Vaduz. – Am 11. Oktober steigt in Liechtenstein die erste grosse Coming-out-Party. Ein Fest für mehr Achtung und Toleranz, denn noch immer ist es nicht selbstverständlich, dass Lesben und Schwule zu ihren Gefühlen stehen dürfen. Die Geschichte eines Coming-outs.
Von Janine Köpfli, Liechtensteiner Vaterland
«Ich bin schwul.» Ein Satz, den Daniel F. Seger heute leicht über die Lippen bringt. Der Präsident des liechtensteinischen Vereins «FLay» mag das Wort «homosexuell» nicht sonderlich. Für ihn klingt es zu klinisch. «Es beschränkt schwul und lesbisch sein auf das Sexuelle, was zu einseitig ist.» Wenn seine Freunde und Verwandten von «politischer Korrektness» reden, winkt er ab und meint: «Schwul ist mir lieber.»
Dass er so locker mit dem Thema umgeht und ganz selbstverständlich darüber spricht, war nicht immer so. «Mein Coming-out war alles andere als leicht und es war nicht ganz freiwillig», erinnert sich Daniel Seger.
Angst und ein Leben im Geheimen
Es war vor zehn Jahren. Er wusste schon länger, dass er sich von seinen Klassenkameraden unterschied. «Ich hatte damals auch schon meinen ersten Freund.» Obwohl die Beziehung der zwei jungen Männer geheim war, erfuhren irgendwelche Personen davon und Daniel Seger wurde darauf angesprochen. Liechtenstein ist klein. «Für mich war klar, dass ich es meinen Eltern und engsten Freunden sagen musste. Ich wollte, dass sie es von mir erfahren.» Daniel Seger hatte Angst. Angst, zurückgewiesen und verstossen zu werden. Angst, dass er all jene Menschen verliert, die ihm am meisten am Herzen liegen. «Irgendwann hab ich dann allen Mut zusammengenommen und es ihnen gesagt. Bei den Freunden war es überhaupt kein Problem, einzig mein bester Freund brauchte etwas Zeit, um mit dem neuen Wissen klarzukommen. Nach drei Wochen war aber alles wieder beim Alten, nur ohne Geheimnis. Bei meinen Eltern war es schwieriger und dauerte auch länger. Mittlerweile ist es auch für sie in Ordnung und ich habe schon den einen oder anderen schwulen Kollegen, Freund oder eine lesbische Kollegin zu Hause vorgestellt und diese Personen sind und waren willkommen.» weiterlesen
köln. – litauen steht zu seiner schwulen- und lesbenfeindlichkeit. und die politik tut so, als könne sie nichts dagegen tun: “Es ist wahr: Litauen ist eines der homophobsten Länder in der EU; Das muss als Fakt angesehen werden”, sagte der litauische Außenminister Petras Vaitiekûnas auf eine anfrage im Parlament, wie das online-magazin “queer” berichtet. und er fügte hinzu: “Die Situation kann weder von einer Partei noch von einem Minister geändert werden.”
im gegensatz zu anderen westlichen ländern können Schwule und lesben in litauen also nicht auf die politik hoffen, um den zustand der diskriminierung zu beenden. im vergangenen jahr war der csd in der hauptstadt wilna verboten worden; sowohl die deutsche Regierung als auch der Europarat haben sich bereits besorgt zur lage in litauen geäussert. (wf) weiterlesen
vaduz. - der schönste schwule mann österreichs gibt sich die ehre bei der bislang grössten gay-party in liechtenstein am 11. oktober die ehre. der amtierende “mr gay austria”, Michael Fröhle, habe sein kommen zugesagt, sagte party-organisator daniel f. seger zu tuckenalarm.
michael fröhle ist in liechtenstein kein unbekannter. er arbeitet als informatik-sachbearbeiter bei der Firma Ivoclar vivadent in schaan. Ende Juni setzte sich der 24 jahre alte Vorarlberger bei der ersten mr gay austria-wahl in wien gegen 149 mitbewerber durch, wie das volksblatt berichtete (zum artikel). (wf) weiterlesen
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