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bild enthüllt: "was schwulsein in deutschland bedeutet" von wolfgang frey offenbach. im "großen voting" auf bild.de steht es zur zeit unentschieden: die von dem boulevardblatt erst jüngst auf der titelseite aufgeworfene frage "ist deutschland reif für einen schwulen kanzler?" spaltet die nation. nach der abstimmung der redaktion von tuckenalarm.de steht es dort nun 51% (ja) zu 49% (nein). zum schwulen kanzlerkandidaten hat die bild-zeitung den regierenden bürgermeister von berlin, klaus wowereit (spd), gekürt. der hatte neulich bei der berliner landtagswahl für seine partei einen deutlichen wahlsieg eingefahren und ist nach bild-informationen nun potenziell auch für für höheres geweiht. “homo-experte” udo walz spricht in bild frei nach der seit jahren in der deutschen medienlandschaft zu beobachtenden devise "treiben wir halt mal ein paar tage eine sau durchs dorf" (wenn gerade kein problembär zur stelle ist) lässt bild jetzt nicht nur basisdemokratisch abstimmen, nein, die zeitung hat auch einen der "üblichen verdächtigen" interviewt: schließlich will der gemeine bild-leser, so scheint es, ja auch mal wissen, was "schwul" eigentlich ist. die enthüllungen dazu liefert auf bild.de der "prominente homosexuelle", der "star-figaro udo walz". für bild ist walz der, "der es wissen muss". schließlich habe er bereits die kanzlerin angela merkel (cdu), den ex-kanzler gerhard schröder (spd), und fdp-chef guido westerwelle frisiert. zudem sei er "bekennender schwuler und wowereit-kumpel". in bild erklärt er nun, "was schwulsein in deutschland bedeutet". “ich mag das wort schwul nicht” für manche mag gleich walz' erster zitierter satz in dem interview ernüchternd klingen: "'tschuldigung, aber ich mag das wort schwul nicht. das hat immer so einen vulgären touch. die meisten denken dann gleich an darkrooms und analverkehr. und ich kann ihnen versichern, dass homosexualität damit nichts - ausschliesslich - zu tun hat." aber mal ehrlich, das hatten wir ja zuweilen auch schon vermutet. gut, dass es nun von einem ausgewiesenen bild-experten bestätigt wird. reif für einen schwulen kanzler ist deutschland laut walz im übrigen "noch lange nicht". denn: "die meisten deutschen wünschen sich einfach einen ,normalen' kanzler, mit einer richtigen ,first lady' an seiner seite und am besten noch einer familie." “maskuline männer” haben’s leichter und dann enthüllt bild, was wir ebenfalls schon geahnt haben: das coming out ist gerade im ländlichen bereich gar nicht so einfach. das stellt sich schließlich nicht jeder gleich auf den dorfplatz und skandiert "ich bin schwul, und das ist auch gut so", wie wowereit, dass in berlin gemacht hat. immerhin, für walz, so bild, war es offenbar auch in "seinem schwäbischen provinznest" nicht schwer, sich zu outen "ich hatte glück", zitiert bild den friseur. das liege vor allem daran, dass er "ein sehr maskuliner mann" sei: "da hat man es einfacher, als die homosexuellen mit den sehr ausgeprägten weiblichen seiten, die ja oft als schwuchteln - furchtbares wort - bezeichnet werden." “küssende männer gehören nicht auf die strasse” aha. anschließend stellt bild die frage, die die republik untergründig vor allem umtreibt, angesichs der kanzlerfrage: "gibt es eigentlich ein schwules lebensgefühl?" da hat walz eine eindeutige antwort: "natürlich nicht. wir sind doch keine anderen menschen als heteros. wir sind weder limitiert noch sonst was. der einzige unterschied zwischen z. b. ihnen und mir ist, dass ich mit einem mann zusammenlebe." und das so walz, solle man auch nicht übermäßig in die öffentlichkeit tragen: "auf die gefahr hin, dass mir jetzt etliche homosexuelle dafür aufs dach steigen, aber küssende männer gehören nicht auf die strasse." aber auf "schwulen-partys". und die sind, so walz, auch lustiger als hetero-veranstaltungen: "gute homosexuelle männer sind oft schlagfertiger und haben mehr witz als die meisten heteros. aber am liebsten bin ich ohnehin mit frauen zusammen. schon allein, weil ich schöne busen so sehr liebe". warum das so ist, enthüllt bild in dem interview leider nicht.
[./schwul_lesbisch_nachrichten_ueberblick_deutschlandpag.html]
[http://www.radio-sub.de]
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