Köln. – Der wegen seiner schwulenfeindlichen Texte umstrittene jamaikanische Sänger wird voraussichtlich keine Konzerte in Deutschland geben. Der lesben- und schwulenverband deutschland (LSVD) hatte mit seinem Protest bei der Bundesregierung Erfolg.
Der Sänger Sizzla Kalonji, der mit bürgerlichem Namen Miguel Collins heisst, werde wahrscheinlich kein Einreisevisum für Deutschland erhalten, teilte der LSVD mit. Das Bundesinnenministerium habe dem Verband mitgeteilt, dass das für die Visaerteilung zuständige Auswärtige Amt “aufgrund unseres Schreibens” die “erforderlichen ausländerrechtlichen Maßnahmen zur Verhinderung einer Einreise in den Schengenraum getroffen” habe, schrieb der LSVD in einer Aussendung. Darum hatten der LSVD die Ministerium Ende März gebeten.
Sizzla Kalonji ruft in mehreren seiner Songs zu Mord und Totschlag an Schwulen auf. Sein Name wurde nunmehr offenbar ins Schengener Informationssystem gestellt mit der Folge, dass er keine Einreise in den Schengenraum erhält. In diese nichtöffentliche Datenbank werden u. a. Personen eingetragen, die im Schengenraum unerwünscht oder zur Fahndung ausgeschrieben sind.
Das Auswärtige Amt in Berlin habe den LSVD telefonisch informiert, die Einreise Sizzlas sei nicht erwünscht, da die deutsche Botschaft in Kingston bestätigt habe, dass der Sänger vor allem volksverhetzende Titel im Programm habe.
dazu im tuckenalarm-archiv: “hass-sänger sizzla soll draussen bleiben”
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Pings setzen ist zur Zeit nicht erlaubt.
