Moslems stürmen Gay-Festival in sarajevo

sarajevo. – das erste gay-festival in sarajevo hat mit schlägereien und verletzten begonnen. wie die “neue zürcher zeitung” meldet, haben muslimische Extremisten ihre seit Wochen erhobene Drohung wahr gemacht und den in der Kunstakademie im Zentrum der bosnischen Hauptstadt stattfindenden Anlass massiv gestört. Nach offiziellen angaben versuchten rund hundert Demonstranten das Gebäude zu stürmen. Es gab mindestens acht verletzte.

Das schwul-lesbische festival hatte schon im vorfeld für diskussionen gesorgt. heftige kritik kam vor allem von seiten der islamischen gemeinden. im islam gilt homosexualität als sünde, die in einigen islamischen ländern mit dem tod bestraft wird. die veranstalter sahen sich in den wochen vor dem anlass bereits anonymen morddrohungen ausgesetzt. Laut “nzz” wurde das festival von einigen westlichen Botschaften, unter anderem der der Schweiz, mit bescheidenen Beiträgen unterstützt. (wf) weiterlesen

ein beitrag vom 27.09.2008 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Gay-Party in Liechtenstein

das wurde auch zeit: grosse gay-party in liechtenstein.

das wurde auch zeit: grosse gay-party in liechtenstein.

Vaduz. - In Liechtenstein steigt am 11. Oktober die bislang grösste Gay-Party im Fürstentum. Zur “Coming-Out-Party” in der Schaaner Diskothek “b’eat” werden rund 300 Schwule, Lesben und Freunde erwartet. Für die Musik sorgen zwei Djs des Zürcher Gay-Clubs Labyrinth. Der Event hat auch ein politisches Anliegen: Er soll Akzeptanz schaffen und das Liechtensteiner Partnerschaftsgesetz voranbringen.

“In Liechtenstein ist längst noch nicht alles so, wie es sein sollte”, sagt der Liechtensteiner Daniel F. Seger. Nach wie vor fühlten sich Schwule und Lesben im Fürstentum nicht unbedingt wohl. Akzeptanzprobleme habe auch eine 2007 von der Liechtensteiner Stabsstelle für Chancengleichheit initiierte studie zu Tage gefördert. “Wenig Akzeptanz für Homosexuelle” titelte die Tageszeitung “Vaterland” (Artikel lesen) dazu im Dezember.

Angst und Tabus
“Die Angst vor dem Outing ist bei vielen gross”, sagt Seger (foto). Ihm selbst, der in Triesen lebt und seit rund zehn Jahren keinen Hehl aus seinem Schwulsein macht, habe sich deswegen allerdings “noch niemand in den Weg gestellt”. Akzeptanz und Respekt seien im Fürstentum bei vielen durchaus vorhanden, dennoch gebe es nach wie vor viele Tabus.

Gesetz auf dem Weg
Eindeutige Unterstützung für ein Liechtensteinisches Partnerschaftsgesetz kommt bisher lediglich von der politisch eher unbedeutenden liberalen Freie Liste. Sie brachte im vergangenen Jahr eine Motion für ein Partnerschaftsgesetz im landtag ein, wie die Zeitung “Volksblatt” mit der Schlagzeile “Die Zeit ist reif” berichtete (zum artikel). Die Parlamentarierer der beiden grösseren und konservativeren Regierungsparteien halten sich mit öffentlichen Äusserungen zum Thema eher bedeckt, traten 2007 aber im Landtag dennoch mehrheitlich auf die Motion der Freien Liste ein, mit der die Regierung aufgefordert wurde, einen Gesetzesentwurf auszuarbeiten. Eine Gleichstellung mit der Ehe lehnen bislang zwar alle Parteien ab, “Handlungsbedarf” erkennen sie jedoch sämtlich an, wie die Zeitung “Volksblatt” im Dezember unter dem Titel “Einen Schritt weiter” vermerkte (zum artikel). weiterlesen

ein beitrag vom 25.09.2008 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

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