Israel erlaubt Schwulen und lesben adoption

Tel Aviv. - In Israel dürfen schwule und lesbische Paare künftig gemeinsam Kinder adoptieren. es gebe keine juristische Rechtfertigung, warum schwul-lesbische Paare anders behandelt werden sollten als heterosexuelle, sagte der israelische Generalstaatsanwalt Menachem Mazuz zur Begründung. Mazuz’ Entscheidung soll nun umgehend vom israelischen Justizministerium umgesetzt werden.

Im Nahen Osten ist Israel das land mit der liberalsten Einstellung gegegnüber schwulen und lesben. in den Palästinensergebieten und den umliegenden arabischen Staaten werden Homosexuelle von staats wegen verfolgt. in tel aviv gehören schwule und lesben dagegen selbstverständlich zum stadtbild und haben auch eigene kneipen und bars. (wf) weiterlesen

ein beitrag vom 12.02.2008 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

schweiz bricht präventionstabu: sex ohne gummi trotz hiv

so ist es sicherer: mit gummi.

so ist es sicherer: mit gummi.

bern/berlin. - das klingt nach einer sensation: sex mit hiv-positiven ist auch ohne gummi okay und das auch noch mit dem segen des gesundheitsministeriums. und eben weil das so nach sensation klang, was die Eidgenössische Kommission für Aids-Fragen des Schweizerischen Bundesamtes für Gesundheit da an wissenschaftlichen Erkenntnissen Anfang februar in der schweizerischen Ärztezeitung preisgab, dauerte es auch nicht lange, bis sich harscher Widerstand gegen solcherlei veröffentlichung regte. Schnell war von einem tabubruch in sachen aids-prävention die rede. vielleicht auch zu recht.

vermeintlich gute nachrichten wie diese werden schliesslich leicht falsch verstanden, wenn man sie nur überfliegt und das kann gefährlich werden. Das Robert-Koch-Institut in Berlin fürchtet angesichts der schweizer veröffentlichung bereits um eine konsequente aids-prävention: denn Für die allermeisten menschen, das entgeht dem aufmerksamen leser der schweizer veröffentlichung nicht, gelten die jetzt bekannt gegebenen erkenntnisse nicht. (download kurzfassung und langfassung) weiterlesen

ein beitrag vom 05.02.2008 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

HIV-infektionen in der steiermark auf rekordhoch

gummis schützen: vor hiv und aids.

gummis schützen: vor hiv und aids.

wien. - In der steiermark haben die HIV-Neuinfektionen unter männern ein neues rekordhoch erreicht. das berichtet das österreichische online-magazin ggg.at. die Leiterin der Steirischen AIDS-Hilfe Lola Fleck sagte dem magazin, 2007 hätten 76 Personen einen positiven befund erhalten. “Das war noch nie der Fall.” Im Vergleich mit dem Vorjahr sei das ein zuwachs von 105 Prozent.

In ganz Österreich lag der traurige zuwachs dagegen lediglich bei 16%. ein Trend sei auszumachen, dass es vor allem Männer seien, die sich beim ungeschützten Sex mit anderen Männern angesteckt haben, so fleck zu ggg.at.

Fleck appellierte, beim sex nicht zu warten, dass der andere für einen selbst die Verantwortung übernehme. Kondome seien schliesslich erschwinglich. Wer das virus einmal in sich trag, bekomme es nach wie vor nicht mehr los: “Es gibt keine Heilung. Therapie heißt nur, den Wasserhahn, der die Badewanne bis zum Überlaufen füllt, zurück zu drehen. Ganz abdrehen kann man ihn heute noch nicht.” (wf) weiterlesen

ein beitrag vom 05.02.2008 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

österreichs schwule fussballer: tabubruch per plakat-aktion

schwieriges verhältnis: fussball und outing.

schwieriges verhältnis: fussball und outing.

wien. - pünktlich zur fussball-europameisterschaft 2008 in österreich und der schweiz ruft das wiener Zentrum für schwul/lesbische geschichte zum tabubruch auf: mit einem plakatwettbewerb will die österreichische organisation das thema schwule fussballer zum thema machen. immerhin, heisst es in wien, müsste es in österreichs bundesliga eigentlich 25 schwule profikicker geben - die durchschnittliche quote von fünf prozent einmal vorausgesetzt. geoutet hat sich österreichs profispielern bislang allerdings noch keiner.

Fußball, so qwien, sei der letzte Ort, an dem die Klischees von “wahrer Männlichkeit” gelebt werden, sowohl auf dem Feld, als auch in den Fankurven. schwulenfeindlichkeit und ausgrenzung gehörten auf und rund ums spielfeld regelmäßig dazu. es bestehe “handlungsbedarf”.

Qwien Kultur schreibt daher einen plakatwettbewerb aus. zur EM2008 sollen die plakate einen Akzent im Stadtbild setzen, mit dem Homophobie im Fußball thematisiert werden soll. Aus allen Einsendungen, die bis Ende Mai 2008 bei Qwien eintreffen, wird eine Vorjury die besten 50 auswählen, eine Experten-Jury wird daraus am 4. juni die besten drei und ein Siegerprojekt küren, das mit einem Preisgeld prämiert wird. Während der EM2008 bis zur Regenbogen Parade Mitte Juli 2008 werden die 50 Besten der Öffentlichkeit mit einer Plakatausstellung im öffentlichen Raum präsentiert. (wf) weiterlesen

ein beitrag vom 04.02.2008 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

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