Berlin. - In Deutschland werden sich bis Ende des Jahres voraussichtlich 3000 Menschen neu mit dem AIDS-Virus HIV angesteckt haben. Das geht aus einer Prognose des Berliner Robert Koch Instituts hervor, die im Vorfeld des Welt-Aids-Tages veröffentlicht wurde.
Die Zahl von rund 3000 Menschen mit Neuinfektionen ist nach Angaben des Instituts seit etwa drei Jahren stabil. Deutschland habe außerdem die niedrigste Neuinfektionsrate in Westeuropa, hiess es weiter. Wie der “Tagesspiegel” berichtet, hat sich die Zahl der Neuinfektionen in der Bundesrepublik seit 2001 allerdings verdoppelt. Damals waren dem Bericht zufolge 1443 neue Diagnosen verzeichnet worden. 2008 waren es 2841.
“Das Infektionsgeschehen hat sich in den letzten Jahren stabilisiert”, sagte Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) in Berlin. Das sei “ein kleiner Erfolg”. Der Weg des Bundesministeriums für Gesundheit, Prävention und Aufklärung zu fördern, sei richtig. “Aber wir müssen gemeinsam mit unseren Partnern weiterhin hart daran arbeiten, die Zahl der Neuinfektionen zu senken.”
Zehntausende betroffen
Nach den aktuellen Schätzungen des Robert Koch Instituts beträgt die Zahl der Menschen, die Ende 2008 in Deutschland mit HIV/AIDS lebten, zwischen 64.000 und 70.000.
Zum Welt-Aids-Tag am 30. November 2009 findet in Berlin vor dem Brandenburger Tor die Gemeinschaftsaktion “Gemeinsam gegen Aids” des Bundesministeriums für Gesundheit, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) und der Deutschen AIDS-Stiftung (DAS) statt. Zwischen 11 bis 12 Uhr soll dort einer riesige AIDS-Schleife entrollt werden. (pd/wfr)
