wiesbaden. - der lesben- und schwulen verband deutschland (LSVD) fordert konsequenzen aus der von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) veröffentlichte studie zu Kindern in Regenbogenfamilien.
“Die Bamberger Studie beweist für Deutschland, was wir schon von ausländischen wissenschaftlichen Studien wissen: lesbische Mütter und schwule Väter sind gute und fürsorgliche Eltern”, sagte LSVD-Hessen-Sprecher ralf harth. er forderte die in hessen regierenden parteien cdu und fdp auf, jetzt die volle Gleichstellung von Lebenspartnerschaften zu beschließen. insbesondere dürfe den beamteten Lebenspartnern nicht weiter die Zahlung von Familien- und Ortszuschläge verweigert werden.
Der LSVD Hessen appellierte an die kirchlichen und konservativen Kritiker in Hessen, “die bislang Unterschiede suchten wo keine mehr sind” und “eine veraltete Vorstellung von Ehe beziehungsweise Familie predigten”, die “Blockade der rechtlichen Gleichstellung” aufzugeben.
appell an die landesregierung
“Bleiben Sie nicht weiter blind für die gesellschaftliche Wirklichkeit im 21. Jahrhundert - es gibt vielfältige Familienformen und Fürsorgegemeinschaften”, sagte harth an die adresse von cdu und fdp. “Lesben, Schwule und ihre Kinder müssen nicht mehr am Rand stehen und brauchen weder Almosen noch duldende Toleranz, sondern nur eines: Gleiche Rechte!“
Die Aufgabe der hessischen Politiker und Parteien sei es jetzt, schnell und überzeugend alle rechtlichen Hürden für Lebenspartnerschaften und Regenbogenfamilien abzubauen. Damit die soziale Gleichstellung auch in Hessen vorankommen könne. (pd/wfr)
bild: lsvd hessen
