fulda. - der fuldaer bischof heinz josef algermissen, der hochzeiten zwischen schwulen und lesben in einer diskussionsrunde mit jugendlichen kürzlich als “abartig” bezeichnet hatte, hat die kritik gegen seine äusserungen zurückgewiesen, seine haltung aber bekräftigt. “Hinsichtlich einer pointierten Ablehnung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften und des Adoptionsrechts für Homosexuelle” sei es “unangebracht”, von “antidemokratischen Ausfällen” zu sprechen, erklärte das Bistum.
es sei “nicht die Absicht des Bischofs”, homosexuell veranlagte Männer und Frauen zu diskriminieren. Jedoch seien “nicht alle Handlungen von Menschen in gleicher Weise richtig und nicht alle Lebensformen gleich gut”, heisst es in der erklärung weiter. inhaltlich untermauerte algermissen seine aussagen damit lediglich, wenn auch mit etwas weniger derben formulierungen.
das bistum erklärte ebenfalls, es verstehe sich von selbst, “dass Bischof Algermissen jede Form von Übergriffen gegen Homosexuelle” ablehne. auch das hatte algermissen in der diskussionsrunde bereits unterstrichen. Zum Umgang mit schwulen und lesben hatte er den jugendlichen empfohlen: “bloss keine Verfolgung und Sanktionen (…) Die sollen ganz still so leben, wie sie es machen.“
“diffamierungen müssen konsequenzen haben”
algermissen verwahrte sich zudem gegen einen vergleich seiner äusserungen mit der affäre um die rehabilitation der rechtskonservativen pius bruderschaft und damit auch des holocaust-leugners Richard williamson durch papst benedikt xvi.
volker beck, der offen schwul lebende parlamentarische geschäftsführer der grünen im deutschen bundestag, hatte zu algermissens ausfällen erklärt: “Diffarmierende Reden von Bischöfen müssen Konsequenzen haben. Die antisemitischen Ausfälle von Bischof Williamson und die antihomosexuellen Diffamierungen von Bischof Algermissen darf man nicht durchgehen lassen.” beck forderte die Deutsche Bischofskonferenz auf, Algermissen zurechtzuweisen.
algermissens qualifizierung der homo-ehe als “abartig” nannte beck “eine üble biologistische Entgleisung und Diffamierung”. (wfr)
bild: bistum fulda

Am 4. Februar 2009 um 16:53 Uhr
In Österreich hört mensch auf laufend derlei Aussagen von Vertretern der katholischen Kirchen. Auch wenn’s nichts hilft, die Kirche ist und bleibt im Mittelalter - unter Ratzinger mehr dennje.
By the way:
Wenn wer sich einen neuen Ratzi machen will: http://is.gd/imb1
Am 4. Februar 2009 um 23:41 Uhr
vielleicht hilft es irgendwann mal, wenn man es nur oft genug sagt…, vielleicht hört ja noch einer zu
deinen hübschen papst hab’ ich gesehen, aber viel sympathischer wird mir der ratzinger leider dadurch auch nicht