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doch lieber hetero? us-sekte polt schwule um das land der unbegrenzten möglichkeiten: in den vereinigten staaten von amerika hat sich die kirchliche organisation exodus auf die fahnen geschrieben, schwule umzupolen. man wolle die homosexuellen heilen, berichtet die frauenzeitschrift maxi über exodus. maxi-redakteurin tina kopperschmidt war dort und sagt: "es gibt bei exodus verschiedene therapiemassnahmen, es gibt selbsthilfegruppen, da wird gebetet. man kann auch zur jährlichen exodus-freedom-konferenz gehen, da kann man sich dann anhören, warum homosexualität schlecht ist, was man dagegen tun kann und auch, wie man wieder gefallen am anderen geschlecht findet." für "ganz harte fälle" gebe es dort auch eine stationäre therapie. dabei bestimmten die therapieleiter, mit wem man kontakt haben darf, wie man sich anzieht und sogar, wie viel zeit man im badezimmer verbringt. laut exodus ließen sich 30 bis 50 prozent der schwulen und lesben dauerhaft umpolen. doch nicht jeder fühle sich wohl in seiner neuen haut, berichtet kopperschmidt: "viele, die ich getroffen habe, sagen, dass sie glücklich sind, wirken auch sehr motiviert. allerdings gibt es auch ganz ganz viele, die hinterher wieder aus dem raster herausfallen, die es nicht schaffen, die vielleicht sogar eine frau gefunden haben und eventuell sogar kinder bekommen haben, aber es ist eben ganz schwierig, auf dauer so einem druck standzuhalten und im prinzip sich gegen das zu stemmen, was man innerlich fühlt." in der aktuellen maxi berichtet tina kopperschmidt ausführlich über ihre erlebnisse mit exodus. die organisation ist seit letztem jahr übrigens auch in deutschland aktiv, um schwule und lesben auf den vermeintlich rechten weg zu führen.