Philipp Gut mag keine Schwulen mehr sehen. Wo er auch hinguckt, sind Homosexuelle: in der Politik, im Militär, auf der Straße, im Internet, selbst in den Schulen. Philipp Gut fühlt sich davon belästigt. Er hat nichts gegen die Leute an sich, und eigentlich auch nichts gegen ihre Homosexualität. So lange sie sie nur verstecken. Jetzt, da Homosexualität nicht mehr diskriminiert werde, sagt er, gebe es auch keinen Grund mehr, sie zu zeigen.
von stefan niggemeier*
Philipp Gut ist Kultur- und Gesellschaftschef der „Weltwoche”. Die Schweizer Wochenzeitung hat sich unter Roger Koeppel geschickt eine publizistische Nische erobert, indem sie all die überwundenen geglaubten Ressentiments von ihrem muffigen Geruch befreit und neu als frischen Kampf gegen vermeintliche Denkverbote des vermeintlichen Mainstreams verkauft.
Guts Beschwerde über die „Homosexualisierung der Gegenwart” erschien dort im Sommer, und der Text war dumm und homophob genug, um jetzt von der „Welt” recyclet zu werden. Über dreieinhalb Monate später wirken die konkreten Beispiele in dem Artikel zwar merkwürdig inaktuell, aber die Ignoranz und Bösartigkeit der Argumentation ist zweifellos zeitlos. weiterlesen
Zürich. - „Ich wollte ja ein Gummi benutzen, aber wusste auf die Schnelle nicht wo ich eins besorgen kann“: diese Ausrede gilt nicht mehr. Zumindest nicht für Besitzer eines iPhone. Mit der neuen Applikation „Kondom Localizr“ kann jedermann, aber auch jede Frau, schnell und einfach Kondomautomaten in seiner und ihrer Nähe abfragen und sich dort mit Präservativen versorgen.
Wer ein iPhone besitzt, steht nie mehr ohne Kondome da, wenn er oder sie das neue App „Kondom Localizr“ auf iTunes heruntergeladen hat. Auf Anfrage hin werden alle Verkaufsstellen der gewünschten Stadt aufgelistet und eine detaillierte Wegbeschreibung zum nächstgelegenen Selecta-Automaten gleich mitgeliefert. Zusätzlich enthält der „Kondom Localizr“ Sex Rules für Männer und Frauen. Damit Safer Sex auch zum Vergnügen wird.
Die Zürcher Agentur Publicis Modem hat die iPhone-Anwendung im Auftrag der Aids-Hilfe Schweiz entwickelt. Der Projektleiter Marc Uricher meint dazu: „ Es macht immer wieder Spass, das Nützliche mit dem Guten zu verbinden.“ weiterlesen
bern. - die hiv-infektionen in der schweiz sind erstmals seit jahren zurückgegangen. im ersten halbjahr 2009 hat das Bundesamt für Gesundheit (bag) “deutlich weniger” HIV-Diagnosen bei schwulen registriert. auch bei anderen personengruppen war die zahl der neuinfektionen rückläufig oder stabil. für eine entwarnung ist es nach einschätzung des amtes allerdings noch zu früh.
für das gesamte jahr 2009 prognostiziert das bag auf basis einer hochrechnung weniger als 300 HIV-Diagnosen bei männern, die sex mit männern haben. das wäre ein rückgang um zehn prozent. im vergangenen jahr hatten sich noch 331 männer mit dem tödlichen virus infiziert. damit ginge die zahl der neuinfektionen 2009 auf den stand von 2006 zurück.
Das bag weist allerdings darauf hin, dass diese zahl immer noch dramatisch über den zahlen in den Jahren 1999 bis 2004 mit etwa 160 Neudiagnosen pro Jahr liegt. Unerfreulich sei zudem der Umstand, dass es sich bei 55 prozent der HIV-Diagnosen in den ersten sechs monaten 2009 um “frische” handelt, also um Männer, die sich wenige Monate vor dem Test mit HIV angesteckt haben. Für die öffentliche Gesundheit bedeute es zwar einen Vorteil, wenn HIV-Infektionen früh diagnostiziert werden. Doch es ist sei Zeichen dafür, “dass in diesen Fällen die Prävention versagt hat”, schreibt das amt. weiterlesen
berlin. – unter dem motto „HIVisible“ sucht der europäischen Aidsspotwettbewerb „clip & klar europe 09“ die besten film-spots zur aids/hiv-prävention. bewerben können sich auch freie filmemacher und fimstudenten.
Die Teilnahmefrist läuft noch bis zum 8. September 2009. Ausgezeichnet werden bei dem europaweiten wettbewerb jeweils drei Preisträger in den Kategorien „Beste nationale TV- und Kinokampagnen zur Aidsprävention“ und „Beste Aidsspots freier Filmemacherinnen und Filmemacher sowie Filmstudentinnen und Filmstudenten“. zu gewinnen gibt es Geldpreise in höhe von 2.000 bis 5.000 Euro. Verliehen werden die preise am 12. November 2009 im Gloria-Theater in Köln. weiterlesen
zürich. – HIV-positive Frauen und Männer haben es im Arbeitsalltag nach wie vor schwer: Diskriminierungen, Datenschutzverletzungen und Mobbing sind auch in der schweiz an der Tagesordnung. erste hilfe bietet die überarbeitete Webplattform www.workpositive.ch der schweizer aids-hilfe.
Dort finden arbeitnehmer und arbeitgeber unter anderem antworten auf fragen zu datenschutz, arbeitsfähigkeit und dem umgang mit problemen am arbeitsplatz.
die webseite bietet wichtige Angaben und Orientierungshilfen für HIV-positive Stellensuchende und Betroffene, die in den Arbeitsprozess integriert sind. Fragen zum richtigen Verhalten beim Bewerbungsgespräch, zu Versicherungen, zum Datenschutz am Arbeitsplatz, zur Kündigung, zum Kündigungsschutz und vieles mehr werden erläutert. weiterlesen
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konstanz/kreuzlingen. - endlich ist es soweit: am 18. juli startet der weltweit erste grenzüberschreitende csd in konstanz und kreuzlingen. als gäste haben sich promis wie Lilo Wanders, Ralph Morgenstern, Didi Knoblauch, Franca Morgano, Holger Edmaier und die Lucky Ladies angekündigt.
Der Startschuss fällt bereits eine woche vorher mit einem bunten kulturprogramm. auf dem programm stehen Sportangebote, Open-Air-Kino, eine Kunstausstellung, ein Literaturabend und eine Stadtführung aus schwul-lesbischer Perspektive. der csd selbst startet am samstag, 18. juli mit einer parade vom Kreuzlinger Hafen, über den Zoll in Richtung Konstanzer Altstadt, über die Obere und Untere Laube zur Marktstätte. weiterlesen
St. Gallen. - “Prepare for the LONG run”: Unter diesem Motto steht der erste Deutsch-Österreichisch-Schweizerische Aids-Kongress (SÖDAK 2009), der am mittwoch in den Olma-Kongresshallen in St. Gallen eröffnet wurde. Der Leitsatz des Kongresses soll deutlich machen: Die Aids-Epidemie ist noch lange nicht besiegt, auch in Europa nicht.
“Es braucht in der komplexen Behandlung von HIV/Aids und auch in der Prävention einen langen Atem und zeitgemässe Konzepte”, sagte Kongresspräsident Professor Pietro Vernazza. Dies erfordere eine breite gesellschaftliche Akzeptanz der Menschen mit HIV/Aids, die durch ihre Infektion weder diskriminiert noch stigmatisiert werden dürfen, unterstrich vernazza. weiterlesen
zürich. – safer ist eigentlich gar nicht so kompliziert. Die regeln sind einfach zu merken: ficken nur mit gummi, nicht im mund kommen und kein blut oder sperma in irgendwelche körperöffnungen gelangen lassen. für vergessliche hat sich die schweizer aids-hilfe jetzt aber einen service ausgedacht. merken muss man sich nur eine nummer.
In der „Hitze des Gefechts“, so die aids-hilfe, sei sich Mann oder Frau schliesslich oft unsicher, was nun „safe“ sei und was nicht. dabei bietet die neue mobile Dienstleistung der Aids-Hilfe Schweiz Abhilfe. Eine SMS mit dem Stichwort „STOP AIDS“ an die Nummer 266 genügt undschon hat man die safer-sex-Regeln auf dem handy - für 20 Rappen pro Anfrage und in vier sprachen.
zur ansicht, hier schon mal das ergebnis der sms: “- Eindringen immer mit Gummi, - Kein Sperma, kein Menstruationsblut in den Mund, nicht schlucken”. wer sich das nicht merken kann: handy immer mitnehmen und die 266 merken. (wfr)
bern. – Pünklich zur europride in zürich meldet sich die “LOVE LIFE STOP AIDS”-Kampagne des Bundesamts für Gesundheit und der Aids-Hilfe Schweiz Mit den kürzesten TV-Spots der Schweiz zurück. Die Kampagne erinnert daran, dass das Wissen um die Safer-Sex-Regeln allein noch nicht vor Risikosituationen schützt.
In nicht alltäglichen Situationen, in denen sich zwei Menschen begegnen und spontanen Sex miteinander haben, ist häufig kein Kondom zur Hand und es kommt zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr. “Ging’s zu schnell, um an Gummis zu denken?” heisst denn auch die jüngste Kampagne. weiterlesen
Zürich. - Am Freitag, 5. Juni um 17 Uhr ist es soweit: Am Vorabend der grossen Euro Pride Parade fällt der Startschuss für den ersten Charity Aidswalk auf dem Münsterhof in Zürich. Nicht die schnellste Zeit zählt, sondern der Einsatz für eine gute Sache. Nämlich die Aids-Prävention für Jugendliche. Das Startgeld von 25 Franken fliesst vollumfänglich in Projekte der Aids-Hilfe Schweiz. Viele Prominente unterstützen dieses Engagement.
“Aids ist als Krankheit und Bedrohung fast aus unserem Bewusstsein verschwunden”, sagt die bekannte Moderatorin Sandra Studer. Dabei steckten sich, auch bei uns, noch immer viele Menschen mit dem HIV-Virus an. “Es ist wichtig, Aids gerade bei Jugendlichen zu thematisieren und sich für die Prävention stark zu machen. Dafür laufe ich meine Runden beim Aidswalk.”
Neben Sandra Studer werden auch Michèle Roten, Claudia Lässer, Dani Fohrler, der Mr. Gay 2009 Ricco Müller sowie weitere engagierte Frauen und Männer mitlaufen. Sie alle werden dazu beitragen, dass die wichtige Präventionsarbeit für heterosexuelle und schwule Jugendliche gleichermassen weitergeführt werden kann. Die Aids-Hilfe Schweiz organisiert etwa Schulbesuche von HIV-positiven Menschen und hilft Lehrern bei der Gestaltung des Unterrichts zu sexuell übertragbaren Krankheiten. Auch ausserhalb der Schulstube realisiert sie Projekte für Jugendliche. Dieses Engagement wird zu einem grossen Teil aus Spendengeldern finanziert. weiterlesen
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