Hamburg. – Einen schwulen Bürgermeister hatte Hamburg mit dem CDU-Politiker Ole von Beust schon seit 2001. Doch mit der neuen schwarz-grünen Landesregierung brechen für die Hansestadt noch schwulere Zeiten an.
Vor dem Hamburger Rathaus weht beim CSD künftig die Regenbogenfahne. Das haben die Parteien, die in Deutschland erstmals auf Landesebene koalieren, eigens in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt. Zudem will die schwarz-grüne Regierung auch eine Initiative in der deutschen Länderkammer, dem Bundesrat, zur steuerrechtlichen Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit Ehepaaren unterstützen – allerdings erwatungsgemäss “bei Anerkennung der besonderen Bedeutung der Ehe für die CDU”.
Auch die schwul-lesbische Olympiade, die “GayGames”, kann mit einer “wohlwollenden Prüfung” rechnen, sollte sie Hamburg als Austragungsort wählen, hieß es weiter in verschiedenen Agentur- und Presseberichten.
Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) erklärte, die lesben- und schwulenpolitischen Vorhaben könnten sich “sehen lassen”. Der LSVD begrüßte auch die geplante Einrichtung eines Jugendzentrums und hofft voll Optimismus, “dass das Hamburger Beispiel positiv auf die gesamte Union ausstrahlt und anderen Bundesländern als Vorbild dient”. (wf)
