St. Gallen. - “Prepare for the LONG run”: Unter diesem Motto steht der erste Deutsch-Österreichisch-Schweizerische Aids-Kongress (SÖDAK 2009), der am mittwoch in den Olma-Kongresshallen in St. Gallen eröffnet wurde. Der Leitsatz des Kongresses soll deutlich machen: Die Aids-Epidemie ist noch lange nicht besiegt, auch in Europa nicht.
“Es braucht in der komplexen Behandlung von HIV/Aids und auch in der Prävention einen langen Atem und zeitgemässe Konzepte”, sagte Kongresspräsident Professor Pietro Vernazza. Dies erfordere eine breite gesellschaftliche Akzeptanz der Menschen mit HIV/Aids, die durch ihre Infektion weder diskriminiert noch stigmatisiert werden dürfen, unterstrich vernazza. weiterlesen
berlin. – das dumme an herkömmlichen boy-bands ist ja, dass man sich nicht nur den platz vor der bühne mit kreischenden dreizehnjährigen mädels teilen muss. meist auch die boys. denn die sind ja meistens gar nicht alle schwul, obwohl sie so gut aussehen. der tv-sender timm schafft jetzt abhilfe: er startet einen talentwettbewerb für eine schwule boy-band.
zu gewinnen gibt es nicht weniger als eine reise nach new york und einen plattenvertrag. und anders als bei privatfernsehpeinlichkeiten wie “deutschland sucht den superstar” sitzt nicht einmal dieter bohlen in der jury. statt dessen der casting-show erfahrene engländer ross anthony, der einst beim wettbewerb popstars seinen platz in der band Bro’Sis gewann.
anders als Bro’Sis soll die timm-tv-band allerdings von anfang an das label schwul tragen. anthony hatte sich bekanntlich erst kurz vor dem dritten album seiner band geoutet. und anders als Bro’Sis soll die neue schwule boy-band auch von anfang an so aussehen. vorbild sind die village people (”ymca”, “in the navy”). ergo heisst der talentwettbewerb auch “village boys”. weiterlesen
zürich. – safer ist eigentlich gar nicht so kompliziert. Die regeln sind einfach zu merken: ficken nur mit gummi, nicht im mund kommen und kein blut oder sperma in irgendwelche körperöffnungen gelangen lassen. für vergessliche hat sich die schweizer aids-hilfe jetzt aber einen service ausgedacht. merken muss man sich nur eine nummer.
In der „Hitze des Gefechts“, so die aids-hilfe, sei sich Mann oder Frau schliesslich oft unsicher, was nun „safe“ sei und was nicht. dabei bietet die neue mobile Dienstleistung der Aids-Hilfe Schweiz Abhilfe. Eine SMS mit dem Stichwort „STOP AIDS“ an die Nummer 266 genügt undschon hat man die safer-sex-Regeln auf dem handy - für 20 Rappen pro Anfrage und in vier sprachen.
zur ansicht, hier schon mal das ergebnis der sms: “- Eindringen immer mit Gummi, - Kein Sperma, kein Menstruationsblut in den Mund, nicht schlucken”. wer sich das nicht merken kann: handy immer mitnehmen und die 266 merken. (wfr)
köln/istanbul. - Der ehrenmord an dem schwulen Istanbuler Studenten Ahmet Yildiz kommt vor Gericht. Das berichtet die kölner Hirschfeld-Eddy-Stiftung unter berufung auf ahmets lebensgefährten.
Die Verhandlung ist für den 8. September 2009 vor der ersten Kammer des Strafgerichts im Istanbuler Stadtteil Üsküdar terminiert. Angeklagt wird der Vater des Opfers, der sich möglicherweise im Irak versteckt hält. Damit kommt in der Türkei zum ersten Mal ein Ehrenmord an einem schwulen Mann vor Gericht.
Im August 2008 hatte sich Ibo Can, der Lebensgefährte von Ahmet Yildiz, an die Hirschfeld-Eddy-Stiftung gewandt und über Umstände und Hintergründe des Mordes berichtet. Nach dem Verbrechen fürchtete Ibo Can, der deutscher Staatsbürger ist, selbst um Leib und Leben und wandte sich an das deutsche Konsulat. Unter Polizeischutz begab er sich zum Flughafen und verließ Istanbul in Richtung Deutschland.
bern. – Pünklich zur europride in zürich meldet sich die “LOVE LIFE STOP AIDS”-Kampagne des Bundesamts für Gesundheit und der Aids-Hilfe Schweiz Mit den kürzesten TV-Spots der Schweiz zurück. Die Kampagne erinnert daran, dass das Wissen um die Safer-Sex-Regeln allein noch nicht vor Risikosituationen schützt.
In nicht alltäglichen Situationen, in denen sich zwei Menschen begegnen und spontanen Sex miteinander haben, ist häufig kein Kondom zur Hand und es kommt zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr. “Ging’s zu schnell, um an Gummis zu denken?” heisst denn auch die jüngste Kampagne. weiterlesen