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konservative bei kommunalwahl vorn:
in offenbach starke verluste für spd
offenbach/wiesbaden/frankfurt. nach rund 25 jahren steht die cdu offenbar kurz vor der ablösung der spd als stärkste kraft in den hessischen kommunalparlamenten. nach einem ersten landesweiten trend zur kommunalwahl, den das statistische landesamt am späten sonntagabend in wiesbaden veröffentlichte, erreichte die cdu im landesschnitt einen zuwachs von 0,7 prozentpunkten auf 38,8 prozent. die sozialdemokraten verloren vier punkte auf 34,5 prozent.
zuletzt hatte die cdu, die im wiesbadener landtag derzeit mit der absoluten mehrheit der sitze regiert, 1981 unter ihrem damaligen rechtskonservativen landeschef alfred dregger in den städten und gemeinden vor der spd gelegen. zu den gewinnern gehören dem trend zufolge neben der cdu auch die grünen, die 0,4 punkte auf 9,5 prozent hinzugewannen, und die fdp, die um ebenfalls 0,4 punkte auf 5,6 prozent zulegte.
die linkspartei und die wasg, die in frankfurt mehr als sechs prozent erzielten, erreichten landesweit nur 1,3 prozent. die republikaner erzielten 1,7 (2,5) prozent, die ndp 0,4 (0,2) prozent der abgegebenen stimmen.
dieses zwischenergebnis berücksichtigt allerdings nur die stimmzettel, bei denen die wähler auf die möglichkeiten des kumulierens und panaschierens verzichtet hatten. das vorläufige amtliche endergebnis, das dadurch vom trend noch abweichen kann, wird wegen des komplizierten wahlverfahrens erst in einigen tagen vorliegen. die wahlbeteiligung sank von zuletzt 53 prozent auf das rekordtief von 46 prozent.
offenbach wird schwarz
in offenbach löste die cdu nach dem weggang des populären oberbürgermeisters gerhard grandke (spd) als stärkste kraft ab. die partei grandkes, der auch als herausforderer von ministerpräsident roland koch (cdu) im land gehandelt wird, verlor dort acht prozentpunkte.
cdu in frankfurt trotz verlusten vorn
in frankfurt straften die wähler die beiden grossen parteien deutlich ab. die spd, die bis jetzt in einem viererbündnis mit cdu, grünen und fdp regiert, verlor nach ersten trendergebnissen massiv und sank um 8,2 prozentpunkte auf nur noch 23 prozent. die cdu büsste 3,5 prozentpunkte ein, bleibt mit 37,6 prozent aber stärkste kraft. die linke.wasg erreichte dagegen aus dem stand sensationelle 6,5 prozent. auch grüne und fdp konnten in hessens grösster stadt zulegen.
oberbürgermeisterin petra roth (cdu) wollte die verluste ihrer partei nicht als niederlage gewertet wissen: "das ist das spiel der demokratie", sagte sie. eine signalwirkung für die ob wahl 2007 wollte sie ebenfalls nicht erkennen. dabei will der städtische sozialdezernent franz frey für die spd gegen die erneut kandidierende roth antreten. die wahlbeteiligung, die in frankfurt von 46,1 prozent auf einen historischen tiefststand von nur noch 40,4 prozent fiel, und damit im landestrend lag, nannte die oberbürgermeisterin "katastrophal".
der spitzenkandidat des wahlsiegers linkspartei/wasg, lothar reininger, machte die etablierten parteien des viererbündnisses für die wahlmüdigkeit verantwortlich. deren "mauschelpolitik am küchentisch" sei "nicht nachvollziehbar" gewesen und habe zu einem drastischen demokratieverlust geführt, sagte er.
die frage nach der zusammensetzung eines neuen bündnisses im frankfurter römer wollte am wahlabend weder roth noch einer der spitzenkandidaten beantworten. grünen spitzenkandidatin andrea lehr, die sich über einen zuwachs von 2,5 prozentpunkten auf 15,8 prozent freute, schloss eine schwarz grüne koalition aber nicht aus. die union kündigte gespräche mit allen bisherigen partnern an.
reden will cdu fraktionschef uwe becker auch mit der spd. die büsste nach den trendergebnissen auf 23 prozent ein. ihr spitzenkandidat klaus oesterling machte dafür vor allem die bundespolitik verantwortlich. "die wähler haben hartz iv und die rente mit 67 einfach nicht verkraftet", sagte er.
die fdp gewann zwei prozentpunkte auf 6,5 prozent hinzu. die rechtsextremen republikaner verloren fast die hälfte ihrer stimmen und standen nach den trendergebnissen bei 1,6 prozent. zugleich legte allerdings die npd in gleichem masse zu und erreichte 1,4 prozent.
spd in kassel vorn
in der zweitgrössten hessischen stadt kassel löste die spd die cdu als stärkste kraft ab. dort verlor die cdu nach auszählung der stimmzettel ohne kumulieren und panaschieren 6,6 prozentpunkte und bekam nur noch 28,8 prozent. im gegenzug legte die spd in der nordhessischen stadt dort um 4,1 punkte auf 40,1 prozent zu.
in der landeshauptstadt wiesbaden legte die cdu nach auszählung fast aller wahllokale um 1,2 punkte auf 37,7 prozent zu. die spd rutschte dagegen stark von 34,7 prozent auf 28,3 prozent ab. im südhessischen darmstadt verloren nach auszählung aller wahlzettel mit listenstimmen sowohl spd als auch cdu rund drei prozentpunkte, wovon vor allem zwei wählervereinigungen profitierten.
die trendergebnisse spiegeln das wahlergebnis aber nur bedingt wider, da am wahlabend nur die stimmzettel ausgezählt wurden, bei denen nicht panaschiert oder kumuliert wurde. wegen des komplizierten verfahrens mit kumulieren (stimmhäufung auf einzelne kandidaten) und panaschieren (verteilung der stimmen auf bewerber verschiedener parteien) soll das endergebnis in frankfurt und ganz hessen erst in ein paar tagen vorliegen.
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das offenbacher
ergebnis
der
kommunalwahl.
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