weltaidstag: respekt für hiv-positive

aufruf zum respekt: aids-hilfe schweiz.

aufruf zum respekt: aids-hilfe schweiz.

Zürich. – Die Schweizer Aids-Hilfe ruft zum Weltaidstag am 1. Dezember zu Solidarität mit HIV-positiven Menschen auf.  praktisch täglich erleben diese nach wie vor Ablehnung, Ausgrenzung, Stigmatisierung und Diskriminierung.

Negative Reaktionen, so die Aids-Hilfe, kommen nicht nur von anonymen, unbekannten Personen, sondern  auch von Arbeitgebern, Arbeitskollegen, Freunden und selbst aus dem engsten Familienkreis. Viele Gründe führen zur Ausgrenzung: Unwissen über HIV, bewusste oder unbewusste Angst vor einer Ansteckung, Vorurteile gegenüber sogenannten Randgruppen wie etwa Schwulen, Schuldzuweisungen an die HIV-Positiven, Egoismus oder mangelnde Solidarität mit den Schwächeren in der Gesellschaft.  Egal was dahinter stecken, eines ist für die Aids-Hilfe sicher: Die Gesellschaft muss sich im Kampf gegen die Diskriminierung von HIV-positiven Menschen engagieren.

Vom Kindergarten bis zum Altersheim

Die Ausgrenzung kennt keine Altersgrenze. Schon die Kleinsten sind betroffen. Und zwar nicht nur, wenn sie selbst HIV-positiv sind und der Status bekannt wird. Es reicht schon, wenn bekannt wird, dass Vater oder Mutter der Kinder mit dem Virus leben. Werden diese Jugendlichen später in einem Sportklub aktiv, verschweigen sie aus Furcht vor einer Rückweisung oder gar dem Ausschluss aus einem aktiven Team, häufig ihre Infektion. HIV im Sport ist ein absolutes Tabuthema. Sei es im Training, im Wettkampf oder in der “dritten Halbzeit“. weiterlesen

ein beitrag vom 28.11.2008 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

“Ich fühlte mich wie der letzte Dreck”

ein schwuler fussballer packt aus: Marcus urban.

ein schwuler fussballer packt aus: Marcus urban.

hamburg. – Im profifussball ist nach wie vor kein platz für schwule. Marcus urban, Profispieler bei Rot Weiss Erfurt hat  hat das am eigenen leib erfahren: aus angst, ertappt zu werden und damit seine chancen als profifussballer zu gefährden, beendete urban seine karriere mit 23 jahren. In seinem Buch “versteckspieler” erzählt Der heute 37-jährige von seinen erfahrungen und seinem frust. Er galt als grosses talent in der deutschen fussballerszene.

In einem interview mit der gratiszeitung “20 minuten” sagte urban, er habe ziemlich gelitten: “Ich fühlte mich wie der letzte Dreck. Als ich in der Sportschule ständig mit einer Gruppe unterwegs war, wurde es wirklich schwierig. Da kamen erotische Fantasien auf, die ich mir nicht erlauben wollte. Ich war ja auf dem Weg zum Fussballprofi, und als Fussballprofi kann man nicht schwul sein. Das hab ich mir immer gesagt. Ich fühlte mich falsch, das führte zu einem Riss in meiner Persönlichkeit. Als all die Fantasien und Gefühle aufkamen, war ich gezwungen, mich zu verstecken. Ich wurde zum Versteckspieler.”

Ständige Selbstkontrolle, kein privatleben
Am ende, sagt urban, habe er seine Sätze kontrolliert, seine Gestik, “alles, was irgendwie verdächtig hätte sein können”. Das galt auch für sein privatleben: “Ich habe alles verdrängt. Sexuell lief überhaupt nichts, nicht einmal körperliche Nähe hatte ich. Während der ganzen Karriere.” weiterlesen

ein beitrag vom 20.11.2008 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Schweizer armee will keine hiv-positiven soldaten

armee will keine hiv-positiven: schweiz.

armee will keine hiv-positiven: schweiz.

Zürich. – die schweizer armee will keine hiv-positiven in ihren reihen. Das neue reglement des vbs erklärt menschen mit einer hiv-infektion automatisch für dienstuntauglich. Eine individuellen untersuchung ist nicht vorgesehen. Allein der hiv-status reicht aus. Die Aids-Hilfe reagiert empört.

Laut einem bericht der “Sonntagszeitung” begründet das Eidgenössische Departement für Verteidigung (VBS) seine neue Praxis damit, dass der Aufwand für eine “Sonderbehandlung” zu gross wäre. Für die Aids-Hilfe Schweiz ist das nicht nachvollziehbar. “Dank den modernen Therapien ist HIV zu einer meist behandelbaren chronischen Erkrankung geworden”, erklärte die organisation. “trotzdem behandelt das VBS HIV-Positive immer noch wie Aussätzige.

Im neuen Reglement des VBS heisst es nach angaben der aids-hilfe wörtlich: “Stellungspflichtige und Rekruten mit positiver HIV-Serologie unter Therapie sind grundsätzlich dienstuntauglich. Bei Angehörigen der Armee mit abgeschlossener Grundbildung muss die Situation etwas differenzierter beurteilt werden. Die Beurteilung hängt vom medizinischen Verlauf, von der Therapie, der militärischen Funktion und der Einstellung des Angehörigen der Armee ab.” weiterlesen

ein beitrag vom 20.11.2008 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Promis fordern solidarität und respekt

Gute frage: marc forster

Gute frage: marc forster

Zürich. – mit einer plakatkampagne zum weltaidstag am 1. Dezember wirbt die Aids-Hilfe Schweiz für respekt vor menschen mit hiv oder aids.

Zu den prominenten unterstützern der aktion zählen der Skistar Didier Cuche, der Musiker Stephan Eicher, der James-Bond-regisseur Marc Forster, die Schauspielerin Stephanie Glaser und die tv-moderatorin Sandra Studer. Sie liessen sich für die plakatkampagne ablichten und finden klare worte zum thema.

“Würden Sie mich noch sehen wollen, wenn ich HIV-positiv wäre?” fragt Sandra Studer. “WüRDEN SIE NOCH AN MEINE KONZERTE KOMMEN, WENN ICH HIV-POSITIV WäRE?”, fragt Stephan Eicher. “WüRDEN SIE MIR NOCH DIE DAUMEN  DRüCKEN, WENN ICH HIV-POSITIV WäRE?”, fragt Didier Cuche. weiterlesen

ein beitrag vom 18.11.2008 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

“die jüngsten übergriffe machen uns angst”

diskriminierung in der hauptstadt: berlin.

diskriminierung in der hauptstadt: berlin.

Berlin. – Dass Homophobie gerade unter Südländern und Moslems verbreitet ist, ist ein offenes Geheimnis. Eine Studie an Berliner Schulen hat das gerade Ende 2007 wieder gezeigt: danach stimmen 49,5 Prozent der türkischen oder türkischstämmigen Schüler der Aussage zu: “Wenn ich wüsste, dass mein Nachbar schwul ist, würde ich lieber keinen Kontakt zu ihm haben.” Nun fordert ausgerechnet die konservative Berliner CDU, ansonsten nicht gerade eine Bastion schwuler und lesbischer Vordenker, wieder einmal Abhilfe. Vielleicht, weil man so der linken, vom offen schwul lebenden Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit geführten landesregierung eins auswischen will, vielleicht auch, weil man in der einwanderungspolitik ein zeichen setzen will. Aber immerhin: gewalt gegen lesben und schwule wird einmal öffentlich thematisiert.

Sascha Steuer, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus und selbst offen schwul, warf der landesregierung aus spd und linkspartei in einem interview in der Tageszeitung “Tagesspiegel” vor, zu wenig gegen die steigende zahl von homophoben gewalttaten zu unternehmen: “Die jüngsten Übergriffe, bei denen Schwule oder Lesben ohne jeden Grund krankenhausreif geschlagen wurden, machen uns Homosexuellen Angst - und immer häufiger haben die Täter Migrationshintergrund”, sagte steuer der zeitung. “In meinem Freundeskreis wird bereits diskutiert, ob man in der Öffentlichkeit noch Händchen halten oder sich einen Abschiedskuss geben kann.” weiterlesen

ein beitrag vom 17.11.2008 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Irische katholiken fürchten Homo-Ehe

kirche verteufelt homo-ehe: irland.

kirche verteufelt homo-ehe: irland.

Dublin. – Die katholische Kirche in Irland wettert gegen die geplante Einführung von Eingetragenen Partnerschaften im Land. Als Grund schiebt sie die Kinder vor.

Kardinal Seán Brady, Vorsitzender der irischen Bischofskonferenz, erklärte laut queer.de auf einer kirchlichen Veranstaltung, die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen verstiesse gegen die Verfassung, schwule und lesbische Paare seien nicht im “öffentlichen Interesse” und Kinder, die in solchen nicht traditionellen Familien aufwüchsen, würden eher arbeitslos, kriminell und drogenabhängig.

“Diejenigen, die auf die Verfassung, die moralische Unversehrtheit und das Wort Gottes wert legen – ebenso wie auf den kostbaren menschlichen Wert einer Ehe zwischen einem Mann und einer Frau als Grundlage der Gesellschaft – müssen alle rechtlichen und demokratischen Wege nutzen, um das geplante Gesetz zu stoppen”, forderte Brady dem Bericht zufolge. weiterlesen

ein beitrag vom 17.11.2008 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Fussballer-Outings erwartet

schwieriges verhältnis: fussball und outing.

schwieriges verhältnis: fussball und outing.

Hamburg. – Schwule sind im Profifussball immer noch Mangelware – zumindest geoutete: Die Ressentiments sind nach wie vor gross. Einer der wenigen geouteten ist Corny Littmann, der Präsident der FC St. Pauli in Hamburg. Er erwartet, dass das Tabu Schwule und Fussball demnächst gebrochen wird.

“Wenn es passiert, werden es mehrere zeitgleich tun”, sagt er dem Hamburger Abendblatt. “Mannschafts- und vielleicht auch ligenübergreifend. Vorher erwarte ich aber noch das Outing eines namhaften Exprofis. Das wäre der nächste Schritt.”

Leicht werden es die geouteten Fussballspieler nach Littmanns Einschätzung allerdings nicht haben. “Kölns Trainer Christoph Daum ist doch das lebende negative Beispiel. Und der ist mit seinen Ansichten sicher nicht allein”, sagte Littmann. weiterlesen

ein beitrag vom 16.11.2008 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Respektlosigkeit unter islamischen schülern besonders gross

homophobe schüler: bremen

homophobe schüler: bremen

Bremen. – katholische und islamische schüler halten homosexualität für wesentlich “unmoralischer” und “ekelhafter” als nichtgläubige. Das hat eine nicht repräsentative umfrage unter tausend schülern an zwei bremer schulen ergeben, wie die tageszeitung “taz” berichtet. Wie die von schülern organisierte auswertung der fragebögen ergab, hielten homosexualität insgesamt 35 prozent für “unmoralisch”. Bei näherem hinsehen ist die respektlosigkeit gegenüber schwulen und lesben bei religiösen und ausländischen schülern allerdings besonders gross.

Bei katholiken waren es 39 Prozent, die homosexualität als “unmoralisch” bezeichneten, bei moslems 62 Prozent, bei deutschen Schülern 21 Prozent, bei ausländischen schülern oder solchen mit aus dem Ausland zugewanderten eltern 50 Prozent. Auch zwischen jungs und mädchen herrschen unterschiedliche ansichten: nur 22 prozent der mädchen halten homosexualität für “unmoralisch”, bei den befragten jungs waren es 50 prozent. weiterlesen

ein beitrag vom 12.11.2008 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

obama: schwule und lesben teil des “american dream”

auch schwule und lesben sind ein teil amerikas: barack obama.

auch schwule und lesben sind ein teil amerikas: barack obama.

Washington. - der neue us-präsident barack obama hat im wahlkampf viel von “wandel” (”change”) gesprochen. in seiner siegesrede hat er damit schon angefangen. Während drei us-staaten zeitgleich mit der präsidentenwahl am Dienstag Ortszeit die homo-ehe ablehnten, schloss obama schwule und lesben bei seinem ersten auftritt ausdrücklich ein, als er den “amerikanischen traum” (”american dream”) und die einheit der vereinigten staaten beschwor.

Seine Wahl, sagte er unter frenetischem jubel seiner anhänger, sei “die Antwort, die von Jungen und Alten gegeben wird, von Reichen und Armen, Demokraten und Republikanern, Schwarzen, Weißen, Hispanics, Asiaten, Indianern, Schwulen und Heterosexuellen, Behinderten und Nichtbehinderten. Von Amerikanern, die der Welt eine Botschaft geschickt haben, dass wir keineswegs nur eine Ansammlung von Einzelmenschen oder eine Kollektion von roten und blauen Staaten sind. Wir sind die Vereinigten Staaten von Amerika und werden das immer sein.“

dreimal nein zur homo-ehe
amerikanische lesben und schwule mussten in der wahlnacht allerdings auch eine bittere pille schlucken: in vier bundesstaaten gab es bei abstimmungen einen dämpfer für akzeptanz, respekt und gleichberechtigung.

In Florida und Arizona lehnten die wähler die homo-ehe in einem volksentscheid ab. in arkansas entschieden sich die bürger gegen ein Adoptionsrecht für Schwule und Lesben. im als besonders liberal geltende Kalifornien, wo schwule und lesben der weg zur ehe nach einem gerichtsentscheid im sommer bereits offen stand, stimmten die Bürger für einen Verfassungszusatz, der die Ehe ausschliesslich als Institution zwischen Mann und Frau definiert. weiterlesen

ein beitrag vom 06.11.2008 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

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