Vaduz. - In Liechtenstein regt sich Widerstand gegen die eingetragene Partnerschaft für Schwule und Lesben. Knapp zwei Wochen nach dem einstimmigen Landtagsbeschluss kündigt eine Initiative namens “Vox Populi”, zu deutsch “Stimme des Volkes”, eine Unterschriftensammlung für ein Referendum gegen das liechtensteinische Partnerschaftsgesetz an. Wer genau hinter der Initiative steht, ist unklar. Daran stört sich die Regierungspartei FBP.
Johannes Schraner aus dem liechtensteinischen Dorf Mauren kündigte die Unterschriftensammlung am Montag in einem Leserbrief in den Landeszeitungen an. Der Landtagsentscheid habe nichts mit “Volksvertretung” zu tun, das Votum des Liechtensteiner Parlaments spotte “jeder Beschreibung”. Der einstimmige Entscheid sei vor allem wegen seiner Eindeutigkeit unglaubwürdig. “Wir sind der Meinung, dass dieser Beschluss nicht das Stimmungsbild im Lande widerspiegelt”, heisst es auf der Webseite der Initiative. Die bislang noch nicht in Erscheinung getretene Gruppierung bezeichnet sich dort als “Interessensgemeinschaft Liechtensteiner Bürgerinnen und Bürger unterschiedlichen Alters und Couleurs”. weiterlesen
Vaduz. - Schwule und Lesben in Liechtenstein sollen ihre Partnerschaft künftig eintragen können. Der Liechtensteiner Landtag sprach sich am Mittwochabend in zweiter Lesung ohne Diskussion einstimmig für das Partnerschafts-Gesetz aus. Auf Initiative einer Abgeordneten wurde der Termin für die Inkraftsetzung drei Monate vorgezogen. Statt ab 1. Januar 2012 können sich Schwule und Lesben bereits ab. 1. September 2011 verpartnern, sofern kein Referendum dagegen ergriffen wird. Ein solches zeichnet sich allerdings noch nicht ab.
Mit dem Landtagsbeschluss neigt sich eine jahrelange heftig und emotional geführte Debatte im Fürstentum zu Ende. In den beiden liechtensteinischen Landeszeitungen hatte es wahre Leserbriefschlachten um das schwul-lesbische Partnerschaftsgesetz gegeben. Die Liechtensteiner Gay-Organisation “Flay” sprach den Parlamentariern und allen Unterstützern des Partnerschaftsgesetzes nach dem Landtagsentscheid ihren Dank aus.
Referendum könnte Homo-Ehe noch stoppen
Ganz in trockenen Tüchern ist die Liechtensteiner Homo-Ehe allerdings auch mit dem eindeutigen Votum des Landtags noch nicht. Binnen 30 Tagen nach amtlichen Veröffentlichung des Gesetzes können Gegner das Referendum ergreifen. Katholisch-konservative Kreise hatten ein Referendum gegen das schwul-lesbische Gesetz in Aussicht gestellt. Der Vaduzer Erzbischof Wolfgang Haas etwa hatte seine ablehnende Haltung früh und deutlich ausgedrückt: “Praktizierte Homosexualität ist objektiv eine schwere Sünde, deren rechtliche Anerkennung geradezu einen Skandal darstellen würde”, sagte er bereits vor drei Jahren dem “Liechtensteiner Vaterland”. weiterlesen
Luzern. - Der Mister Gay Schweiz 2011 heisst Stephan Bitterlin. Der 41 Jahre alte Pflegefachmann und Yoga-Instruktor wurde am Samstag im Theatre LaFourmi in Luzern zum neuen Mr. Gay gewählt. Noch nie war ein Schweizer Mr. Gay so alt. Bitterlin setzte sich gegen zehn jüngere Konkurrenten durch. Er will sich in seinem Amtsjahr für die Akzeptanz der Homosexualität einsetzen und die Vielfalt der homosexuellen Szene aufzuzeigen.
Die Finalisten zeichneten Stehpan Bitterlin für seine Fairness und seinen Teamgeist mit ihrem Friendship-Award aus, dem Titel “Mr. Gay Congeniality 2011″, wie die Veranstalter mitteilen. Es ist das erste Mal, dass der Sieger der “Mr. Gay “-Wahl auch der “Mr. Gay Congeniatlity” ist. weiterlesen