechenden Gesetzentwurfs im Parlament voraussichtlich im Sommer 2010 stattfinden. Ursprünglich war diese bereits für den vergangenen Sommer geplant.

Wie die Tageszeitung “Liechtensteiner Vaterland” am Donnerstag in ihrer Online-Ausgabe weiter berichtet, geht die Ankündigung Fricks auf eine Nachfrage des Freie-Liste-Abgeordneten Pepo Frick zurück, der sich nach dem Sachstand des Dossiers erkundigt habe. Die grünliberale Freie Liste verfügt lediglich über einen Sitz im 25-köpfigen Landesparlament, ist zugleich aber die Initiatorin des Partnerschaftsgesetzes.

«Der Entwurf des Vernehmlassungsberichts liegt seit heute bei mir im Büro», zitiert die Zeitung die Antwort der Justizministerin. Im Januar werde sie diesen der Regierung vorlegen. Daraufhin sei eine viermonatige Vernehmlassung geplant. Je nachdem, wie dabei die Stellungnahmen zu dem Gesetzesvorhaben ausfielen, rechne sie damit, dass die erste Lesung im Landtag vor oder nach der Sommerpause über die Bühne gehen werde.

Blühende Homophobie
Die eingetragene Partnerschaft für Homosexuelle ist in dem mehrheitlich katholischen Alpen-Fürstentum teils heftig umstritten, obwohl sie gar keine vollständige Gleichstellung mit der heterosexuellen Ehe realisieren soll. In den Landeszeitungen tauchen immer wieder homophobe Leserbriefe auf, die vor der eingetragenen Partnerschaft warnen oder Homosexualität in die Nähe von Pädophilie rücken. Erst kürzlich wurden Plakate einer Regierungskampagne für mehr Respekt gegenüber Schwulen und Lesben von Unbekannten mit Hassparolen besprüht. (wfr)



ein beitrag vom 17.12.2009 / diskutiere darüber im forum /





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