Berlin. - das berliner gay-magazin “siegessäule” wird 25 jahre alt. Genau 16 Seiten für eine D-Mark: So ging die “SIEGESSÄULE” als “Berlins Monatsblatt für Schwule” 1984 an den Start - mit 1.000 Heften. Dreihundert Ausgaben später feiert die “SIEGESSÄULE” silbernes Jubiläum. Jeden Monat werden in der Hauptstadt über 50.000 Exemplare gratis verteilt - und das gay-Magazin hat einen Umfang von bis zu 150 Seiten. “Man darf sie getrost als publizistisches Flaggschiff der schwul-lesbischen Community Berlins bezeichnen”, gratuliert der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit.
Im April 1984 erscheint in Europas erstem schwulen Buchlanden, bei “Prinz Eisenherz” in Berlin, ein Informationsheft für die Szene, das nach einem phallusförmigen Denkmal im Tiergarten benannt ist. Aufmerksamkeit erregt die Berichterstattung über Aids. Die “SIEGESSÄULE” leistet journalistisch Pionierarbeit.
In den 90ern wird das Magazin zum Leitmedium in Sachen Homopolitik: Von der Streichung des Schwulenparagraphen §175 und der damit verbundene Entkriminalisierung der Homosexualität in Deutschland bis zur Homo-Ehe.
Herzstück der “SIEGESSÄULE” ist seit Beginn die “Goldelse”, der Terminkalender. Wurden in der Premierenausgabe 71 Termine gelistet, so sind es jetzt monatlich über tausend, sortiert nach Rubriken wie Kultur, Party oder Sex - weltweit abrufbar unter www.siegessaeule.de. Seit 1995 erscheint die “SIEGESSÄULE” im Berliner Jackwerth Verlag, dem größten schwul-lesbischen Medienhaus Deutschlands. (ots)
