Wien. - Die Webseite www.erstklassigerechte.at, auf der Schwule und Lesben für eine Nachbesserung des Gesetzentwurfs für die Eingetragene Partnerschaft im Land werben, ist am Mittwoch gegen 16 Uhr Opfer eines Hacker-Angriffs geworden.
Wie der schwule Blogger und Grünen-Aktivist Oliver Ritter auf seinem Blog berichtet, ist dadurch viel Content verloren gegangen. Die Webmaster seien dabei, den Inhalt wieder online zu stellen. Auf der Seite wurden unter anderem Stimmen gesammelt für eine Online-Petition. Nach Angaben der Webmaster war die Petition nicht betroffen und kann auch wieder unterzeichnet werden. (wfr) weiterlesen
Wien. – Schwule und Lesben in Österreich bekommen nach der unseligen Debatte um die Einführung der Homo-Ehe im Land Schützenhilfe von der US-Regie- und Schauspiellegende Woody Allen. In der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des österreichischen Nachrichtenmagazins “News” übt er scharfe Kritik an der Diskussion um die Eheschließung Homosexueller.
In einem Interview zum Start des Films “Whatever Works”, in dem es auch um einen spätberufenen Homosexuellen geht, wird Allen deutlich: “Das ist das Blödeste, was einem einfallen kann. Das ist absurd! Warum sollen Homosexuelle nicht heiraten können wie jeder andere auch? Das geht doch keinen was an! Sie sollen dieselben Rechte haben wie Heterosexuelle und auch nach dem gleichen Ritus heiraten dürfen, wenn sie das wollen. Das ist ein Thema auf das sich Leute draufsetzen, die polarisieren wollen. Leute, die selber alle Arten von Problemen haben, psychische oder sexuelle.” weiterlesen
Hamburg. - Deutschlands erster bekennender schwuler Außenminister Guido Westerwelle (FDP) fürchtet keine Probleme wegen seiner sexuellen Orientierung: “Ich bin jetzt fast neun Jahre Parteivorsitzender und habe in dieser Zeit regelmäßig auch offizielle Reisen ins Ausland gemacht”, sagte er dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”. Es habe “nicht ein einziges Mal eine Schwierigkeit oder eine Peinlichkeit gegeben, weil ich mit einem Mann zusammenlebe; ich erwarte das auch als Außenminister nicht.”
Auf die Frage, ob das auch für islamische Länder gelte, in denen Homosexualität zum Teil unter Todesstrafe stehe, sagte der FDP-Politiker: “Es gibt Länder, in denen Frauen systematisch unterdrückt werden. Es gibt Länder, in denen Frauen in einer Weise behandelt werden, die wir als empörend empfinden. Trotzdem haben sich die Deutschen das Recht genommen, eine Frau zur Regierungschefin zu wählen.” weiterlesen
Wien. – Die Homo-Ehe hält Einzug in Österreich. Für viele Schwulen und Lesben ist die österreichische Variante allerdings nicht das Gelbe vom Ei. Ohnen geht das heute im Kabinett verabschiedete Gesetz zur eingetragenen Partnerschaft nicht weit genug.
Erst am Freitag hatten in Wien rund tausend Aktivisten für eine Nachbesserung des Gesetzentwurfs protestiert - vergeblich. Das Gesetz, das heute den Ministerrat passiert hat und im Dezember im Nationalrat beschlossen und am 1. Januar 2010 in Kraft treten soll, sei “nicht der große Wurf, den sich die meisten Homosexuellen Initiativen gewünscht haben”, stellte heute etwa die Homosexuelle Initiative (HOSI) Linz fest. weiterlesen
wien. - in wien haben am freitag nach augenzeugenberichten mehr als tausend menschen für eine nachbesserung des gesetzentwurfs für eine eingetragene partnerschaft für schwule und lesben protestiert, der derzeit auf regierungsebene diskutiert wird.
Unter dem Motto “Erstklassige Rechte statt letzklassigem Gesetz” forderten die demonstranten die völlige Gleichstellung der eingetragenen partnerschaft für homosexuelle mit der Ehe. aufgerufen zu dem protest hatten die grünen andersrum und weitere organisationen.
“Schämt euch”, steht auf Felix’ Schild, das er durch die strassen der wiener innenstadt trägt: “Das richtet sich an alle Parteien, die den diskriminierenden Gesetzesentwurf unterstützen”, sagte er der “presse“. “Und eben so sehr an alle, die dazu schweigen und zusehen.” weiterlesen
Michaelbeuern/Wien. - Die österreichische Bischofskonferenz hat sich auf ihrer Herbstvollversammlung in der Benediktinerabtei Michaelbeuern mit deutlichen Worten gegen die Einführung einer eingetragenen Partnerschaft für schwule und Lesben gewandt. Die Homosexuelle Initiative Wien (HOSI) und die Grünen andersrum wiesen die heute veröffentlichte Erklärung der Bischöfe scharf zurück.
Die Bischöfe zeigten sich in ihrer Erklärung erfreut, dass der Entwurf für ein Bundesgesetz über die Eingetragene Partnerschaft “in seiner Substanz wesentlich weniger weitreichend” ist als in anderen Ländern erlassenen Gesetze. “Er intendiert keine Gleichstellung homosexueller Beziehungen mit der Ehe, was positiv zu bewerten ist”, erklärten die Bischöfe. Auch die im Entwurf vorgesehene Beurkundung der Lebenspartnerschaft bei der Bezirksverwaltungsbehörde im Gegensatz zur zivilen Eheschließung beim Standesamt “manifestiert deutlich den Unterschied zwischen Lebenspartnerschaft und Ehe”, heißt es in der Erklärung weiter. weiterlesen
Berlin. - Verschiedene schwul-lesbische Organisationen haben Deutschlands neuen Aussenminister Guido Westerwelle (FDP) aufgefordert, sich gegen die Todesstrafe für homosexuellen Sex im Iran und drei offenbar unmittelbar bevorstehende Hinrichtungen einzusetzen. Auch der Grünen-Rechtspolitiker Volker Beck forderte Deutschlands ersten offen schwul lebenden Aussenminister in einem Brief auf, sich “unverzüglich für die Aussetzung mehrerer Todesurteile im Iran” einzusetzen.
Die Vollstreckung von drei Todesurteilen gegen Männer, denen homosexuelle Handlungen im Kindesalter vorgeworfen werden, stehen laut der Menschenrechtsorganisation “Human Rights Watch” unmittelbar bevor. Beck, selbst offen schwul, wies darauf hin, dass der islamische Staat den den Zivilpakt der Vereinten Nationen unterzeichnet habe. “Danach ist die Todesstrafe nur bei schwersten Verbrechen anwendbar”, sagte Beck in Berlin. “Weder Glaubensabfall noch Homosexualität fallen hierunter.” Der Zivilpakt verbietet die Verhängung der Todesstrafe für Straftaten, die im Kindesalter - also unter 18 Jahren - begangen wurden. weiterlesen
wien. - der vorliegende entwurf zu einem partnerschaftsgesetz entzweit österreichs schwulen- und lesbenszene. während die grünen andersrum und 89 weitere Organisationen für freitag zu einer demonstration aufrufen, versteht die homosexuelleninitiative wien (hosi) die ganze aufregung nicht.
“Was auf den ersten Blick wie ein Fortschritt klingen mag, ist bei genauerer Betrachtung ein Festhalten an Diskriminierungen, in machen Bereichen sogar ein erheblicher Rückschritt sowie eine Ausweitung diskriminierender Bestimmungen”, schimpft marco schreuder von den grünen andersrum und spricht von “diskriminierungen in serie”. weiterlesen
vaduz. – die schwulen- und lesbenfeindlichen schmierereien auf plakaten einer regierungskampagne für mehr respekt gegenüber homosexuellen werden zur polizeiangelegenheit: die schwul-lesbische initiative “flay” hat anzeige gegen unbekannt erstattet. unterdessen verurteilte die regierung die homophoben ausfälle.
nach informationen von tuckenalarm.com hat die landespolizei liechtenstein die plakate bereits sichergestellt. über allfällige erkenntnisse wurde zunächst nichts bekannt. nach offiziellen angaben wird wegen sachbeschädigung ermittelt.
die plakate einer zweiwöchigen kampagne der stabsstelle für chancengleichheit unter dem motto “liebe ist immer zu respektieren” waren in der nacht zum sonntag mit schwulen- und lesbenfeindlichen parolen besprüht worden.
Die Regierung und ihre Stabsstelle für Chancengleichheit, die die plakat-aktion initiiert hatte, verurteilten am freitag die schmierereien und “die Geisteshaltung, die hinter den aufgesprühten Parolen steht” . weiterlesen
vaduz. – liechtenstein wehrt sich gegen schwulen- und lesbenfeindliche umtriebe: in seltener einigkeit haben die beiden landeszeitungen heute dienstag die homophoben schmierereien auf plakaten einer staatlichen kampagne für mehr respekt gegenüber schwulen und lesben verurteilt.
es kommt nicht oft vor, dass sich die beiden liechtensteiner landeszeitungen einig sind. jede fühlt sich einer partei verpflichtet, das “volksblatt” der fortschrittlichen bürgerpartei (fbp), das “vaterland” der vaterländischen union. beide parteien regieren derzeit in einer grossen koalition mit der fpb als juniorpartner und der grünliberalen freien liste (fl) als kleinstmöglicher opposition – die partei verfügt nurmehr über einen sitz im 25-köpfigen landtag.
dennoch gibt es zwischen den traditionell zerstrittenen parteien ausgerechnet in einem punkt einigkeit: in liechtenstein soll es eine eingetragene partnerschaft geben. der initiative der kleinen fl stimmten im Oktober vor zwei jahren 19 landtagsabgeordnete zu. und auch heute waren sich die landeszeitungen, die für die beiden grossen parteien stehen, in kommentaren zu den anonymen schähungen von schwulen und lesben auf ihren frontseiten einig: “so nicht.” weiterlesen
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