“Ich fühlte mich wie der letzte Dreck”


ein schwuler fussballer packt aus: Marcus urban.

ein schwuler fussballer packt aus: Marcus urban.

hamburg. – Im profifussball ist nach wie vor kein platz für schwule. Marcus urban, Profispieler bei Rot Weiss Erfurt hat  hat das am eigenen leib erfahren: aus angst, ertappt zu werden und damit seine chancen als profifussballer zu gefährden, beendete urban seine karriere mit 23 jahren. In seinem Buch “versteckspieler” erzählt Der heute 37-jährige von seinen erfahrungen und seinem frust. Er galt als grosses talent in der deutschen fussballerszene.

In einem interview mit der gratiszeitung “20 minuten” sagte urban, er habe ziemlich gelitten: “Ich fühlte mich wie der letzte Dreck. Als ich in der Sportschule ständig mit einer Gruppe unterwegs war, wurde es wirklich schwierig. Da kamen erotische Fantasien auf, die ich mir nicht erlauben wollte. Ich war ja auf dem Weg zum Fussballprofi, und als Fussballprofi kann man nicht schwul sein. Das hab ich mir immer gesagt. Ich fühlte mich falsch, das führte zu einem Riss in meiner Persönlichkeit. Als all die Fantasien und Gefühle aufkamen, war ich gezwungen, mich zu verstecken. Ich wurde zum Versteckspieler.”

Ständige Selbstkontrolle, kein privatleben
Am ende, sagt urban, habe er seine Sätze kontrolliert, seine Gestik, “alles, was irgendwie verdächtig hätte sein können”. Das galt auch für sein privatleben: “Ich habe alles verdrängt. Sexuell lief überhaupt nichts, nicht einmal körperliche Nähe hatte ich. Während der ganzen Karriere.”

Sein outing, sagt urban, sei für ihn am ende eine “grosse Erlösung” gewesen. “Ich war plötzlich selbstbewusst und glücklich”, sagte er zu “20 minuten”. Aus dem Fussballbereich habe sich daraufhin allerdings niemand gemeldet. Urban sagt, er glaube von drei deutschen profispielern zu wissen, dass sie auch schwul seien: “Nur ist der Fussball noch nicht soweit wie die Gesellschaft in der Akzeptanz schwuler Fussballer.” Wichtig, sagt urban, wäre, dass auch einmal die Nationalspieler signalisieren würden, dass sie mit einem schwulen Spieler kein Problem hätten. Das HABE in Deutschland bisher nur Philip Lahm getan. (wf)

Dazu in der “wochenzeitung”: “Sportliches Versteckspiel



ein beitrag vom 20.11.2008 / diskutiere darüber im forum /





weitere artikel zum thema im tuckenalarm-archiv:



hier kannst du einen Kommentar schreiben



der schwul-lesbische szene-führer für die ostschweiz, das rheintal, liechtenstein und vorarlberg.


diskutiere mit anderen usern im tuckenalarm-forum.



wo man sonst noch gerne draufklickt.



auf dem laufenden bleiben. mit twitter.



ein fan werden. auf facebook.



das lifestyle-portal der aids-hilfe schweiz.



der button gegen die umpolung. gibt's bei gruene-andersrum.at.



die kampagne für eine eingetragene partnerschaft in liechtenstein.


ich weiss, was ich tu
die kampagne der aids-hilfe für mehr respekt und verantwortung beim sex.



Google