Köln. – der lesben- und schwulenverband deutschland (LSVD) wehrt sich gegen die geplanten konzerte des jamaikanischen sängers sizzla in deutschland. Der Verband forderte das deutsche Auswärtige Amt und das Bundesinnenministerium am Montag auf, dem sänger, der für seine schwulenfeindlichen songtexte bekannt ist, die einreise zu versagen.
Der lsvd appellierte zugleich an die ministerien, auch die partnerländer im schengen-raum aufzufordern, rizzla das visum zu verweigern. Rizzla plant im mai Auftritte in Dortmund, Stuttgart und München. “Sizzla Kalonji ist ein Hasssänger, der in mehreren Songs zum Mord an Schwulen aufruft”, sagte LSVD-Sprecher Manfred Bruns. In Songs wie “Pump up”, “Boom Boom”, “Get To Da Point” oder “Nah Apologize” rufe Sizzla offen dazu auf, schwule Männer zu erschiessen und zu ermorden.
In Jamaika habe Sizzla, laut glaubwürdigen Aussagen von örtlichen Menschenrechtsverteidigern, gegenüber den Medien immer geleugnet, jemals den Reggae Compassionate Act unterzeichnet zu haben, also jene Vereinbarung mit den Aktivisten der britischen Stop Murder Music Campaign, keine Gewaltaufrufe gegen Schwule auf die Bühne zu bringen.
Fakten zu Sizzla hat der lsvd auf seiner homepage zum download bereit gestellt. (wf)
