Heiligkreuz. - Obwohl Schwule und Lesben bereits viel erstritten haben und gesellschaftlich auch weitgehend akzeptiert sind, fällt das Bekenntnis zur Homosexualität nach wie vor oft schwer. Immer noch gibt es Diskriminierung und Homophobie. Um Schwulen und Lesben in Coming-Out-Situationen eine Plattform zu geben, gibt es jetzt den anonymen Blog “notizen von drinnen“.
Dort können Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender ihre Gedanken, Gefühle und Erlebnisse rund ums Coming-Out notieren, respektive im Schutz der Anonymität auch einmal laut aussprechen. Anonyme Coming-Out-Blogs gibt es bereits vielfach im englischsprachigen Raum, nun auch auf deutsch. mehr…
Zürich. - Die Schweizer Aids-Hilfe und der Positivenrat verlangen ein Ende der Diskriminierung HIV-positiver Menschen durch private Versicherer. Die verbreitete Geschäftspolitik von Versicherungen, HIV-Positiven die Lebens- oder Krankenzusatzversicherungen generell zu verweigern, entbehre inzwischen jeder Grundlage, heisst es in einer in Zürich verbreiteten Erklärung.
Die modernen antiretroviralen Therapien ermöglichten heute eine nahezu normale Lebenserwartung, so die Organisationen. Die “massive Diskriminierung” durch die Versicherer sei daher nicht gerechtfertigt. mehr…
Chur. - Ein kleines Schweizer Bergdorf steht auf gegen das ultrakatholische Internetportal “Gloria.tv”. Dass das Portal liberale deutsche Bischöfe mit Hakenkreuzen verunglimpft, bringt die Sedruner in Rage. Denn einer der Gründer von “Gloria.tv” ist ihr Pfarrer. Er soll auch für “kreuz.net” geschrieben haben. In Sedrun ist er jetzt eine persona non grata.
Gemeindepräsident Pancranzi Berther bringt die Stimmung im Dorf so auf den Punkt: “Wir wollen kein Nest von Extremisten sein.” Der Druck des Dorfs zeigt inzwischen Wirkung. Die Kirchgemeinde und das Bistum Chur reagieren: Reto Nay muss seinen Hut nehmen. Für Nay ist unterdessen klar: Er ist Opfer einer Hexenjagd von “homosexuellen Aktivisten”. mehr…
Von David Reichlin, “Break the Chains”-Botschafter
Rorschach. - In Kürze startet schweizweit die Präventionskampagne “Break the Chains“. Die Regeln sind einfach: im März die “Break the Chains”-App fürs Smartphone ‘runterladen, im April einen Monat nur Safer Sex haben, im Mai testen lassen – und damit zusammen etwas für weniger Neuansteckungen mit HIV tun!
Zum ersten Mal gibt es jetzt auch Botschafter aus der Gay-Community für die “Break the Chains”-Kampagne. Ich bin einer davon. Und ich fände es cool, wenn auch Du mitmachen würdest! mehr…
Zürich. - Bareback ist en vogue, Gummis sind out, die Zahl der HIV-Neuinfektionen steigt. Allein 2012 haben sich in der Schweiz zehn Prozent mehr Menschen angesteckt als ein Jahr zuvor, grösste Risikogruppe: Schwule. Die Kampagne “Break the Chains” will gegensteuern.
Einen Monat lang, den ganzen April, sollen Schweizer Schwule konsequent Safer Sex praktizieren, um neue Infektionen zu vermeiden. Denn, wer frisch infiziert ist, ist auch besonders ansteckend. So soll die Infektionskette unterbrochen werden. mehr…
Bern. - In der Schweiz stecken sich wieder mehr Menschen mit dem HI-Virus an. Im Jahr 2012 ist die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen um zehn Prozent auf 620 gestiegen. Das hat die Landesregierung in Bern mitgeteilt. Die Aids-Hilfe Schweiz warnt vor einer Verharmlosung von HIV, erinnert an die Safer-Sex-Regeln und fordert verstärkte Anstrengungen bei der Prävention.
Das grösste Risiko, sich eine HIV-Infektion einzufangen, haben nach wie vor Schwule. Obwohl jeder zehnte Schwule in der Schweiz HIV-Positiv ist, werde das Thema HIV tabuisiert, kritisiert die Aids-Hilfe. mehr…
Genf. – Der Kanton Genf will der Homophobie in der Schweiz den Garaus machen. Das Kantonsparlament will die Strafbarkeit von Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit in der Schweizer Bundesverfassung verankern. Das Strafmass soll wie beim Straftatbestand des Rassissmus bis zu drei Jahre Gefängnis betragen.
Der Beschluss ist im Kantonsrat mit nur einer Gegenstimme gefallen. Zuvor hatte sich die vorberatende Menschenrechtskommission des Rats einstimmig für die Pläne ausgesprochen. mehr…
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