protest gegen hass-sänger-konzert: sizzla plant deutschland-tour.

protest gegen hass-sänger-konzert: sizzla plant deutschland-tour.

Berlin. – Der offen schwule Grünen-Politiker Volker Beck hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Samstag aufgefordert, die Einreise des jamaikanischen Hasssängers SIZZLA nach Deutschland zu verhindern. Er plant dort eine Tournee durch mehrere Städte.

„Lesben und Schwule, ich sage, tot sollen sie sein. Ich traue Babylon für keine Sekunde. Ich gehe und erschieß‘ Schwule mit einer Waffe“ – zitiert das online-magazin „queer.de“ aus einem der Songs des Reggea-Sängers.

Volker Beck, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer und menschenrechtspolitischer Sprecher der Grünen, forderte, „Die Auftritte des Hasssängers Sizzla in der nächsten Woche müssen verhindert werden! Bundesinnenminister de Maizière soll die Einreise dieses Hasssängers verhindern!“

Kein Aufruf zur „Ermordung von Minderheiten“ dulden
Wer den Holocaust leugne oder zur Ermordung von Minderheiten aufrufe, habe in Deutschland grundsätzlich nichts verloren, unterstrich Beck. Der homophobe Reggea-Sänger Sizzla alias Miguel Collins will nächste Woche in Berlin, München, Stuttgart und Wuppertal auftreten. Er ruft in seinen Texten in Jamaika immer wieder zur Ermordung von Homosexuellen auf. In Jamaika kommt es häufig zur Ermordung von Schwulen und zu pogromartigen Verfolgungsjagden auf Schwule. Aufgestachelt werden die Täter von Sängern wie Sizzla oder Bounty Killer.

2008 wurde der Sänger auf Becks Initiative und Initiative des LSVD vom Bundesinnenministerium zur Nichteinreise im Schengen-Informationssystem ausgeschrieben. Daraufhin wurde seine Einreise nach Deutschland zunächst verhindert und spanische Behörden haben ihn verhaftet und zurückgeschoben. „Es ist unverständlich und eine nicht hinzunehmende Nachlässigkeit, wenn er nun einfach wieder auftreten darf“, sagte Beck.

Dabei komme es nicht darauf an, ob er  in Deutschland seine Mordaufrufe singe, sagte Beck. „Man würde ja auch einen Holocaustleugner nicht auftreten lassen, wenn er verspricht, nur über den Ersten Weltkrieg zu schwadronieren.“

Aufruf zum Protest
Das Bündnis „Smash Homophobia“ rief unterdessen für am 26. November, an dem Sizzla in Berliner „Kesselhaus“ auftreten will, zu einer Demonstration auf, Treffpunkt um 18.30 Uhram S-Bahnhof „Schönhauser Allee“. ) Es habe sich im Laufe der vergangenen Tage gezeigt, dass das Kesselhaus entgegen besseren Wissens über Sizzlas Einstellung das Konzert zulassen wolle, erklärte „Smash Homophobia“ auf seiner Webseite. (wfr)


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21.11.2009, 19:43 uhr / 1 Kommentar / diskutiere darüber im forum

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Ein kommentar zu “Einreiseverbot für Hass-Sänger Sizzla gefordert”


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