vaduz. - liechtenstein plakatiert für mehr respekt für schwule und lesben: Die bei der regierung angesiedelte Stabsstelle für Chancengleichheit und die schwul-lesbische Initiative “FLay” haben eine plakataktion zum Abbau von Benachteiligung und Stigmatisierung Homosexueller gestartet.
Dass es im fürstentum nach wie vor an respekt vor schwulen und lesben mangelt, hatte vor zwei jahren eine Studie mit dem titel «Homosexuelle Menschen und Diskriminierung in Liechtenstein» ergeben. darin haben 87 Prozent der befragten Homosexuellen und 58 Prozent der Allgemeinbevölkerung zumindest von einer Diskriminierungserfahrung in den Bereichen Arbeit, Schule, Restaurant, Geschäft, Wohnungssuche und Alltag berichtet. liechtensteiner Schwule und Lesben erzählten zudem von alltagserfahrengen: von deplazierten Witzen, davon wie sie spüren, dass andere weniger gut über sie denken und wie mitmenschen im umgang oft angespannt seien.
Homophobie allerorten
Insgesamt haben nach der studie 83 Prozent der befragten Homosexuellen und 48 Prozent der Allgemeinbevölkerung eine der genannten negativen Erfahrungen gemacht. “Homophobie ist überall präsent”, hielt sie stabsstelle heute in einer medienaussendung fest. “Den verschiedenen Formen antihomosexueller Gewalt muss durch eine verstärkte Aufklärungs- und Bildungsarbeit begegnet werden.” Bestehende Vorurteile sollen deshalb nun aufgedeckt und mit der Realität gleichgeschlechtlicher Lebensweisen konfrontiert werden. dadurch will die stabsstelle die Gesellschaft sensibilisieren und Homosexuellen “Chancengleichheit”. Die heute gestartete Plakataktion mit dem slogan “Liebe ist… immer zu respektieren” ist ein teil dieser massnahmen. (pd/wfr)
