Churer Bischofsrat verbietet Gottesdienste für Lesben und Schwule

nicht gottensdiensttauglich? schwule in zürich.

nicht gottensdiensttauglich? zürcher schwule protestieren.

Zürich/Chur. – Die Homosexuellen Arbeitsgruppen Zürich (HAZ) nehmen konsterniert zur Kenntnis,  dass der Bischofsrat des Bistums Chur die katholische Mitwirkung an den mittlerweile traditionellen Pride-Gottesdiensten für Lesben,  Schwule,  Bi- und Transsexuelle verboten hat. Die HAZ fordern Bischof Vitus Huonder auf,  den Entscheid zu widerrufen und sich für diese offene Ausgrenzung zu entschuldigen.

Der Bischofsrat des Bistums Chur hat die künftige katholische Beteiligung an den lesbischwulen ökumenischen Gottesdiensten zu Pride-Veranstaltungen untersagt, wie die HAZ am Freitag in einer Aussendung mitteilten. Damit habe der Bischofsrat eine in den letzten Jahren durch die katholische Kirche im Kanton Zürich finanziell und ideell unterstützte Einrichtung attackiert. Die Homosexuellen Arbeitsgruppen Zürich seien  “irritiert über die plötzliche Einmischung aus Chur” und verlangen nun vom Bischofsrat,  dass er den Entscheid umgehend rückgängig macht. weiterlesen

ein beitrag vom 16.07.2010 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Schweizer AIDS-Hilfe wird 25

25 Jahre: Aids-Hilfe Schweiz.

25 Jahre: Aids-Hilfe Schweiz.

Zürich. – Die Schweizer AIDS-Hilfe 2010 wird ein Vierteljahrhundert alt. Kein Grund nachzulassen: HIV, Aids und die betroffenen Menschen dürfen nicht in Vergessenheit geraten, mahnt die Aids-Hilfe. Das “Drama der Betroffenen” finde heute nur zu oft “im Versteckten” statt.

Die Aids-Hilfe Schweiz wurde vor 25 Jahren, am 2. Juni 1985, unter dramatischen Umständen und begleitet von grosser medialer Aufmerksamkeit gegründet. Aids war ein Schreckgespenst. Junge Menschen starben. Bilder von Aidskranken im Endstadium schockierten die Bevölkerung. Man wusste noch sehr wenig über Ansteckungswege und den Krankheitsverlauf. Die Sexualität erlebte einen massiven Einschnitt. „Sex ohne Gummi“ wurde plötzlich zu einer Art russisches Roulette. Damals fiel der Startschuss für die Gründung der Aids-Hilfe Schweiz (AHS). weiterlesen

ein beitrag vom 03.07.2010 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Wenn das Gummi mit dem Velo kommt

"Wir kommen bevor du kommst": Kondom per Kurier.Zürich. – Jetzt gibts den Kondom-Velokurier: Die gemeinsame LOVE LIFE STOP AIDS-Kampagne des Bundesamtes für Gesundheit und der Aids-Hilfe Schweiz startet in Zusammenarbeit mit den Velokurierdiensten in Bern, Genf und Zürich eine neue Runde: “Ging’s zu schnell, um an Gummis zu denken?»

Bis Ende Juli beteiligen sich der Velokurier in Bern, der Veloblitz in Zürich und La Vélopostale in Genf an der LOVE LIFE STOP AIDS-Kampagne, wie die AIDS-Hilfe mitteilte. Diese Kurierdienste sorgen bei Anruf für eine Express-Lieferung Kondome. Auf ihren Rucksäcken werden die Kuriere und Kurierinnen ausserdem nicht nur für ihre neue Dienstleistung, sondern auch für die Präventionskampagne LOVE LIFE STOP AIDS Werbung machen. weiterlesen

ein beitrag vom 03.07.2010 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Schwuler SVP-Ableger gründet sich als Verein

neuer verein, neues logo: gaysvp.

neuer verein, neues logo: gaysvp.

Zürich. – Die rechtskonservative Schweizer Volkspartei (SVP) hat einen schwul-lesbischen Verein. Die rund 40 Mitglieder zählende GaySVP hat sich am Wochenende in Zürich gegründet. Eine offizielle Parteiorganisation ist die innerparteilich umstrittene GaySVP allerdings nicht.

“Auch in der SVP gibt es Homosexuelle”, sagte der neu gewählte Vereinspräsident Beat Feurer aus Biel bei der Versammlung im Zürcher Volkshaus. Das Outing sei für viele allerdings schwierig. Viele SVP-Mitglieder seien “nicht aus Prinzip homosexuellenfreundlich”. weiterlesen

ein beitrag vom 31.05.2010 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Wenn er noch wächst - oder auch nicht

nur passen sollte es: schweizer aids-hilfe lanciert das "jungendkondom".

nur passen sollte es: schweizer aids-hilfe lanciert das "jungendkondom".

Zürich. - Der Grössenwahn kennt bekanntlich keine Grenzen. “XXL” scheint gerade bei Schwulen längst der Standard zu sein. Die Kondomindustrie hat das erkannt und bietet seit langem entsprechendes an. Die Aidshilfe Schweiz hat sich gegen den Trend Gedanken um all jene gemacht, die manche Kondome gar nicht ausfüllen können: Sie empfiehlt ihnen ein neues kleines Gummi.

Und das hat auch seinen Reiz: Das neue Kondommodell “Hotshot” der Marke Ceylor sei  “ein speziell für Jugendliche entwickeltes Kondom”, teilte die Aids Hilfe Schweiz heute mit - und wo der Jugendwahn unter Schwulen ebenso grassiert wie der Grössenwahn, eröffnet das in Sachen Schwanzgrösse ganz neue Argumentationsmöglichkeiten.

Zurück zur Messlatte: “Normale” Kondome messen rund 53 Millimeter in der Breite (entrollt, flach auf den Tisch gelegt und nachgemessen), das “Ceylor Hotshot” bringt es auf 45 Millimeter. Damit ist es noch etwas kleiner als das kleinste der Marke “MySize”, das 47 Millimeter breit ist. Wer jetzt mit der Kreiszahl Pi und Lineal anfängt, zu messen und zu rechnen, bitte bedenken, dass das Kondom immer etwas kleiner sein muss, damit es auch sitzt. weiterlesen

ein beitrag vom 01.03.2010 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Schweizer Volkspartei knispst schwulen Parteifreunden die Sonne aus

abgeschaltet: keine svp-sonne für die gaysvp.

abgeschaltet: keine svp-sonne für die gaysvp.

Bern. - Nun hat auch die rechtskonservative Schweizer Volkspartei SVP ihre Schwulendebatte. Genauer gesagt ihre interne. Am Montag  schaltete eine Handvoll SVP-Politiker eine Webseite für die “GaySVP” auf. Doch sie wurden umgehend von der Parteispitze zurückgepfiffen. Das Parteilogo mit der Sonne, so die Direktive, müsse sofort entfernt werden, hiess es von ganz oben, wie Schweizer Medien berichten.

Was bei anderen Schweizer Parteien an der Tagesordnung ist, soll bei der SVP einfach nicht sein. Zumindest nicht so einfach wie bei der sozialdemokratischen SP oder der freisinnigen FDP, bei denen es längst Gay-Gruppierungen gibt. Obwohl es auch innerhalb der SVP kein Geheimnis ist, dass dort homosexuelle Mitglieder existieren, reagierte die Parteispitze überrumpelt auf die Gründung der 17 Mitglieder zählenden GaySVP: “Wir müssen zuerst abklären, was das für eine Organisation ist und was für Leute dahinterstecken”, sagte SVP-Generalsekretär Martin Baltisser der Gratiszeitung “20 Minuten”, die die Affäre diese Woche in der Schweiz öffentlich machte. Grundsätzlich sei die sexuelle Ausrichtung der Parteikollegen aber kein Problem: “Wir haben zahlreiche homosexuelle Mitglieder.” weiterlesen

ein beitrag vom 16.12.2009 / 2 Kommentare / diskutiere darüber im forum /

Homophobie in neuen Schläuchen

antwort auf philipp guts thesen zur homosexualität: volker beck.

antwort auf philipp guts thesen zur homosexualität: volker beck.

Es gibt keinen “Kult um die Schwulen”. Homosexuelle werden zwar immer sichtbarer. Aber wirklich gleichberechtigt sind sie noch nicht. Eine zweite Antwort auf die Thesen von Philipp Gut im Schweizer Magazin “Weltwoche” (”Handschellen in Rosarot“) und in der deutschen Tageszeitung “Die Welt” (”Homosexualität ist zu einer Art Religion geworden“).

Von Volker Beck*

Muss man wirklich gegenhalten, wenn einer sich künstlich darüber erregt, dass es einen Verein schwuler Eisenbahnfreunde gibt? Muss man einen Autor ernst nehmen, der als einziges Beispiel für die von ihm fantasierte Weltverschwörung zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit eine verhinderte Schönheitskönigin aus den USA anführen kann, die wegen ihrer Ablehnung der Homo-Ehe angeblich den Miss-Titel verpasste? Übrigens eine Falschmeldung: Sie verlor ihren Status wegen Vertragsverletzungen.

Hat dieser Autor Philipp Gut, immerhin Kultur- und Gesellschaftschef des Schweizer Wochenmagazins “Weltwoche”, übersehen, dass kürzlich die Menschen in einigen US-Bundesstaaten in Volksabstimmungen mehrheitlich dafür votiert haben, ihren homosexuellen Mitbürgerinnen und Mitbürgern das Grundrecht auf Eheschließung zu verweigern? Sieht so etwa die “Homosexualisierung der Gegenwart” oder ein “Kult um die Schwulen” aus? weiterlesen

ein beitrag vom 24.11.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

Wenn sich selbst ernannte Intellektuelle selbst ins Aus schiessen

als bedrohlich empfunden: gelebte und respektierte homosexualität.

als bedrohlich empfunden: gelebte und respektierte homosexualität.

In der Schweiz heisst er Philipp Gut, in Österreich Andreas Unterberger. Der eine arbeitet als Kultur- und Gesellschaftschef bei der “Weltwoche”, der andere ist ehemaliger Chefredakteur der “Wiener Zeitung”. Beide versuchen derzeit, in pseudo-feuilletonistischem Duktus den überfälligen staatlichen und gesellschaftlichen Respekt vor Schwulen und Lesben zu diskreditieren. Am Ende diskretitieren sie sich damit selbst.

Von Wolfgang Frey

Zu den Anwürfen von Phillip Gut haben auf tuckenalarm.com bereits der deutsche Medienjournalist und Publizist Stefan Niggemeier und Grünen-Politiker Volker Beck Stellung genommen. Philipp Gut konstatiert eine Art Weltverschwörung der Homosexuellen gegen seine offenbar eingeschränkt heterosexuelle Weltsicht, er fühlt sich lesbar bedroht und stilisiert Homosexualität zu einer Art Religion herauf, der sich offenbar niemand zu entziehen wage.

Auf seinem “nicht ganz unpolitischen” Tagebuch setzt Andreas Unterberger unter dem Titel “Schwulenehe: Die miesen Tricks” nun noch einen drauf. Die unzureichenden Vorschläge für eine Eingetragene Partnerschaft in Österreich sind ihm einen Erguss wert, der beim homosexuellen Leser das Gefühl auslöst, er müsse schon fast ein wenig hass- oder zumindest angsterfüllt sein. Der Chef der konservativen Volkspartei Österreichs (ÖVP), Josef Pröll, dessen Partei bis zum Schluss gegen den Protest zahlreicher Homo-Vertreter im Land bremste, was zu bremsen war, ist für Unterberger nun zum “Umfaller” geworden, weil er dieser Homo-Ehe-light überhaupt seinen Segen (“gangbarer Kompromiss”) gab.
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ein beitrag vom 24.11.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

prominente setzen zeichen

würdest du mich noch respektieren? rapper stress.

würdest du mich noch respektieren? rapper stress.

zürich. – die aids-Hilfe Schweiz setzt ihre kampagne für respekt gegenüber hiv-positiven menschen mit neuen gesichtern fort: Johan Djourou, Stephan Eicher, Lara Gut, Stress, Sandra Studer und Xenia Tchoumitcheva unterstützen die Aids-Hilfe Schweiz in ihrem Engagement für Menschen mit HIV. Die Kampagne im Vorfeld des Welt-Aids-Tages vom 1. Dezember macht darauf aufmerksam, dass HIV-positive Menschen in der Schweiz immer noch diskriminiert werden. Auf www.solidaritaet.aids.ch kann jede und jeder “JA“ sagen zur Solidarität mit HIV-positiven Menschen.

“Würdest Du mich noch respektieren, wenn ich HIV-positiv wäre?“, will Rapper Stress wissen, “Würden Sie mich noch als Model buchen, wenn ich HIV-positiv wäre?“ fragt Xenia Tchoumitcheva. Sie sowie weitere Prominente – Fussballer Johan Djourou, Skirennfahrerin Lara Gut, Musiker Stephan Eicher und die Moderatorin Sandra Studer – stellen ihre persönlich gefärbten Fragen der betrachtenden Person und schauen ihr dabei direkt in die Augen. weiterlesen

ein beitrag vom 03.11.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

weniger hiv-neuinfektionen bei schweizer schwulen

safer sex: gummis schützen.

safer sex: gummis schützen.

Bern. – Optimismus, aber keine Entwarnung: So fasst das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Ergebnisse der HIV-Ansteckungsstatistik des dritten Quartals zusammen.

“Erstmals seit Jahren zeigt sich kein weiterer Anstieg der HIV-Meldungen bei schwulen und anderen Männern, die mit Männern Sex haben”, schreibt das Amt in seinem heute erschienen Bulletin und warnt zugleich. “Ein Nachlassen der Präventionsbemühungen könnte diese positive Entwicklung aber schnell wieder zunichte machen.” ähnlich äusserte sich die EU-Kommission.

Nach der Hochrechnung des BAG sind für 2009 mit knapp 250 deutlich weniger HIV-Diagnosen bei schwulen und bisexuellen männern zu erwarten als 2008. Damals waren es 331 Fälle. Die Analyse der monatlichen Meldungen zeige, dass die Trendumkehr im Sommer 2008 stattgefunden habe – zufälligerweise zeitgleich mit dem Abschluss der der Präventionskampagne «Mission: possible!» der Aids-Hilfe Schweiz in der Schwulenszene. Bei heterosexuellen blieb die zahl der neuinfektionen stabil. weiterlesen

ein beitrag vom 27.10.2009 / schreibe einen kommentar / diskutiere darüber im forum /

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