wie die jungfrau zum kind: “papst hat von nichts gewusst”

Vatikanstadt/Berlin. - nun bewegt sich der papst zumindest ein bisschen. Nach tagelangem öffentlichem Druck fordert der Vatikan den kürzlich vom papst rehabilitierten Holocaust-Leugner Bischof Richard Williamson nun zum Widerruf seiner Holocaust-Leugnung auf. “eindeutig und öffentlich” solle er sich distanzieren, verlangt das Staatssekretariat des Vatikans. sonst könne er nicht wieder als Bischof eingesetzt werden. die Priesterbruderschaft, so der vatikan, solle zudem das Zweite Vatikanische Konzil anerkennen. benedikts kritiker versöhnt das jedoch nicht. und unterdessen heisst es in rom gar offiziell, der papst sei zur paptkrise (”tagesschau”) gekommen, wie die jungfrau zum kind: er habe nämlich von nichts gewusst. derweil lädt ein bayerischer priester schwule und lesben zur segnung ein.

Williamson hatte bekanntlich erst kürzlich in einem Interview mit dem schwedischen Fernsehen (siehe video) behauptet, es seien wohl “200.000 bis 300.000 Juden in den Konzentrationslagern gestorben”, aber “nicht ein einziger von ihnen in Gaskammern”. Die Aufhebung der Exkommunizierung von Williamson und drei weiteren Bischöfen der Pius-Bruderschaft am 24. Januar durch Papst Benedikt XVI. hatte einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. der vatikan behauptet nun auch offiziell, Benedikt habe bis dahin nichts von dem Interview Williamsons gewusst. inoffiziell ist bereits von einer verschwörung gegen den papst die rede.

Dass Kanzlerin Merkel ihn vor kurzem öffentlich kritisierte, hat den Papst nach Informationen der “financial times deutschland” verärgert. “geradezu entsetzt” sei man über die Debatte in Deutschland. weiterlesen

ein beitrag vom 05.02.2009 / 1 Kommentar / diskutiere darüber im forum /

das video zur papstkrise: die wahrheit über ratzinger

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die deutsche “tagesschau” hat angesichts des streits um den kurs des vatikans nun schon das wort “papstkrise” erfunden. zeit für einen beitrag des kabarettisten hagen rether über papst benedikt xvi, als er noch kardinal ratzinger war und die vorhölle abschaffte.
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ein beitrag vom 05.02.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

bischof weist kritik zurück und bekräftigt homophobe haltung

keine gewalt gegen gays: bischof algermissen.

keine gewalt gegen gays: bischof algermissen.

fulda. - der fuldaer bischof heinz josef algermissen, der hochzeiten zwischen schwulen und lesben in einer diskussionsrunde mit jugendlichen kürzlich als “abartig” bezeichnet hatte, hat die kritik gegen seine äusserungen zurückgewiesen, seine haltung aber bekräftigt. “Hinsichtlich einer pointierten Ablehnung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften und des Adoptionsrechts für Homosexuelle” sei es “unangebracht”, von “antidemokratischen Ausfällen” zu sprechen, erklärte das Bistum.

es sei “nicht die Absicht des Bischofs”, homosexuell veranlagte Männer und Frauen zu diskriminieren. Jedoch seien “nicht alle Handlungen von Menschen in gleicher Weise richtig und nicht alle Lebensformen gleich gut”, heisst es in der erklärung weiter. inhaltlich untermauerte algermissen seine aussagen damit lediglich, wenn auch mit etwas weniger derben formulierungen.

das bistum erklärte ebenfalls, es verstehe sich von selbst, “dass Bischof Algermissen jede Form von Übergriffen gegen Homosexuelle” ablehne. auch das hatte algermissen in der diskussionsrunde bereits unterstrichen. Zum Umgang mit schwulen und lesben hatte er den jugendlichen empfohlen: “bloss keine Verfolgung und Sanktionen (…) Die sollen ganz still so leben, wie sie es machen.“ weiterlesen

ein beitrag vom 04.02.2009 / 2 Kommentare / diskutiere darüber im forum /

zürich rührt die schwul-lesbische werbetrommel

reklame für zürich: stadt wirbt um gays.

reklame für zürich: stadt wirbt um gays.

zürich. - das zürcher fremdenverkehrsbüro zürich tourismus rührt die werbetrommel für die EuroPride 09. mehr als 100.000 besucher werden zum grössten europäischen gay-anlass des jahres in der stadt erwartet. zürich tourismus hat sein werbebudget für Schwule und Lesben für 2009 deshalb auf 100.000 Franken verdoppelt.

geworben wird In Grossbritannien, Deutschland und den USA. laut zürich tourismus “Unsere wichtigsten Märkte”. zum werbematerial zählen  romantische Fotos schwuler und lesbischer paare, Flyern, Banner und Newsletter.

“Wenn in unserer Stadt schon ein solcher Anlass mit internationaler Beachtung stattfindet, müssen wir das Potenzial nutzen”, sagte Maurus Lauber von Zürich Tourismus zur gratiszeitung “20 Minuten”.

Edith Zweifel von Schweiz Tourismus erklärte laut “klein report”, die Szene sei über ihre Zeitschriften und Internetportale gezielt und ohne grosse Streuverluste sehr gut erreichbar. “Schwule und Lesben sind ein sehr attraktiver Markt”, sagte zweifel, da sie kulturell interessiert seien, Geld hätten und es auch ausgäben. weiterlesen

ein beitrag vom 04.02.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Deutschland bläst den papst-hype ab

das war einmal: jubel um benedikt.

das war einmal: jubel um ratzinger.

Berlin. – nun ist selbst in deutschland ernüchterung eingetreten. Der hype um den deutschen papst ist abgeblasen. Statt “wir sind papst!” drucken die zeitungen schlagzeilen wie “Wir waren Papst“, “Die Kritik an Papst Benedikt XVI. will nicht verstummen“, “die papstrophe” oder räsonieren darüber, ob der papst eigentlich zurücktreten könne. An entsprechenden empfehlungen mangelt es inzwischen auch nicht mehr – wenn der fall eines rücktritts freilich auch sehr unwahrscheinlich ist. Und es wird zunehmend deutlich, dass die pius-bruderschaft, die papst benedikt xvi samt dem Bischof und Holocaust-Leugner Williamson kürzlich rehabilitiert hat, eine lange tradition juden-, minderheiten- und schwulenfeindlicher auswüchse hat.

Von wolfgang frey

“Die Holocaust-Leugnung des Bischofs Richard Williamson ist kein einfacher Ausrutscher - er und seine Weggefährten predigen seit Jahrzehnten Hass gegen Juden, Muslime und Homosexuelle”, schreibt “spiegel online“. Ihre Schriften gewähren einen erschreckenden Einblick in die Geisteswelt der katholischen Hardliner.”

In kanada habe williamson schon 1989 erklärt: “Die Juden erfanden den Holocaust, Protestanten bekommen ihre Befehle vom Teufel, und der Vatikan hat seine Seele an den Liberalismus verkauft.” weiterlesen

ein beitrag vom 03.02.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

immer mehr schweizer schwule stecken sich mit hiv an

safer sex: gummis schützen.

safer sex: gummis schützen.

Bern. - Die hiv-infektionszahlen in der Schweiz steigen. im vergangenen jahr haben sich vor allem wieder mehr schwule mit dem tödlichen virus neu angesteckt: binnen fünf jahren hat sich die zahl der jährlichen neuinfektionen unter homosexuellen männern verdoppelt. das geht aus dem aktuellen bulletin des eidgenössischen Bundesamts für Gesundheit hervor, dass in dieser woche veröffentlicht wurde. präventionskampagnen wie “mission possible” helfen offenbar nichts.

Bis silvester 2008 wurden dem amt insgesamt 766 Fälle von neuinfektionen gemeldet. 2007 waren es 768 Fälle. In den nächsten Wochen werden jedoch noch 20 bis 30 Nachmeldungen erwartet. “die HIV-Epidemie”, schreibt das amt, scheine bei der heterosexuellen Übertragung und beim intravenösen Drogenkonsum unter Kontrolle zu sein. dagegen nähmen die Fälle bei schwulen Männern weiter zu. Diese beiden Trends kompensierten sich gegenseitig: “Die HIV-Epidemie in der Schweiz scheint stabil, allerdings auf sehr hohem Niveau.”

Unter heterosexuellen haben die neuinfektionen auch 2008 leicht abgenommen. Bei den Frauen fällt der rückgang deutlich aus: Von 80 Fällen im jahr 2002 ging er 2008 auf 35 zurück. Bei Männern ist der Rückgang seit 2004 zu beobachten. die zahl der neuinfektionen sank von 103 fällen 2004 auf 68 im jahr 2007, nahm im vergangenen jahr allerdings wieder auf 83 neuansteckungen zu. Die Zahl der Meldungen bei Einwanderern aus Subsahara-Afrika nahm ebenfalls weiter ab: Von 148 Fällen im Jahr 2007 auf 97 im vergangenen jahr. weiterlesen

ein beitrag vom 03.02.2009 / 1 Kommentar / diskutiere darüber im forum /

das video zum sonntag: dank pepsi zum traummann

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scharf auf frauen? nein ganz und gar nicht. und pepsi macht auch noch mut, den traumprinzen endlich anzusprechen. reklame aus amerika.
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ein beitrag vom 01.02.2009 / 1 Kommentar / diskutiere darüber im forum /

que(e)rgestreift: schwul-lesbisches filmfestival in kontanz

film ab: queergestreift-filmfestival in konstanz.

film ab: queergestreift-filmfestival in konstanz.

konstanz. – zum inzwischen einunddreissigsten mal startet am freitag, 6. februar, das schwul-lesbische fimfestival “queergestreift” in konstanz. schauplatz ist Das Konstanzer Zebra-Kino im Joseph-Belli-Weg 5. organisiert wird es gemeinsam mit dem Gay-Café der Universität Konstanz. bis zum 16. februar stehen neun filme auf dem programm. weiterlesen

ein beitrag vom 01.02.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Holocaust-Leugner Williamson probt eine “entschuldigung”

"keine gaskammern": weihbischof williamsom.

"keine gaskammern": weihbischof williamsom.

Rom. - die katholische kirche prüft erneut ihre abgründe. papst benedikt xvi rückt die glaubensgemeinschaft weiter nach rechts. der holocaust-leugner Bischof Richard williamson, dessen exkommunikation papst benedikt xvi pünklich zum holocaust-gedenktag gerade aufgehoben hatte und gegen den in Deutschland wegen Holocaust-Leugnung ermittelt wird, hat den Papst nun zwar um Entschuldigung gebeten - allerdings ohne inhaltlich von seinen Aussagen abzurücken, die weltweit Empörung hervorgerufen hatten. In einem am Freitag veröffentlichten Schreiben unterstrich der Brite, er bedauere zutiefst “das Leid”, das er mit seiner “unnötigen” Äußerung dem Heiligen Vater verursacht habe.

“Angesichts des schrecklichen Sturms, der durch meine unvorsichtigen Kommentare im schwedischen Fernsehen heraufbeschworen wurde, bitte ich Sie mit allem Respekt, den Ausdruck meines tief empfundenen Schmerzes wegen der von mir ausgelösten unnötigen Verunsicherungen und Probleme zu akzeptieren”, so ein Schreiben, das an den kolumbianischen Kurienkardinal Dario Castrillon Hoyos gerichtet ist und vom argentinischen Internetportal “Panorama Católico Internacional” verbreitet wird. weiterlesen

ein beitrag vom 01.02.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

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