Zürich. - Die Schweiz hat eine neue Coming-Out-Plattform im Internet. Auf “Du-bist-du.ch“ können junge Männer sich mit anderen jungen Männern über Coming-Out-Fragen austauschen. Lanciert hat die Seite die Aids-Hilfe Schweiz zusammen mit dem Checkpoint Zürich.
Ein Beraterteam von schwulen und bisexuellen Männern im Alter von 19 bis 24 Jahren aus der ganzen Deutschschweiz steht ab sofort für die Fragen von Gleichaltrigen zur Verfügung. Unterstützt und ausgebildet wird das junge Team von Beratungsfachleuten. Die Fragen können anonym und online gestellt werden. weiterlesen
Konstanz/Kreuzlingen. – Politische Forderungen an die Regierungen zweier Länder, eine grenzüberschreitende CSD-Parade und ein buntes Fest bei bestem Wetter: Kreuzlingen und Konstanz haben den CSD am Bodensee gefeiert. Nach Angaben der Veranstalter haben 5000 Menschen teilgenommen. Das sind rund 1500 mehr als beim ersten grenzüberschreitenden CSD vor zwei Jahren.
In den Grossstädten sind die CSD-Feiern inzwischen zu mehr oder weniger kommerziellen Grossveranstaltungen geworden. Am Bodensee bleibt der CSD seinen Ursprüngen treu: Organisisert von den zwei CSD-Vereinen in Konstanz und Kreuzlingen bleibt der CSD politisch, gefeiert wird freilich trotz trotzdem.
Rund anderhalb Stunden zieht die Parade von Kreuzlingen mit ihren zwei Musikwagen und zahlreichen Fussgruppen über die Grenze nach Konstanz, dort durch die Altstadt bis zur Marktstätte im Zentrum. weiterlesen
Konstanz/Kreuzlingen. - Zum weltweit einzigen grenzüberschreitenden CSD in Konstanz und Kreuzlingen werden rund 10.000 Teilnehmer erwartet. Der CSD am Bodensee steht am Samstag, 16. Juli, unter dem Motto “Trau’ Dich!”. Neben politischen Forderungen nach einer rechtlich Gleichstellung von Schwulen und Lesben haben die CSD-Vereine in Konstanz und Kreuzlingen ein buntes Programm auf die Beine gestellt. hör’ den radio-spot.
Der CSD-Tag startet um 11 Uhr mit der traditionellen Parade. Sie startet vom Bärenplatz in Kreuzlingen, führt über die Kreuzlingerstrasse, Scheffelstrasse und Bodanstrasse nach Konstanz. Dort führt die Demonstration über die Laube durch die historische Niederburg am Münster entlang durch die Fussgängerzone bis zum Fischmarkt. weiterlesen
Konstanz. - Der neue baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) würdigt das Motto “Trau’ Dich!” des CSD Konstanz-Kreuzlingen als Mahnung für mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft.
Mit dem Motto “weisen die Organisatoren darauf hin, dass die eingetragenen Lebenspartnerschaften gegenüber Ehepaaren in Deutschland immer noch schlechter gestellt sind”, schreibt Kretschmann in seinem Grusswort für den CSD am See am 16. Juli. Dies führe vor Augen, “dass der Weg zu einer Gesellschaft ohne Vorurteile und Diskriminierungen sowie zu echter Gleichberechtigung noch lange nicht vollendet” sei. weiterlesen
Kreuzlingen/Konstanz. - Wenige Wochen vor dem einzigen grenzüberschreitenden CSD steht nun auch das Vorprogramm. Das Hauptereignis, der “CSD am See” geht am 16. Juli über die Bühne - Motto: “Trau dich!”
Das Vorprogramm startet am 9. Juli mit einem offenen Tauchevent der Tauchsportgruppe Octopussis in Sportclub Verschweisst e.V. Tags darauf führt ein Kaffeeplausch in das benachbarte Gottlieben. Dort talken die Gruppen FELS “Freunde & Eltern von Lesben und Schwulen” mit der Homosexuellen Organisation Thurgau “HOT”, den CSD-Organistoren sowie allen Interessierten. weiterlesen
Zürich. - Der Zürcher CSD steht 2011 unter dem Motto “live with the difference – vivre avec la différence” - zu deutsch: “Lebe mit dem Unterschied”. Zu den Demonstrationen und Feiern am Wochenende werden rund 35.000 Besucher erwartet. Höhepunkt ist die traditionelle Parade der Zürich Gay Pride durch die Innenstadt. Sie startet am Samstag, 18. Juni, am Vormittag.
Das insgesamt dreitägige Festival dauert vom 17.- 19. Juni 2011 und beinhaltet eine Eröffnungs- sowie Abschlussparty, ein zweitägiges Strassenfest mit Bars, Essensständen, grosse Bühnenshows, lesbischwule Parties, LGBT orientierte Conventions, kulturelle und cineastische Darbietungen. weiterlesen
St. Gallen. - Weil sich ein schwules Pärchen in einer Pizzeria in St. Gallen in der Schweiz geküsst hat, ist es des Lokals verwiesen worden. Wie die Zeitung “20 Minuten” berichtet, wurden die 20- und 21-Jährigen jungen Männer am Sonntag nach einem kurzen Kuss vom Kellner aufgefordert zu gehen.
Der Kellner habe gesagt, dies sei ein “anständiges Restaurant”. Auch die Mutter des 20-Jährigen und ihr Lebensgefährte wurden dem Bericht zufolge zum Verlassen des Lokals aufgefordert. weiterlesen
Luzern. - Der Mister Gay Schweiz 2011 heisst Stephan Bitterlin. Der 41 Jahre alte Pflegefachmann und Yoga-Instruktor wurde am Samstag im Theatre LaFourmi in Luzern zum neuen Mr. Gay gewählt. Noch nie war ein Schweizer Mr. Gay so alt. Bitterlin setzte sich gegen zehn jüngere Konkurrenten durch. Er will sich in seinem Amtsjahr für die Akzeptanz der Homosexualität einsetzen und die Vielfalt der homosexuellen Szene aufzuzeigen.
Die Finalisten zeichneten Stehpan Bitterlin für seine Fairness und seinen Teamgeist mit ihrem Friendship-Award aus, dem Titel “Mr. Gay Congeniality 2011″, wie die Veranstalter mitteilen. Es ist das erste Mal, dass der Sieger der “Mr. Gay “-Wahl auch der “Mr. Gay Congeniatlity” ist. weiterlesen
Zürich/Chur. – Die Homosexuellen Arbeitsgruppen Zürich (HAZ) nehmen konsterniert zur Kenntnis, dass der Bischofsrat des Bistums Chur die katholische Mitwirkung an den mittlerweile traditionellen Pride-Gottesdiensten für Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle verboten hat. Die HAZ fordern Bischof Vitus Huonder auf, den Entscheid zu widerrufen und sich für diese offene Ausgrenzung zu entschuldigen.
Der Bischofsrat des Bistums Chur hat die künftige katholische Beteiligung an den lesbischwulen ökumenischen Gottesdiensten zu Pride-Veranstaltungen untersagt, wie die HAZ am Freitag in einer Aussendung mitteilten. Damit habe der Bischofsrat eine in den letzten Jahren durch die katholische Kirche im Kanton Zürich finanziell und ideell unterstützte Einrichtung attackiert. Die Homosexuellen Arbeitsgruppen Zürich seien “irritiert über die plötzliche Einmischung aus Chur” und verlangen nun vom Bischofsrat, dass er den Entscheid umgehend rückgängig macht. weiterlesen
Zürich. – Die Schweizer AIDS-Hilfe 2010 wird ein Vierteljahrhundert alt. Kein Grund nachzulassen: HIV, Aids und die betroffenen Menschen dürfen nicht in Vergessenheit geraten, mahnt die Aids-Hilfe. Das “Drama der Betroffenen” finde heute nur zu oft “im Versteckten” statt.
Die Aids-Hilfe Schweiz wurde vor 25 Jahren, am 2. Juni 1985, unter dramatischen Umständen und begleitet von grosser medialer Aufmerksamkeit gegründet. Aids war ein Schreckgespenst. Junge Menschen starben. Bilder von Aidskranken im Endstadium schockierten die Bevölkerung. Man wusste noch sehr wenig über Ansteckungswege und den Krankheitsverlauf. Die Sexualität erlebte einen massiven Einschnitt. „Sex ohne Gummi“ wurde plötzlich zu einer Art russisches Roulette. Damals fiel der Startschuss für die Gründung der Aids-Hilfe Schweiz (AHS). weiterlesen
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