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auszeit von der schwulenhatz: csd lädt polen nach frankfurt ein organisator gütlich ruft zu spenden auf 40 euro für ein wochenende in freiheit von wolfgang frey frankfurt am main. die unfreiheit beginnt gleich hinter der polnischen grenze: im nachbarland leben lesben und schwule gefährlich. immer öfter werden sie dort opfer rechter schläger. polens regierung schützt sie nicht, stattdessen sind staatliche repressionen an der tagesordnung und schwule paraden verboten. der frankfurter csd-organisator rainer gütlich ruft jetzt zu einer spendenaktion auf, um homosexuellen polinnen und polen ende juli die reise zum frankfurter csd zu ermöglichen. für einen kleinen ausflug in die freiheit. "in polen findet eine regelrechte schwulenhatz statt", sagt gütlich. "schwule demos werden dort regelmässig zusammengeprügelt." gütlich erinnert daran, dass der weg zur homosexuellen gleichberechtigung auch in deutschland ein langer und schwieriger war und ist. das zeige nicht zuletzt die andauernde diskussion um das antidiskriminierungsgesetz und die nach wie vor ungelöste frage des adoptionsrechts für schwule und lesben. "engagement für lesbische und schwule gleichberechtigung braucht kraft", sagt gütlich. "wenn wir es gemeinsam schaffen, durch spenden 250 schwulen und lesben die reise nach frankfurt zu ermöglichen, signalisieren wir deutlich und sichtbar: wir dulden innerhalb der eu keine diskriminierung von schwulen und lesben." 40 euro für das geschenk "selbstbewusstsein" sponsoren für einen eigenen paradewagen der polnischen gäste wurden bereits gefunden. christian setzepfand von der frankfurter aids-hilfe wird eine stadtführung organisieren und die stadt frankfurt wird einen empfang im römer ausrichten. nun bittet gütlich noch um spenden für die unterbringung der gäste: "mit 40 euro kann man einer lesbe oder einem schwulen ein kostbares geschenk machen: selbstbewusstsein." dieses geld sei auch ein beitrag zu einem modernen europa "ohne diskriminierung und mit einer selbstverständlichen akzeptanz für lesben, schwule, bisexuelle und transgender". davon ist polen unter seinem konservativen präsidenten lech kaczynski weit entfernt. der eu-beitritt hat daran nichts geändert. im gegenteil: die früher alljährlich stattfindende parade der gleichberechtigung "parada równosci" in warschau scheiterte nach kaczynskis amtsantritt an dessen vehementen veto, angeblich "zum schutze der öffentlichkeit und der öffentlichen sicherheit". lsvd: präsident kaczynski heizt hass gegen schwule an der lesben- und schwulenverband deutschland (lsvd) prangerte kaczynskis haltung erst kürzlich öffentlich an, als dieser anfang märz zu seinem ersten staatsbesuch nach berlin reiste. der präsident, so der lsvd, heize den hass auf lesben und schwule in polen bereits seit jahren an, durch diffamierung, ausgrenzung und verbote. zudem drohten in dem land rechtsradikale und religiös-fundamentalistische gruppen offen mit gewalt gegen schwule und lesben. wer die einladung der polen zum frankfurter csd unterstützen möchte, findet dazu alle informationen auf der internet-seite www.csd-frankfurt.de. um spenden wird gebeten auf das konto des fördervereins für aids projekte e.v. bei der frankfurter volksbank, blz 501 900 00, konto-nummer 6000 48 13 25, verwendungszweck: spende csd - polnische gäste.
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