Kampala. - Der afrikanische Staat Uganda hat seine Pläne aufgegeben, Schwule und Lesben zu exekutieren oder lebenslang einzusperren. Statt dessen sollen sie in Fällen von “schwerwiegender Homosexualität” nun unter anderem zwangstherapiert und mit “einer Auswahl anderer Strafen” gefügig gemacht werden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf den ugandischen Minister für Ethik und Integrität, James Nsaba Buturo.
Die Änderungen gingen auf den Druck von religiösen Führern zurück, deren Zustimmung man erhalten wolle, sagte Buturo in einem Telefoninterview mit Bloomberg. Der geänderte Entwurf für das Anti-Gay-Gesetz werde in zwei Wochen zur Vorlage im Parlament bereit sein.
Extrem Homophob wird das Gesetz dennoch bleiben. Unter anderem sind dem Bericht zufolge Zwangstherapien für Schwule im Gespräch und ein andere “Auswahl von Strafen”. weiterlesen
Tel Aviv. – Gut vier Monate nach dem blutigen Anschlag auf das schwul-lesbische Zentrum in Tel Aviv mit zwei Toten und 13 Verletzten hat die Polizei den Täter immer noch nicht gefasst. Statt dessen hat ein bei dem Anschlag Anfang August verletzter Jugendlicher Klage gegen das Gay-Zentrum eingereicht und fordert vier Millionen US-Dollar. Ein anderer, der bei dem blutigen Attentat geoutet wurde, traut sich bis heute nicht nach Hause.
Der 15 Jahre alte Yonatan Buks war bei dem Anschlag in der israelischen Grosstadt schwer verletzt worden. Als der maskierte Mann vor dem Gay-Zentrum der schwul-lesbischen Organisation Agudah in Tel Aviv in der Nacht zum 2. August mit einer Schnellfeuerwaffe um sich schoss, wurde er getroffen und erlitt innere Verletzungen. Wie das Nachrichtenportal “Ynetnews” am Samstag berichtet, ist er nach wie vor nicht gesund, sitzt im Rollstuhl und hat Schwierigkeiten zu sprechen. Die Klage sei in Tel Aviv eingereicht worden, schreibt das Gay-Magazin “querty.com“. weiterlesen
Konstanz. - Homosexuelle seien “krank”, “pervers” und trügen zum Schwund der Bevölkerung bei. Nachdem der “Südkurier” über diese Äusserungen des CDU-Mitglieds Werner Leicht aus Stetten am Bodensee berichtet hatte, brach überregional Empörung aus. Nun hat der Mann die CDU verlassen, wie die Konstanzer Zeitung berichtet.
Leicht hatte sich laut “Südkurier” Ende November am Rande der Jahreshauptversammlung des CDU-Ortsverbands Meersburg entsprechend geäussert. Der Ortsverband habe sich inzwischen von den Äusserungen Leichts distanziert. Auf der Versammlung ging es dem Bericht zufolge darum, dass die CDU sich dem Ansinnen des Koalitionspartners entgegenstellen sollte, die gleichgeschlechtliche Partnerschaft der Ehe rechtlich völlig gleichzustellen. weiterlesen
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Die österreichischen Grünen haben die am Donnerstag beschlossene neue “Homo-Ehe-light” schon mal getestet. Statt feierlicher Atmosphäre auf dem Standesamt ist Nummern ziehen angesagt.
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“Willst du denn leben wie ein Rühr-mich-nicht-an?”: Warum das Feuer nicht nur im Kamin brennt und was Kerle damit zu tun haben. Von Ireen Sheer beim Grand Prix 1978.
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Wie die Tageszeitung “Liechtensteiner Vaterland” heute unter Berufung auf Justizministerin Aurelia Frick berichtete, könnte das Gesetz zur eingetragenen Partnerschaft im ersten Quartal 2010 in die Vernehmlassung gehen. “Ob dieser Termin eingehalten werden kann oder nicht, hängt auch davon ab, ob sich die Gesamtregierung mit den Inhalten des Gesetzes einverstanden erklären wird”, zitiert das Blatt die Justizministerin. weiterlesen
Wien. – Nach einer kontroversen Debatte im Nationalrat hat sich Österreich am Donnerstag zu einer Eingetragenen Partnerschaft für Schwule und Lesben durchgerungen. Die “Homo-Ehe-light” soll ab 2010 möglich sein. Obwohl viele Forderungen aus der schwul-lesbischen Szene mit dem Gesetz nicht erfüllt werden, geisselten Gegner die Vorlage bis zuletzt als zu weitgehend.
Die Debatte im Nationalrat verlief laut und emotional. “Ganz subtil versucht man, mit allen Mitteln die tradierte Form des Zusammenlebens von Mann und Frau, nämlich die Ehe auszuhebeln und ad absurdum zu führen”, wetterte etwa die Abgeordnete Anneliese Kitzmüller von der rechtskonservativen FPÖ. Ihre Partei lehnte das Gesetz erwartungsgemäß geschlossen ab.
Zustande kam es schliesslich mit den Stimmen der Koalitionsparteien SPÖ und ÖVP, die sich auf den Kompromiss verständigt hatten, der unter anderem keine Eintragung der Partnerschaften am Standesamt, sondern auf der Bezirkshauptmannschaft vorsieht. Ebenfalls dafür stimmten auch zwei Abgeordnete der Grünen, denen das Gesetz insgesamt nicht weit genug ging und zwei Abgeordnete des rechtskonservativen BZÖ, das in der Frage der Homo-Ehe innerparteilich nicht ganz einig ist. weiterlesen
Bregenz. – Das “Ländle” will sich keine Homo-Ehe von Wien verordnen lassen. Selbst die “Homo-Ehe-light”, die demnächst im Nationalrat beschlossen werden soll, geht dem Vorarlberger Landeshauptmann Herbert Sausgruber (ÖVP) zu weit: Die vorgesehene Fassung sei “nicht akzeptabel”, sagte Sausgruber in einem Interview mit den “Vorarlberger Nachrichten” (VN). Derweil werden die Forderungen nach völliger Gleichstellung mit der Ehe lauter.
Sausgruber hat in der Gesetzesvorlage, die viele Lesben- und Schwulenorganisationen in Österreich als zu wenig weit gehend kritisieren, eine zu starke Annäherung an die Ehe ausgemacht: “Das lehnen wir ab”, sagt er der Zeitung nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA. In Wien habe er offiziell eine entsprechende Stellungnahme der Landesregierung deponiert, hiess es weiter. weiterlesen
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Wie der Kaffee, so die Männer.
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Berlin. – Wirkungsvoller Protest gegen musikalische Mordaufrufe gegen Schwule: Der homophobe Reggae-Sänger Sizzla tritt heute nicht wie geplant im Berliner “Kesselhaus” auf. Auch ein zunächst angekündigtes Ausweichquartier lehnte einen Auftritt ab: “Der Betreiber des Huxleys stellt dem Künstler die Räumlichkeiten für ein Konzert nicht zur Verfügung und distanziert sich ausdrücklich vom Inhalt dieser Veranstaltung”, hiess es am Abend auf der Webseite der Berliner Location “Huxleys Neue Welt”.
Das “Kesselhaus” hatte angesichts des Protests verschiedener Gruppen und Politiker zunächst versucht, den Künstler zu einer klaren Positionierung gegen Homophobie und Gewalt gegen Lesben und Schwule zu bewegen, wie der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) heute mitteilte. Auch der LSVD habe versucht, Sizzla ein letztes Mal eine goldene Brücke zu bauen. weiterlesen
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