Keine Hauptstadt-Bühne für Sizzla

Erste Absage: "Kesselhaus".

Erste Absage: "Kesselhaus".

Berlin. – Wirkungsvoller Protest gegen musikalische Mordaufrufe gegen Schwule: Der homophobe Reggae-Sänger Sizzla tritt heute nicht wie geplant im Berliner “Kesselhaus” auf. Auch ein zunächst angekündigtes Ausweichquartier lehnte einen Auftritt ab: “Der Betreiber des Huxleys stellt dem Künstler die Räumlichkeiten für ein Konzert nicht zur Verfügung und distanziert sich ausdrücklich vom Inhalt dieser Veranstaltung”, hiess es am Abend auf der Webseite der Berliner Location “Huxleys Neue Welt”.

Das “Kesselhaus” hatte angesichts des Protests verschiedener Gruppen und Politiker zunächst versucht, den Künstler zu einer klaren Positionierung gegen Homophobie und Gewalt gegen Lesben und Schwule zu bewegen, wie der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) heute mitteilte. Auch der LSVD habe versucht, Sizzla ein letztes Mal eine goldene Brücke zu bauen. weiterlesen

ein beitrag vom 26.11.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Zahl der HIV-Neuinfektion in Deutschland stabil auf hohem Niveau

Stabil auf hohem Niveau: Hiv-Neuinfektionen in Deutschland.

Stabil auf hohem Niveau: Hiv-Neuinfektionen in Deutschland.

Berlin. - In Deutschland werden sich bis Ende des Jahres voraussichtlich 3000 Menschen neu mit dem AIDS-Virus HIV angesteckt haben. Das geht aus einer Prognose des Berliner Robert Koch Instituts hervor, die im Vorfeld des Welt-Aids-Tages veröffentlicht wurde.

Die Zahl von rund 3000 Menschen mit Neuinfektionen ist nach Angaben des Instituts seit etwa drei Jahren stabil. Deutschland habe außerdem die niedrigste Neuinfektionsrate in Westeuropa, hiess es weiter. Wie der “Tagesspiegel” berichtet, hat sich die Zahl der Neuinfektionen in der Bundesrepublik seit 2001 allerdings verdoppelt. Damals waren dem Bericht zufolge 1443 neue Diagnosen verzeichnet worden. 2008 waren es 2841.

“Das Infektionsgeschehen hat sich in den letzten Jahren stabilisiert”, sagte Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) in Berlin. Das sei “ein kleiner Erfolg”. Der Weg des Bundesministeriums für Gesundheit, Prävention und Aufklärung zu fördern, sei richtig. “Aber wir müssen gemeinsam mit unseren Partnern weiterhin hart daran arbeiten, die Zahl der Neuinfektionen zu senken.” weiterlesen

ein beitrag vom 25.11.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Homophobie in neuen Schläuchen

antwort auf philipp guts thesen zur homosexualität: volker beck.

antwort auf philipp guts thesen zur homosexualität: volker beck.

Es gibt keinen “Kult um die Schwulen”. Homosexuelle werden zwar immer sichtbarer. Aber wirklich gleichberechtigt sind sie noch nicht. Eine zweite Antwort auf die Thesen von Philipp Gut im Schweizer Magazin “Weltwoche” (”Handschellen in Rosarot“) und in der deutschen Tageszeitung “Die Welt” (”Homosexualität ist zu einer Art Religion geworden“).

Von Volker Beck*

Muss man wirklich gegenhalten, wenn einer sich künstlich darüber erregt, dass es einen Verein schwuler Eisenbahnfreunde gibt? Muss man einen Autor ernst nehmen, der als einziges Beispiel für die von ihm fantasierte Weltverschwörung zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit eine verhinderte Schönheitskönigin aus den USA anführen kann, die wegen ihrer Ablehnung der Homo-Ehe angeblich den Miss-Titel verpasste? Übrigens eine Falschmeldung: Sie verlor ihren Status wegen Vertragsverletzungen.

Hat dieser Autor Philipp Gut, immerhin Kultur- und Gesellschaftschef des Schweizer Wochenmagazins “Weltwoche”, übersehen, dass kürzlich die Menschen in einigen US-Bundesstaaten in Volksabstimmungen mehrheitlich dafür votiert haben, ihren homosexuellen Mitbürgerinnen und Mitbürgern das Grundrecht auf Eheschließung zu verweigern? Sieht so etwa die “Homosexualisierung der Gegenwart” oder ein “Kult um die Schwulen” aus? weiterlesen

ein beitrag vom 24.11.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Wenn sich selbst ernannte Intellektuelle selbst ins Aus schiessen

als bedrohlich empfunden: gelebte und respektierte homosexualität.

als bedrohlich empfunden: gelebte und respektierte homosexualität.

In der Schweiz heisst er Philipp Gut, in Österreich Andreas Unterberger. Der eine arbeitet als Kultur- und Gesellschaftschef bei der “Weltwoche”, der andere ist ehemaliger Chefredakteur der “Wiener Zeitung”. Beide versuchen derzeit, in pseudo-feuilletonistischem Duktus den überfälligen staatlichen und gesellschaftlichen Respekt vor Schwulen und Lesben zu diskreditieren. Am Ende diskretitieren sie sich damit selbst.

Von Wolfgang Frey

Zu den Anwürfen von Phillip Gut haben auf tuckenalarm.com bereits der deutsche Medienjournalist und Publizist Stefan Niggemeier und Grünen-Politiker Volker Beck Stellung genommen. Philipp Gut konstatiert eine Art Weltverschwörung der Homosexuellen gegen seine offenbar eingeschränkt heterosexuelle Weltsicht, er fühlt sich lesbar bedroht und stilisiert Homosexualität zu einer Art Religion herauf, der sich offenbar niemand zu entziehen wage.

Auf seinem “nicht ganz unpolitischen” Tagebuch setzt Andreas Unterberger unter dem Titel “Schwulenehe: Die miesen Tricks” nun noch einen drauf. Die unzureichenden Vorschläge für eine Eingetragene Partnerschaft in Österreich sind ihm einen Erguss wert, der beim homosexuellen Leser das Gefühl auslöst, er müsse schon fast ein wenig hass- oder zumindest angsterfüllt sein. Der Chef der konservativen Volkspartei Österreichs (ÖVP), Josef Pröll, dessen Partei bis zum Schluss gegen den Protest zahlreicher Homo-Vertreter im Land bremste, was zu bremsen war, ist für Unterberger nun zum “Umfaller” geworden, weil er dieser Homo-Ehe-light überhaupt seinen Segen (“gangbarer Kompromiss”) gab.
weiterlesen

ein beitrag vom 24.11.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Protest gegen und Extra-Konzert für Hass-Sänger Sizzla

zusatzkonzert: hass-sänger sizzla.

zusatzkonzert: hass-sänger sizzla.

Köln/Wuppertal. - Der durch seine Aufrufe zur Gewalt gegen Schwule bekannte Sänger Sizzla hat so viele Fans in Deutschland, dass er für seine bevorstehende Tournee ein Extra-Konzert geben will. Unterdessen forderte am Montag nach dem offen schwul lebenden Grünen-Politiker Volker Beck auch der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) eine Absage der Auftritte und ein Einreiseverbot für den jamaikanischen Hasssänger.

Der Wuppertaler “U-Club”, hat für Mittwoch, 28. November ein Zusatzkonzert von Sizzla angekündigt. Das für Samstag, 28. November, geplante Konzert des Sängers sei ausverkauft, heisst es auf der webseite des Clubs.

Der LSVD verurteilte die geplanten Auftritte: “Hierzulande darf kein Interpret auftreten und auch noch Geld verdienen, der zu Mordtaten an Schwulen und Lesben aufruft und für Morde an Schwulen auf Jamaika womöglich mitverantwortlich ist”, sagte der LSVD-Geschäftsführer Klaus Jetz. “Interpreten, die menschenverachtendes Gedankengut im Repertoire führen, darf keine Bühne geboten werden.” weiterlesen

ein beitrag vom 23.11.2009 / 1 Kommentar / diskutiere darüber im forum /

Das Video zum Sonntag: Freiheit hinter Gitterstäben

.
Mario Mrazek am 13. November 2009 bei der Wiener Kundgebung für “Erstklassige Rechte” zur Verbesserung des Gesetzentwurfs zur Eingetragenen Partnerschaft in Österreich.
.

weiterlesen

ein beitrag vom 22.11.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Einreiseverbot für Hass-Sänger Sizzla gefordert

 protest gegen hass-sänger-konzert: sizzla plant deutschland-tour.

protest gegen hass-sänger-konzert: sizzla plant deutschland-tour.

Berlin. - Der offen schwule Grünen-Politiker Volker Beck hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Samstag aufgefordert, die Einreise des jamaikanischen Hasssängers SIZZLA nach Deutschland zu verhindern. Er plant dort eine Tournee durch mehrere Städte.

“Lesben und Schwule, ich sage, tot sollen sie sein. Ich traue Babylon für keine Sekunde. Ich gehe und erschieß’ Schwule mit einer Waffe” - zitiert das online-magazin “queer.de” aus einem der Songs des Reggea-Sängers.

Volker Beck, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer und menschenrechtspolitischer Sprecher der Grünen, forderte, “Die Auftritte des Hasssängers Sizzla in der nächsten Woche müssen verhindert werden! Bundesinnenminister de Maizière soll die Einreise dieses Hasssängers verhindern!” weiterlesen

ein beitrag vom 21.11.2009 / 1 Kommentar / diskutiere darüber im forum /

homosexuelle initiative liechtensteins ausgezeichnet

ausgezeichnet: schwul-lesbische initiative "flay".

ausgezeichnet: schwul-lesbische initiative "flay".

Vaduz. - Die liechtensteinische schwul-lesbische Initiative “Flay” ist am Donnerstagabend in Vaduz mit dem Preis für Zivilcourage Demograzia ausgezeichnet worden. Der schwul-lesbische Verein hatte zuletzt mit homophoben Schmierereien auf Plakaten einer Kampagne der Landesregierung und schwulen- und lesbenfeindlichen Leserbriefen in den beiden Landeszeitungen  zu kämpfen.

“Liechtenstein braucht mutige Menschen”, heisst es in der Ausschreibung des Preises, der alle drei Jahre vergeben wird. “Persönlichkeiten mit Zivilcourage, die unerschrocken für eine Idee kämpfen - zugunsten eines offenen, solidarischen und demokratischen Liechtensteins. Es gibt diese Menschen.” weiterlesen

ein beitrag vom 20.11.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Klagen gegen Wiener Homo-Ehe light angekündigt

Klagen gegen Partnerschaftsgesetz angekündigt

homo-ehe light: klagen angedroht.

Wien. – Kaum ist der Gesetzentwurf für eine Eingetragene Partnerschaft in Österreich durchs Kabinett, gibt es schon die ersten Klagedrohungen: Wie die Zeitung “Österreich” heute meldet, plant der Anwalt Helmut Graupner vom Rechtskomitee Lambda vier Klagen gegen das neue Gesetz. Ihm geht die neue “Homo-Ehe“ nicht weit genug.

“Wir sind mit dem Gesetz zwar vom 19. ins 20. Jahrhundert gesprungen”, sagte der Jurist der Zeitung. “Ich kämpfe nun dafür, dass wir im 21. Jahrhundert ankommen.” Konkret nennt er vier Punkte, die er nach Inkrafttreten des Gesetes bis zum Verfassungsgerichtshof einklagen will. weiterlesen

ein beitrag vom 19.11.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Jörg Haider: Freispruch vom “Vorwurf der Homosexualität”

fragwürdige urteilsbegründung: Homosexualität unehrenhaft.

fragwürdige urteilsbegründung: Homosexualität "unehrenhaft".

Wien. – Die Witwe des rechtspopulistischen österreichischen Politikers Jörg Haider hat 14 Monate nach seinem Tod einen spektakulären Erfolg vor Gericht erzielt: Wie die Tageszeitung “ÖSTERREICH” heute berichtet, hat das Grazer Landesgericht der deutschen “Bild”-Zeitung in einer Einstweiligen Verfügung verboten, Haider “homosexuell” zu nennen.

Inzwischen seien gleichlautende Urteile des Wiener Handelsgerichts auch an die Medien “News” und “Österreich” zugestellt worden, die die Berichte von “Bild” zitiert hatten. Die Einstweilige Verfügung gegen die Berichterstattung der Medien hatte in Haiders Namen seine Witwe Claudia beantragt.

Vor einigen Monaten hat sich ein Kellner als Geliebter des verstorbenen Kärntner Politikers geoutet. Für seine Witwe war die “Bild”-Story mit dem Titel “Haiders Geliebter packt aus” nicht hinnehmbar: Ihr Mann sei “sicher nicht homosexuell gewesen”, liess sie verlauten und zog vor ein Kärntner Gericht. Das sollte sicherstellen, dass Jörg Haider selig nie mehr als homosexuell bezeichnet werden darf. weiterlesen

ein beitrag vom 19.11.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

nächste Seite »
Google