schwulenhass von rechts: antisikriminierungsgesetz ist keine wunderwaffe

erbittert haben die parteien jahre lang über das antidiskriminierungsgesetz gestritten. als es schliesslich vor einigen monaten verabschiedet wurde, klang das für viele schwule und lesben in deutschland nicht nur nach einem etappensieg im kampf gegen die verschiedensten diskriminierungen im alltag: vielen schien es, als gebe es nun endlich eine wirksame und universelle waffe gegen den hass auf homosexuelle, der in teilen der gesellschaft nach wie vor zum guten ton gehört. das ist ein irrtum, wie ein aktueller fall aus bayern zeigt: dort diffamierte die rechtsextreme npd schwule als “sexuell entartet”. gesetze erweisen sich gegen solche hetze allerdings als untauglich.

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kaum hatten mitte september junge schwule spd mitglieder in passau den schwuso arbeitskreis niederbayern gegründet, haute christoph hofer, der chef der npd im niederbayrischen rottal inn, in die tasten und kommentierte auf seiner webseite: “nun mag man zu solchen sexuellen entartungen stehen wie man will, aber das demographische problem in deutschland wird man wohl mit gleichgeschlechtlichen verbindungen nicht lösen können.” anstatt sich um minderheiten zu kümmern, sollten die grossen parteien lieber einmal die sorgen und ängste der breiten masse ins auge fassen, schrieb hofer weiter: “es gibt ausser schwulen, lesben, ausländern und juden auch noch (die betonung liegt auf noch) normale deutsche in diesem land, welche auch etwas unterstützung von seiten der politik vertragen könnten.” weiterlesen

ein beitrag vom 27.09.2006 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

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